Istanbul
Hagia Sophia in Istanbul
Justinians Kuppelbau von 537, Kirche, Moschee, Museum und wieder Moschee: mit Mosaiken, Galerie-Rundgang, Eintritt, Freitagsregel und Tipps gegen lange Warteschlangen.
Die bekanntesten Türkei Sehenswürdigkeiten liegen in vier Regionen, die sich ideal zu einer Rundreise verbinden: Istanbul, Kappadokien in Zentralanatolien, die Ägäis mit Ephesus und Pamukkale sowie die Türkische Riviera um Antalya. Wer die Klassiker kennt, findet an der Schwarzmeerküste grüne Berglandschaften und im Osten und Südosten frühe Kulturstätten wie Göbekli Tepe und den Nemrut Dağı. Für die erste Reise empfiehlt sich die Kombination aus Istanbul, Kappadokien und der Ägäis.
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Istanbul
Justinians Kuppelbau von 537, Kirche, Moschee, Museum und wieder Moschee: mit Mosaiken, Galerie-Rundgang, Eintritt, Freitagsregel und Tipps gegen lange Warteschlangen.
Marmararegion
Hagia Sophia, Topkapı, Basar und Bosporus: Istanbul ist der ideale Auftakt jeder Türkei-Reise. Mit Tipps zu Dauer, Vierteln und Verkehr.
Zentralanatolien
Feenkamine, Felsenkirchen, unterirdische Städte und Ballone im Morgenlicht: Kappadokien ist das Herzstück fast jeder Türkei-Rundreise.
Zentralanatolien
Bis zu 85 Meter tief in den Tuff: Derinkuyu ist die tiefste unterirdische Stadt Kappadokiens – mit Ställen, Kapelle, Lüftungsschächten und Rollsteintüren.
Ägäis
Weiße Kalkterrassen, warmes Thermalwasser und die Ruinen von Hierapolis: Pamukkale ist ein fester Stopp zwischen Ägäis und Kappadokien.
Türkische Riviera
Kumköy ist der Hotelort direkt westlich von Side: flacher Sandstrand, Uferweg in die Altstadt und kurze Wege zu Apollontempel, Manavgat und Aspendos.
Türkische Riviera
Apollontempel am Meer, römisches Theater und lange Sandstrände: Side verbindet Badeurlaub mit Antike und ist ein guter Ausgangspunkt für Aspendos und den Köprülü-Kanyon.
Türkische Riviera
Seldschukenburg auf der Felshalbinsel, Roter Turm am Hafen und Kleopatra-Strand: Alanya verbindet langen Badeurlaub mit Höhlen, Flusstälern und Ausflügen nach Side und Anamur.
Türkische Riviera
Manavgat ist die Kreisstadt von Side: Wasserfall, Bootsfahrt zur Flussmündung, großer Wochenmarkt, Green Canyon und die Ruinenstadt Seleukeia im Pinienwald.
Türkische Riviera
Hotelort am flachen Sandstrand westlich von Side: große Anlagen, wenig Ortsleben, rund eine Stunde vom Flughafen Antalya, gut für Familien und ruhige Badetage.
Ägäis
Uferpromenade, Basar und antike Agora: Izmir ist die entspannte Metropole der Ägäis und idealer Ausgangspunkt für Alaçatı, Çeşme, Şirince und Ephesus.
Ägäis
Taubeninsel, Karawanserei und Buchten im Nationalpark: Kuşadası ist Badeort, Kreuzfahrthafen und der naheliegende Standort für Ephesus, Şirince und Priene.
Ägäis
Johanniterburg, Mausoleum und weiße Häuser über dem Hafen: Bodrum verbindet Antike mit Buchten, Gulet-Törns und sehr unterschiedlichen Badeorten auf der Halbinsel.
Türkische Riviera
Westlichster Hotelort von Side: langer, sehr flacher Sandstrand, große Familienanlagen, rund 55 km vom Flughafen Antalya, Aspendos und Side in kurzer Fahrt.
Ägäis
Sandstrand von Altınkum, Apollontempel mitten im Ort, Milet, Priene und der Bafa-See in der Nähe: Didim ist ein einfacher Badeort mit großer Antike vor der Tür.
Türkische Riviera
Mahmutlar östlich von Alanya: langer Sandstrand mit Promenade, viele ausländische Dauerbewohner, Apartments zum Überwintern und der Flughafen Gazipaşa in 30 Kilometern.
Türkische Riviera
Hotelzone östlich von Side zwischen Sorgun und Manavgat-Mündung: kleiner See im Pinienwald, flacher Sandstrand, große Anlagen, rund 70 km vom Flughafen Antalya.
Ägäis
Celsus-Bibliothek, Großes Theater und die bemalten Hanghäuser: Ephesus ist die bedeutendste antike Stadt der Türkei. Eintritt, Route und Tipps.
Türkische Ägäis / Lykien
Große Badebucht und stiller Fluss: Marmaris mit Burg, Booten und Halbinseln, Dalyan mit Felsengräbern von Kaunos, Schlammbädern und dem Schildkrötenstrand İztuzu.
Türkische Riviera
Sandstrand und Golf in Belek, Berge und Buchten in Kemer: zwei Badeorte bei Antalya im Vergleich, mit Aspendos, Phaselis, Olympos und Tahtalı-Seilbahn.
Ägäis
İçmeler ist der ruhigere Badeort am Ende der Bucht von Marmaris: flacher Sand-Kies-Strand, Promenade in die Stadt, Wassertaxi, Turunç und Ausflüge nach Dalyan.
Ägäis
Königsstadt auf dem Berg: Pergamon über Bergama mit steilem Theater, Trajanstempel, dem Heilzentrum Asklepieion und der gewaltigen Roten Halle.
Ägäis
Steinhäuser am Hang, Kirchen aus dem 19. Jahrhundert und Obstweine: Şirince oberhalb von Selçuk ist die ruhige Ergänzung zu Ephesus, am besten am späten Nachmittag.
Marmararegion
Konzilsstadt von 325 und 787: İznik mit fast geschlossener Stadtmauer, Hagia Sophia, Basilika im See und berühmter Keramik – gut als Tagesausflug ab Istanbul oder Bursa.
Türkische Riviera
Beldibi bis Tekirova: Kemer zwischen Taurus und Meer, mit Kiesstränden, Marina, Phaselis, Tahtalı-Seilbahn und Göynük-Schlucht. Orte, Anfahrt und Reisezeit.
Türkische Riviera
Sandstrand 15 Minuten vom Flughafen, Düden-Wasserfall am Meer und Kaleiçi um die Ecke: Lara und Kundu sind die stadtnahe Hotelzone von Antalya.
Türkische Riviera
Ruinen im Flusstal, Flammen am Berg, Schildkröten am Strand: Olympos und Çıralı mit Eintritt, Nachtsperre, Baumhäusern, Lykischem Weg und Anreise ab Antalya.
Türkische Riviera
Das Theater von Aspendos, die Tortürme und das Stadion von Perge, dazu Termessos und Sillyon: die antiken Städte Pamphyliens zwischen Antalya, Belek und Side.
Ägäis
Hangstadt im Schachbrettraster, Hafenmetropole der Philosophen und ein riesiger Orakeltempel: Priene, Milet und Didyma an einem Tag am verlandeten Mäander-Delta.
Mittelmeerküste
Altstadt Kaleiçi, die Theater von Aspendos und Side, Bergstadt Termessos: Antalya verbindet Mittelmeer und Antike und ist ein guter Start für Rundreisen.
Ägäis
Die Stadt der Aphrodite und der Bildhauer: Tetrapylon, Stadion für 30.000 Zuschauer, die Reliefs des Sebasteion und ruhige Wege, ideal zwischen Ephesus und Pamukkale.
Schwarzmeerregion / Inneranatolien
Fachwerkhäuser, Basare und eine Karawanserei aus dem 17. Jahrhundert: Safranbolu ist UNESCO-Welterbe, ideal für eine Nacht im Konak zwischen Istanbul, Ankara und Schwarzem Meer.
Zentralanatolien
Atatürk-Mausoleum, hethitische Schätze und Zitadelle: Ankara ist der beste Zwischenstopp zwischen Istanbul und Kappadokien, mit Gordion als Ausflugsziel.
Mittelmeerküste
Hafenstadt mit Felsengräbern, dazu Ölüdeniz, Schmetterlingstal, Kayaköy und Saklıkent: Fethiye ist der ideale Standort für den Westen der lykischen Küste.
Mittelmeerküste
Pfeilergräber in Xanthos, das Bundesheiligtum Letoon und das Parlament des Lykischen Bundes in Patara, dahinter einer der längsten Sandstrände der Türkei.
Mittelmeerküste
Lykische Felsengräber über dem Theater von Myra, die Kirche des heiligen Nikolaus in Demre, der Hafen Andriake und Kekova per Boot: Lykien für Kultur- und Pilgerreisende.
Zentralanatolien
Löwentor, Sphinxtor und das Felsheiligtum Yazılıkaya: Hattuscha war die Hauptstadt der Hethiter und ist heute eine der eindrucksvollsten Stätten Zentralanatoliens.
Mittelmeerküste
Weiße Häuser über einem kleinen Hafen, Badeplattformen statt Sandstrand, Villen am Hang und Patara, Kaputaş und Xanthos in kurzer Fahrt.
Mittelmeerküste
Hafenstädtchen statt Hotelburg: Kaş ist der beste Standort für Kekova, Simena, Myra, Patara und Kaputaş – mit klarem Wasser zum Tauchen und dem Lykischen Weg vor der Tür.
Türkische Riviera
Adrasan ist die ruhige Bucht südlich von Olympos: Strand im Pinienwald, Bootstour nach Suluada und Wanderung zum Gelidonya-Leuchtturm auf dem Lykischen Weg.
Mittelmeerküste
Antiochia am Orontes, wo die Jünger zuerst Christen genannt wurden: Petrusgrotte, Mosaiken und Künefe – und ein ehrlicher Blick auf die Stadt nach dem Erdbeben 2023.
Türkische Riviera
Konaklı liegt rund 15 km westlich von Alanya: breiter Strand, die seldschukische Karawanserei Şarapsa Han und Dolmuş-Anschluss in die Stadt.
Südostanatolien
Römische Mosaiken aus Zeugma, Baklava mit Pistazien, Kupferschmiede und Euphrat-Landschaften: Gaziantep ist das kulinarische Tor zum Südosten – mit Stand nach dem Erdbeben.
Zentralanatolien
Das türkisfarbene Mausoleum Mevlanas, tanzende Derwische, Seldschuken-Bauten und die 9.000 Jahre alte Siedlung Çatalhöyük: Konya ist mehr als ein Zwischenstopp.
Südostanatolien
Klöster aus der Spätantike, Dörfer mit Kirchtürmen und eine aramäische Sprache, die noch gesprochen wird: der Tur Abdin um Midyat mit Mor Gabriel, Hah und İwardo.
Ägäis
Burg und Hafen in Çeşme, Steinhäuser und Surfbucht in Alaçatı, flacher Sandstrand in Ilıca: die Halbinsel westlich von İzmir mit Anreise, Wind, Chios-Fähre und Reisezeit.
Ägäis
Gümbet ist der Badeort direkt westlich von Bodrum: flacher Sandstrand, viel Wassersport, die lauteste Barstraße der Halbinsel und Bitez als ruhiger Nachbar.
Türkische Riviera
Tekirova am Südende von Kemer: Kiesstrand mit klarem Wasser, Phaselis vor der Tür, Seilbahn auf den Tahtalı, Ekopark und kurze Wege nach Olympos und Çıralı.
Südostanatolien
Steinhäuser am Hang über der mesopotamischen Ebene, Klöster des Tur Abdin, Midyat und Dara: Mardin ist das kulturelle Herz des türkischen Südostens.
Südostanatolien
Göbekli Tepe und Karahan Tepe, das Archäologiemuseum, der Karpfenteich Balıklıgöl und Harran: Şanlıurfa führt an die Anfänge der Zivilisation.
Ägäis
Olivenstadt an der Nordägäis gegenüber Lesbos: griechisch geprägte Altstadt, Fischlokale auf Cunda, Sarımsaklı-Strand, Şeytan Sofrası und Pergamon in einer Stunde.
Südostanatolien
Steinerne Götterköpfe auf über 2.100 Metern, Sonnenaufgang über dem Euphrat-Tal: Der Nemrut Dağı ist das Grabheiligtum der Könige von Kommagene.
Ägäis
Weininsel mit Burg und Steinhäusern vor Troja: Bozcaada erreichen Sie per Fähre ab Geyikli. Weingüter, Ayazma-Strand, Windräder und ein kühler Sommer abseits der großen Badeorte.
Ägäis
Cittaslow statt Hotelburg: Akyaka am Golf von Gökova mit Holzhaus-Architektur, glasklarem Azmak, flachem Kitestrand und kurzer Anfahrt ab Dalaman.
Ägäis
Turgutreis im Westen der Halbinsel Bodrum: langer Stadtstrand, große Marina, Samstagsmarkt, Sonnenuntergang über den Inseln und Fähren nach Kos und Kalymnos.
Schwarzmeerregion
Ein Kloster in der Felswand, Bergseen, Teeterrassen und Hochalmen unter dem Kaçkar: Trabzon und die östliche Schwarzmeerküste sind die grüne Seite der Türkei.
Ostanatolien
Basaltbauten aus der Zarenzeit, die Kirchenruinen von Ani an der armenischen Grenze, Schlittenfahrten auf dem Çıldır-See: Kars ist die Türkei des hohen Nordostens.
Ostanatolien
Tiefblauer Sodasee auf 1.650 Metern, die Kirche von Akdamar, die Felsenfestung der Urartäer und das berühmte Frühstück von Van: Ostanatolien von seiner schönsten Seite.
Ägäis
Troja auf dem Hügel Hisarlık mit Schichten aus 4.000 Jahren und neuem Museum, dazu Çanakkale an den Dardanellen, die Gedenkstätten von Gallipoli und Assos.
Ägäis
Schmale Halbinsel westlich von Marmaris: Eski Datça mit Steinhäusern, ruhige Buchten wie Palamutbükü, Mandeln und Honig, an der Spitze die antike Stadt Knidos.
Ägäis
Yalıkavak auf der Bodrum-Halbinsel: Yachtmarina, alte Steinwindmühlen, Donnerstagsmarkt, Buchten wie Küdür und Tilkicik und das ruhigere Gündoğan nebenan.
Für eine Rundreise lohnen sich vor allem Istanbul, Kappadokien, die Ägäis mit Ephesus und Pamukkale sowie die Türkische Riviera. Diese Ziele liegen so, dass sie sich in zehn bis vierzehn Tagen gut verbinden lassen, und sie zeigen ganz unterschiedliche Seiten des Landes. Wer schon dort war, findet an der Schwarzmeerküste und im Osten noch einmal ein anderes Land.
Die Türkei ist etwa doppelt so groß wie Deutschland. Zwischen Istanbul im Nordwesten und dem Vansee im Osten liegen auf der Straße deutlich über 1.500 Kilometer. Wer eine Reise plant, sollte deshalb zuerst die Regionen wählen und erst danach die einzelnen Orte. Die folgende Übersicht hilft dabei.
| Region | Charakter | Beste Zeit | Passende Reise |
|---|---|---|---|
| Istanbul & Marmara | Metropole, Byzanz und Osmanen, Bosporus | April–Juni, Sept.–Nov. | Istanbul & Kappadokien |
| Ägäis | Antike Städte, Olivenhaine, Badebuchten | April–Juni, Sept.–Okt. | Westküste: Ephesus & Troja |
| Mittelmeer / Riviera | Strände, Lykien, Gebirge bis ans Meer | April–Juni, Sept.–Nov. | Rundreise ab Antalya |
| Zentralanatolien / Kappadokien | Tufflandschaft, Felsenkirchen, Steppe | April–Juni, Sept.–Okt. | Türkei Rundreise 10 Tage |
| Schwarzmeerküste | Grüne Berge, Teegärten, Hochalmen | Juni–September | Auf Anfrage als Privatreise |
| Ostanatolien & Südosten | Frühgeschichte, Basaltstädte, Hochgebirge | Mai–Juni, Sept.–Okt. | Osttürkei Rundreise |
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Türkei verteilen sich über ein Land, das von West nach Ost rund 1.500 Kilometer misst. Die folgende Übersicht ordnet die Highlights den Regionen zu und zeigt, auf welcher Seite Sie mehr erfahren. So sehen Sie schnell, welche Orte sich auf einer Route verbinden lassen und wofür Sie zusätzliche Tage einplanen sollten.
| Sehenswürdigkeit | Region | Warum sie sich lohnt | Mehr dazu |
|---|---|---|---|
| Hagia Sophia, Topkapı-Palast, Großer Basar | Istanbul | Byzanz und Osmanisches Reich auf wenigen Quadratkilometern | Istanbul Sehenswürdigkeiten |
| Feenkamine, Felsenkirchen, Ballonfahrt | Kappadokien | Vulkanlandschaft mit Höhlenkirchen und Ballons bei Sonnenaufgang | Kappadokien |
| Unterirdische Stadt Derinkuyu | Kappadokien | Mehrstöckige Fluchtstadt tief im Tuffstein | Derinkuyu |
| Kalksinterterrassen und Hierapolis | Ägäis (Hinterland) | Weiße Terrassen und eine römische Kurstadt | Pamukkale |
| Celsus-Bibliothek und Hanghäuser | Ägäis | Eine der besterhaltenen antiken Städte am Mittelmeer | Ephesus |
| Akropolis und Asklepieion | Ägäis | Hellenistische Königsstadt mit einem der steilsten Theater der Antike | Pergamon |
| Theater von Aspendos, Perge, Altstadt Kaleiçi | Türkische Riviera | Antike Stätten nah an den Badeorten | Türkische Riviera |
| Kekova, Myra, Kaputaş | Lykische Küste | Versunkene Stadt, Felsgräber und Buchten | Kaş & Kekova |
| Mevlana-Museum | Zentralanatolien | Grabmal Rumis und Zentrum der tanzenden Derwische | Konya |
| Göbekli Tepe | Südostanatolien | Steinzeitliche Kreisanlagen, mehr als 11.000 Jahre alt | Şanlıurfa & Göbekli Tepe |
| Götterthron auf dem Nemrut Dağı | Südostanatolien | Kolossale Köpfe auf über 2.100 Metern Höhe | Nemrut Dağı |
| Altstadt von Mardin | Südostanatolien | Steinhäuser über der mesopotamischen Ebene | Mardin |
Für eine erste Reise reichen die Orte der ersten fünf Zeilen gut für zehn bis zwölf Tage. Wer die Türkei schon kennt, findet im Südosten mit Göbekli Tepe, dem Nemrut Dağı und Mardin einige der ältesten und ungewöhnlichsten Kulturstätten der Welt. Welche Route zu welchen Sehenswürdigkeiten passt, zeigen unsere Türkei Rundreisen im Vergleich.
Istanbul ist für die meisten Türkei-Rundreisen Ausgangspunkt und Höhepunkt zugleich. Die Stadt am Bosporus war als Konstantinopel und später als osmanische Hauptstadt über 1.500 Jahre lang Zentrum großer Reiche, und das sieht man an jeder Ecke.
In der Altstadt liegen die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, der Topkapı-Palast und die Zisterne Yerebatan nah beieinander. Ebenso lohnend sind die Süleymaniye-Moschee, der Große Basar, eine Bootsfahrt auf dem Bosporus und die Viertel Balat, Kadıköy oder Karaköy, wo das heutige Istanbul lebt. Drei Tage sind das Minimum, vier bis fünf Tage sind besser. Alles Wichtige zu Sehenswürdigkeiten und Aufenthaltsdauer steht auf der Seite Istanbul.
Die Marmararegion rund um Istanbul bietet Ergänzungen für längere Reisen. Bursa, die erste Hauptstadt der Osmanen, ist für ihre frühen Moscheen und das Dorf Cumalıkızık bekannt. Edirne nahe der griechischen Grenze hat mit der Selimiye-Moschee eines der Hauptwerke des Architekten Sinan. Auf dem Weg an die Ägäis liegen Çanakkale und die Gallipoli-Halbinsel. Wer von Istanbul aus über Land nach Süden fährt, kann so Troja und Pergamon ohne Inlandsflug in die Route einbinden und erreicht Ephesus nach zwei bis drei Etappen.
Die türkische Ägäisküste ist die Region mit der höchsten Dichte an antiken Stätten. Zwischen den Dardanellen im Norden und Bodrum im Süden liegen Troja, Pergamon, Ephesus, Priene, Milet und Didyma, dazu im Hinterland Aphrodisias und Pamukkale.
Ephesus ist die bekannteste und besterhaltene antike Stadt der Region. Die Celsus-Bibliothek, das große Theater und die überdachten Hanghäuser mit ihren Mosaiken und Wandmalereien zeigen, wie eine römische Großstadt aussah. Für Ephesus mit Hanghäusern sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen, besser einen ganzen mit dem Museum in Selçuk. Details stehen auf der Seite Ephesus.
Pamukkale liegt rund drei Autostunden landeinwärts. Die weißen Kalksinterterrassen und die antike Stadt Hierapolis darüber sind zusammen als Welterbe geschützt. Am schönsten ist der Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Mehr dazu auf der Seite Pamukkale.
Der Norden der Ägäis mit Troja und Pergamon ist ruhiger und wird oft unterschätzt. Pergamon mit seiner steilen Akropolis und dem Theater am Hang gehört zu den eindrucksvollsten Anlagen des Landes. Beide Orte verbindet die Route Westküste: Ephesus & Troja, und sie sind fester Teil der Türkei Rundreise 14 Tage.
Zum Baden eignet sich die Ägäis von Juni bis September. Orte wie Ayvalık, Çeşme oder die Halbinsel von Bodrum sind ideale Ziele für eine Rundreise mit Badeurlaub.
Die Türkische Riviera rund um Antalya ist das bekannteste Badeziel des Landes, aber sie ist weit mehr als Strand. Die Altstadt Kaleiçi, die antiken Städte Perge, Aspendos mit seinem nahezu vollständig erhaltenen Theater und Side mit dem Apollontempel am Wasser lassen sich gut in einen Badeurlaub einbauen. Mehr zur Region auf der Seite Antalya und die Türkische Riviera.
Westlich von Antalya beginnt Lykien. Hier fallen die Berge des Taurus steil zum Meer ab, dazwischen liegen Buchten, Felsgräber und antike Städte wie Myra, Olympos und Xanthos. Der Lykische Weg, ein Fernwanderweg von rund 540 Kilometern zwischen Fethiye und dem Hinterland von Antalya, erschließt diese Küste zu Fuß. Ausgewählte Etappen mit Gepäcktransport bietet die Wanderreise auf dem Lykischen Weg.
Vom Meer aus erleben Sie die Küste auf der Blauen Reise, einer Fahrt mit der Gulet zwischen Fethiye, Göcek, Marmaris oder Bodrum. Für Urlauber, die an der Riviera wohnen, ist die Rundreise ab Antalya nach Pamukkale und Kappadokien eine gute Ergänzung.
Kappadokien ist für viele der eindrucksvollste Teil einer Türkeireise. Vulkanasche hat hier vor Jahrmillionen eine Hochebene aus weichem Tuffstein gebildet, aus der Wind und Wasser Täler, Kegel und Feenkamine geformt haben. Menschen haben darin Wohnungen, Kirchen und ganze unterirdische Städte angelegt.
Die wichtigsten Orte sind Göreme mit dem Freilichtmuseum und seinen Felsenkirchen, Uçhisar mit seinem Burgfelsen, die Täler um Çavuşin und die unterirdischen Städte Kaymaklı und Derinkuyu. Bekannt ist Kappadokien auch für die Ballonfahrten bei Sonnenaufgang. Für die Region sollten Sie mindestens zwei volle Tage einplanen. Alles Weitere auf der Seite Kappadokien und im Ratgeber Ballonfahrt in Kappadokien.
Zentralanatolien bietet aber noch mehr. Konya mit dem Mevlana-Museum, dem Grab des Mystikers Rumi, liegt auf dem Weg zwischen Kappadokien und der Ägäis. Hattuşa, die Hauptstadt der Hethiter, und Çatalhöyük, eine der ältesten bekannten Siedlungen der Welt, sind Ziele für Reisende mit archäologischem Interesse. Ankara lohnt sich vor allem für das Museum für anatolische Zivilisationen.
Die Schwarzmeerküste ist die grünste Region der Türkei. Zwischen Samsun und der georgischen Grenze steigen dicht bewaldete Berge direkt hinter der Küste an, an den Hängen wachsen Haselnüsse und Tee, und in den Hochtälern liegen Almdörfer, die im Sommer bewohnt werden.
Bekannte Ziele sind das Sumela-Kloster, das an einer Felswand bei Trabzon klebt, die Hochalmen um Uzungöl und Ayder sowie das Kaçkar-Gebirge für Wanderer. Weiter westlich liegen Safranbolu mit seinen osmanischen Fachwerkhäusern und Amasya mit den pontischen Königsgräbern über dem Fluss Yeşilırmak.
Die Schwarzmeerküste ist eine Sommerregion, ideal von Juni bis September. Sie ist niederschlagsreich, auch im Sommer muss man mit Regen und Nebel rechnen. Eine feste Beispielroute bieten wir dafür derzeit nicht an; als Privatreise stellen wir eine Route aber gern individuell zusammen.
Ostanatolien und der Südosten der Türkei sind die Regionen für Reisende, die die Klassiker kennen und tiefer einsteigen möchten. Hier liegen einige der ältesten Kultstätten der Menschheit, Städte aus schwarzem Basalt und Hochgebirge mit über 5.000 Meter hohen Gipfeln.
Herausragend sind Göbekli Tepe bei Şanlıurfa, eine über 11.000 Jahre alte Kultanlage mit reliefverzierten Steinpfeilern, und der Nemrut Dağı mit den monumentalen Götterköpfen des Königs Antiochos I. auf über 2.000 Metern Höhe. Dazu kommen die Altstadt von Mardin über der mesopotamischen Ebene, die Mosaiken von Gaziantep, die Stadtmauern von Diyarbakır und im Nordosten Ani, die Ruinenstadt an der armenischen Grenze, sowie der Berg Ararat.
Ein wichtiger Hinweis: Das Auswärtige Amt rät von allen nicht zwingend erforderlichen Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Syrien und Irak ab, darunter die Provinzen Şanlıurfa und Mardin (Stand: Oktober 2026). Bitte prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise. Wir planen Routen in dieser Region nur nach aktueller Lage; mehr dazu im Ratgeber Ist die Türkei sicher? und auf der Seite Osttürkei Rundreise.
Die beste Reisezeit für den Osten sind Mai, Juni, September und Oktober. Im Hochsommer wird es im Südosten sehr heiß, im Winter liegt im Hochland viel Schnee.
Welche Region am besten passt, hängt weniger von der Landkarte ab als von Ihren Interessen. Eine kurze Orientierung nach Reisetyp:
Kulturreisende und Geschichtsinteressierte kommen an der Ägäis und in Istanbul am meisten auf ihre Kosten. Hier liegen auf engem Raum griechische, römische, byzantinische und osmanische Bauten. Wer sich für noch ältere Kulturen interessiert, findet im Südosten und in Zentralanatolien jungsteinzeitliche und hethitische Stätten.
Naturliebhaber und Wanderer sind in Kappadokien, an der lykischen Küste und im Schwarzmeer-Hochland richtig. In Kappadokien führen markierte Wege durch Täler wie das Rote Tal, das Rosental oder das Ihlara-Tal mit seinen Felsenkirchen am Fluss. Die lykische Küste verbindet Wandern mit Baden. Im Kaçkar-Gebirge an der Schwarzmeerküste geht es in alpines Gelände.
Familien wählen am besten Ziele mit kurzen Wegen und Abwechslung: Istanbul mit Bootsfahrten und Basaren, Kappadokien mit Höhlenwohnungen und unterirdischen Städten, die Kinder meist begeistern, und zum Abschluss die Küste. Lange Fahrtage und die heißen Sommermonate im Landesinneren sollten Familien eher meiden.
Genießer finden in jeder Region eigene Küchen: Fisch und Meze in Istanbul und an der Ägäis, Olivenöl-Gerichte rund um Ayvalık und Izmir, Testi Kebab in Kappadokien, scharfe Kebab-Varianten und Pistazien-Baklava in Gaziantep, Mais, Kohl und Sardellen an der Schwarzmeerküste. Kappadokien und die Ägäis sind zudem traditionsreiche Weinregionen.
Fotografen zieht es vor allem nach Kappadokien mit seinen Ballonmorgen, nach Pamukkale bei tiefstehender Sonne und nach Istanbul mit seinen Silhouetten über dem Wasser. Im Osten sind Nemrut bei Sonnenaufgang und Mardin am Abend lohnende Motive.
Die Entfernungen in der Türkei werden oft unterschätzt. Die folgenden Werte sind gerundete Richtwerte für die Straße; tatsächliche Fahrzeiten hängen von Verkehr, Pausen und Strecke ab.
| Strecke | Straße ca. | Fahrzeit ca. | Alternative |
|---|---|---|---|
| Istanbul – Kappadokien | 730 km | 9–10 h | Inlandsflug ca. 1 h |
| Kappadokien – Pamukkale | 600 km | 8–9 h mit Pausen | Zwischenstopp in Konya |
| Pamukkale – Ephesus | 190 km | 3 h | – |
| Ephesus – Izmir | 80 km | 1–1,5 h | – |
| Antalya – Pamukkale | 240 km | 3,5–4 h | – |
| Antalya – Kappadokien | 550 km | 8 h | Über Konya, mit Stopp |
Wie Sie am besten zwischen Istanbul und Kappadokien reisen, vergleicht der Ratgeber Von Istanbul nach Kappadokien ausführlich.
Die meisten Reisenden kombinieren zwei bis vier Regionen, abhängig von der Reisedauer. Entscheidend ist, die langen Strecken mit Inlandsflügen zu überbrücken und an den Hauptorten mindestens zwei Nächte zu bleiben.
Bewährte Kombinationen sind:
Welche Region in welchem Monat am angenehmsten ist, zeigt der Ratgeber Beste Reisezeit für die Türkei. Alle Beispielrouten finden Sie auf der Seite Türkei Rundreisen.
Für die erste Reise ist die Kombination aus Istanbul, Kappadokien und der Ägäis mit Ephesus und Pamukkale am besten. Sie zeigt in zehn Tagen die Großstadt, die Felslandschaft Zentralanatoliens und die Antike. Wer zusätzlich baden will, hängt einige Tage an der Ägäis oder an der Riviera an.
Abseits der Klassiker sind das Hochland der Schwarzmeerküste, Safranbolu, Amasya, die hethitischen Stätten um Hattuşa sowie Teile Ost- und Südostanatoliens. Auch an der Ägäis gibt es ruhige Orte wie Aphrodisias oder das Hinterland von Bergama. Hier ist die Infrastruktur einfacher, dafür begegnen Sie kaum Reisegruppen.
Die Türkei hat eine zweistellige Zahl von UNESCO-Welterbestätten, und es kommen immer wieder neue hinzu. Zu den bekanntesten gehören die historischen Bereiche Istanbuls, Göreme und Kappadokien, Hierapolis-Pamukkale, Ephesus, Troja, Pergamon und Göbekli Tepe. Die aktuelle Liste führt die UNESCO auf ihrer Website.
Ja, am einfachsten mit einem Inlandsflug von Istanbul nach Antalya, der etwa eineinhalb Stunden dauert. Viele Reisende kombinieren drei Tage Istanbul mit einer Rundreise über Kappadokien und Pamukkale und enden dann an der Riviera zum Baden.
Im Winter eignet sich vor allem Istanbul mit seinen Museen, Moscheen und Basaren, die dann deutlich ruhiger sind. Kappadokien ist bei Schnee sehr fotogen, aber kalt. Die Ägäis und die Riviera sind mild genug für Besichtigungen, zum Baden aber zu kühl.
Angaben zu Einreise, Preisen und Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte prüfen Sie vor Reiseantritt die offiziellen Stellen.
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