Für wen ist diese archäologische Studienreise gedacht?
Diese Studienreise richtet sich an Reisende, die antike Stätten in der Türkei nicht nur sehen, sondern verstehen möchten: Wer hat hier wann gebaut, wer hat ausgegraben, und was sagt der Befund über die Stadt? In 14 Tagen besuchen Sie rund 15 Ausgrabungen und fünf Museen zwischen den Dardanellen und der pamphylischen Küste. Einen Überblick über alle Regionen, Epochen und Welterbestätten des Landes gibt unser Ratgeber antike Stätten in der Türkei.
Typische Teilnehmer sind Studienkreise, Volkshochschulkurse, Altphilologen, Geschichtslehrkräfte sowie Einzelreisende, die tiefer einsteigen möchten. Badetage gibt es nicht; dafür bleibt an jeder großen Stätte Zeit für Fragen und Pläne.
Wer weniger Zeit hat oder Istanbul, Troja, Pergamon, Ephesus und Pamukkale in einem ruhigeren Tempo kennenlernen möchte, ist mit unserer Westküsten-Rundreise mit Ephesus und Troja besser bedient. Sie dauert zehn Tage, endet in Pamukkale und lässt Sardes, Aphrodisias, Laodizea und die Stätten bei Antalya weg. Die Studienreise hier ist dichter, fachlich anspruchsvoller und führt bis in die pisidischen Berge.
Die Route im Überblick: Etappen und Fahrzeiten
Die Route folgt der Westküste Kleinasiens von Norden nach Süden und biegt dann ins Landesinnere ab: von der Troas über Mysien, Lydien und Ionien nach Karien und Phrygien, schließlich nach Pisidien und Pamphylien. So sehen Sie die Landschaften in der Reihenfolge, in der auch die antiken Regionen aneinandergrenzten, und fahren keine Strecke doppelt.
| Etappe |
Entfernung (ca.) |
Fahrzeit (ca.) |
| Istanbul – Çanakkale |
320 km |
5 Std. inkl. Fähre |
| Çanakkale – Troja |
30 km |
35 Min. |
| Çanakkale – Assos |
87 km |
1,5 Std. |
| Assos – Bergama |
150 km |
knapp 3 Std. |
| Bergama – İzmir |
100 km |
1¾ Std. |
| İzmir – Sardes |
90 km |
1,5 Std. |
| İzmir – Selçuk |
80 km |
1¼ Std. |
| Selçuk – Priene – Milet – Didyma – Selçuk |
170 km |
3 Std. reine Fahrzeit |
| Selçuk – Aphrodisias |
130 km |
2 Std. |
| Aphrodisias – Denizli/Pamukkale |
130 km |
2–2,5 Std. |
| Pamukkale – Ağlasun (Sagalassos) |
175 km |
knapp 3 Std. |
| Ağlasun – Antalya |
105 km |
1¼ Std. |
| Antalya – Termessos / Perge / Aspendos |
34 / 17 / 47 km |
45 / 20 / 40 Min. |
Die Zeiten gelten ohne Pausen. Mit Besichtigungen sitzen Sie an den meisten Tagen zwei bis vier Stunden im Fahrzeug. Ehrlich gesagt sind zwei Tage lang: die Anreise an die Dardanellen und der Tag über Sagalassos nach Antalya mit rund 280 Kilometern. Wer das vermeiden möchte, übernachtet in Ağlasun oder Burdur und verlängert die Reise um einen Tag.
Die Stationen: Epochen, Grabungsgeschichte und was Sie heute sehen
Istanbul: die Archäologischen Museen als Einstieg
Die Archäologischen Museen wurden laut Kulturministerium als Müze-i Hümayun unter Osman Hamdi Bey gegründet und am 13. Juni 1891 eröffnet, als erstes Museum der Türkei. Den Anlass gab der Fund der Königsnekropole von Sidon 1887. Zum Komplex gehören das Archäologische Museum, das Museum des Alten Orients und der Çinili Köşk. Sie sehen den Alexandersarkophag, den Klagefrauensarkophag, einen Löwen vom Mausoleum von Halikarnassos und Statuen der Branchiden von der Heiligen Straße zwischen Milet und Didyma. Damit beginnt die Reise mit Objekten von Orten, die Sie später besuchen.
Der Eintritt beträgt laut offizieller Seite 15 Euro für ausländische Erwachsene. Geöffnet ist von 1. Mai bis 1. Oktober täglich 9 bis 22 Uhr, im Winter bis 18:30 Uhr. Einige Säle sind derzeit wegen Arbeiten geschlossen.
Troja (Hisarlık): neun Schichten und viele Ausgräber
Troja liegt rund 4,8 Kilometer vom Südeingang der Dardanellen entfernt und ist seit 1998 UNESCO-Welterbe. Die UNESCO spricht von rund 4.000 Jahren Siedlungsgeschichte. Die meisten sichtbaren Reste stammen aus Troja II und Troja VI; dazu kommen ein Mauerstück aus Troja I, eine gepflasterte Rampe und der Athenatempel des griechisch-römischen Ilion. Troja VIIa wurde um 1180 v. Chr. zerstört. Ob das mit einem historischen Trojanischen Krieg zu tun hat, ist bis heute offen.
Grabungsgeschichte gehört hier zum Programm: Frank Calvert und Heinrich Schliemann gruben ab 1870, später Wilhelm Dörpfeld, Carl Blegen, Manfred Korfmann und heute ein Team um Rüstem Aslan. Schliemanns großer Nord-Süd-Graben ist noch zu sehen. Das 2018 eröffnete Troja-Museum am Rand des Geländes ordnet die Funde den Schichten zu.
Assos (Behramkale)
Assos thront über dem Golf von Edremit; auf dem Gipfel stehen wiederaufgerichtete Säulen des dorischen Athenatempels aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Darunter folgen Stadtmauer, Theater und Nekropole. Assos steht seit 2017 auf der UNESCO-Tentativliste.
Pergamon (Bergama): Hauptstadt der Attaliden
Die Attaliden regierten Pergamon von 281 bis 133 v. Chr.; ihre Bibliothek war nach der von Alexandria die zweitgrößte der griechischen Welt. Seit 2014 ist Pergamon mit Akropolis, Asklepieion, Grabhügeln und dem Kybele-Heiligtum von Kapıkaya UNESCO-Welterbe. Das Theater am Steilhang fasste rund 10.000 Zuschauer in 78 Reihen.
Carl Humann grub von 1878 bis 1886 am Zeusaltar; die Reliefs kamen mit Zustimmung der osmanischen Regierung nach Berlin, wo 1907 das Pergamonmuseum eröffnete. Vor Ort sehen Sie das Fundament des Altars. Mehr zur Stadt auf unserer Seite über Pergamon.
Sardes (Sart): die Lyder
Sardes liegt rund 90 Kilometer östlich von İzmir und ist seit 2025 als „Sardes und die lydischen Grabhügel von Bin Tepe“ UNESCO-Welterbe. Harvard und Cornell graben und restaurieren hier seit 1958. Sie sehen das römische Gymnasium mit dem Marmorhof, die restaurierte spätantike Synagoge mit Mosaiken und, rund einen Kilometer südlich, den Artemistempel, dessen Bau 334 v. Chr. begann und nie vollendet wurde. Rechnen Sie mit eineinhalb Stunden.
Ephesus: ein ganzer Tag
Ephesus wurde 129 v. Chr. römisch und unter Augustus Hauptstadt der Provinz Asia. Seit 2015 ist es UNESCO-Welterbe, mit dem Çukuriçi-Hügel aus dem Neolithikum, der römischen Stadt und dem Ayasuluk-Hügel. Die Ausgrabungen begannen 1863 mit John Turtle Wood, der das Artemision suchte; seit 1895 arbeitet das Österreichische Archäologische Institut hier, zunächst unter Otto Benndorf. Von 2016 bis 2018 war die Grabung wegen politischer Spannungen unterbrochen.
Wir planen den ganzen Tag ein: Kuretenstraße, Hadrianstempel, Celsus-Bibliothek, Großes Theater und das überdachte Hanghaus 2, das die UNESCO als Beispiel für das Wohnen der römischen Oberschicht mit Wandmalereien, Mosaiken und Marmorverkleidung nennt. Nachmittags folgen das Ephesos-Museum in Selçuk und die Reste des Artemisions. Praktische Hinweise stehen auf unserer Seite über Ephesus.
Priene, Milet und Didyma
Die drei ionischen Orte liegen an einer Strecke von rund 50 Kilometern; Priene und Milet trennen etwa 22 Kilometer. Priene wurde um 350 v. Chr. auf einem rechtwinkligen Raster mit sechs Längs- und fünfzehn Querstraßen neu angelegt; den Athenatempel des Pytheos weihte Alexander der Große 323 v. Chr. Theodor Wiegand grub hier von 1895 bis 1899. Milet zeigt das Große Theater am Rand der Mäanderebene und ein kleines Museum südlich der Stadt.
Der Apollontempel von Didyma wurde nach 334 v. Chr. neu geplant, über 600 Jahre lang gebaut und nie fertig; Vitruv nennt Paionios von Ephesos und Daphnis von Milet als Architekten. Die Heilige Straße nach Milet war rund 20 Kilometer lang. Details zu allen drei Orten finden Sie auf der Seite Priene, Milet und Didyma.
Aphrodisias: die Stadt der Bildhauer
Aphrodisias ist seit 2017 Welterbe, zusammen mit den Marmorbrüchen nordöstlich der Stadt. Die UNESCO hebt eine der wenigen systematisch ausgegrabenen Bildhauerwerkstätten des Römischen Reiches hervor. Sie sehen das Tetrapylon, den Aphroditetempel aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., der um 500 n. Chr. zur Kirche wurde, das Sebasteion für Augustus und die julisch-claudischen Kaiser und das Stadion, das als besterhaltenes seiner Art gilt. Nach ersten französischen Grabungen 1904/05 leitete Kenan Erim ab 1962 die Arbeiten für die New York University, seit 1993 R. R. R. Smith aus Oxford. Mehr auf unserer Seite über Aphrodisias.
Hierapolis und Laodizea
Hierapolis wurde unter dem Seleukiden Antiochos I. gegründet und nach dem Erdbeben von 60 n. Chr. neu aufgebaut. Seit 1957 arbeitet hier eine italienische Mission; seit 1988 ist der Ort mit den Sinterterrassen gemischtes Welterbe. Sie sehen Theater, Nekropole, das Plutonion und das Philippus-Martyrion aus dem 5. Jahrhundert. Hinweise zu Barfußweg und Eintritt stehen auf unserer Seite über Pamukkale.
Laodizea liegt nur 6,6 Kilometer von Denizli entfernt und wird seit 2003 unter Celal Şimşek mit der Universität Pamukkale ausgegraben, seit 2008 ganzjährig. Restauriert sind unter anderem Stadion, Syrische Straße, Zentralagora und Tempel A; die Kirche von Laodizea steht unter einem Schutzdach. Die Stätte ist seit 2013 auf der Tentativliste.
Sagalassos: eine Stadt auf 1.500 Metern
Sagalassos liegt rund 100 Kilometer nördlich von Antalya und sieben Kilometer von Ağlasun auf 1.450 bis 1.700 Metern Höhe. Alexander der Große eroberte die Stadt 333 v. Chr.; nach einem schweren Erdbeben um die Mitte des 7. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie aufgegeben. Seit 1990 gräbt die Universität Leuven, zunächst unter Marc Waelkens. Sie sehen Agoren, Ratsgebäude, Theater und das wiederaufgebaute Nymphäum der Antoninenzeit. Seit 2009 auf der Tentativliste.
Termessos, Perge und Aspendos
Termessos liegt auf rund 1.000 Metern im Nationalpark Güllük Dağı. Alexander belagerte die Stadt 333 v. Chr. vergeblich und zog weiter nach Sagalassos. Vom Parkplatz steigen Sie steil bergauf zum Theater mit 4.000 bis 5.000 Plätzen über der Schlucht. Tentativliste seit 2000.
Perge, rund 15 Kilometer östlich von Antalya, wird seit 1946 ausgegraben. Sie gehen durch das hellenistische Südtor mit zwei dreistöckigen Rundtürmen und über die Hauptstraße mit dem Wasserkanal in der Mitte; laut Apg 13,13 und 14,25 kamen Paulus und Barnabas hierher. Das Theater von Aspendos entstand laut UNESCO-Antrag zwischen 160 und 180 n. Chr. unter Mark Aurel, entworfen von Zenon, Sohn des Theodoros, für etwa 7.300 bis 7.600 Zuschauer. Nördlich davon stehen die Druckleitungstürme des Aquädukts, rund 30 Meter hoch. Mehr dazu auf der Seite Perge und Aspendos.
Welche UNESCO-Stätten liegen auf der Route?
Auf der Route liegen sieben Welterbestätten und sieben Orte der Tentativliste.
| Stätte |
Epoche (Schwerpunkt) |
UNESCO-Status |
| Istanbul, historische Halbinsel |
byzantinisch, osmanisch |
Welterbe seit 1985 |
| Troja |
Bronzezeit bis römisch |
Welterbe seit 1998 |
| Pergamon |
hellenistisch, römisch |
Welterbe seit 2014 |
| Sardes |
lydisch, römisch, spätantik |
Welterbe seit 2025 |
| Ephesus |
hellenistisch, römisch, byzantinisch |
Welterbe seit 2015 |
| Aphrodisias |
hellenistisch, römisch |
Welterbe seit 2017 |
| Hierapolis-Pamukkale |
hellenistisch, römisch |
Welterbe seit 1988 |
| Termessos |
hellenistisch, römisch |
Tentativliste seit 2000 |
| Perge, Sagalassos |
hellenistisch, römisch |
Tentativliste seit 2009 |
| Laodizea |
römisch, frühchristlich |
Tentativliste seit 2013 |
| Aspendos |
römisch |
Tentativliste seit 2015 |
| Assos |
archaisch, hellenistisch |
Tentativliste seit 2017 |
| Priene |
spätklassisch, hellenistisch |
Tentativliste seit 2018 |
Fachreiseleitung: Wer führt Sie?
An allen Tagen begleitet Sie eine deutschsprachige Reiseleitung mit staatlicher Lizenz, die in der Türkei für Führungen an den Stätten vorgeschrieben ist. Für diese Reise setzen wir Reiseleiterinnen und Reiseleiter mit archäologischem oder althistorischem Schwerpunkt ein, die Grabungsstand, Bauphasen und Inschriften erklären können.
Auf Wunsch kommt eine Fachbegleitung dazu: ein Archäologe, eine Althistorikerin oder ein Klassischer Philologe, der die Gruppe die ganze Reise oder einzelne Tage betreut, etwa mit Abendvorträgen zu Homer und Troja, zur hellenistischen Stadtplanung oder zu Kaiserkult und Bildhauerei. Ob eine bestimmte Person verfügbar ist und ob an einer Stätte ein Gespräch mit dem Grabungsteam möglich ist, hängt vom Termin und der Grabungssaison ab.
Varianten: 10, 14 oder 18 Tage
Die 14 Tage sind unsere Empfehlung, weil sie die Ägäis, das karische und phrygische Hinterland und Pisidien verbinden. Für kürzere Urlaube gibt es eine Fassung ab İzmir, für längere zwei Erweiterungen.
|
10 Tage Ägäis kompakt |
14 Tage (diese Reise) |
18 Tage mit Hattuscha und Kappadokien |
18 Tage mit Göbekli Tepe und Nemrut |
| An- / Abreise |
İzmir / İzmir oder Denizli |
Istanbul / Antalya |
Istanbul / Kayseri oder Ankara |
Istanbul / Şanlıurfa oder Adıyaman |
| Troja, Assos |
nein |
ja |
ja |
ja |
| Pergamon, Sardes, Ephesus, Milet |
ja |
ja |
ja |
ja |
| Aphrodisias, Hierapolis, Laodizea |
ja |
ja |
ja |
ja |
| Sagalassos, Termessos, Perge, Aspendos |
nein |
ja |
ja |
ja |
| Zusatz |
– |
– |
Antalya – Konya (365 km), Çatalhöyük, Kappadokien, Hattuscha |
Inlandsflug in den Südosten, Göbekli Tepe, Nemrut Dağı |
| Geeignet für |
Kurse mit wenig Urlaubstagen |
Studiengruppen, Einzelreisende |
Bronzezeit- und Hethiter-Interessierte |
Interesse an Vorgeschichte und Kommagene |
In der Variante mit Zentralanatolien fahren Sie von Antalya über den Taurus nach Konya, besuchen das neolithische Çatalhöyük rund 45 Kilometer südöstlich und erreichen nach rund 220 Kilometern Kappadokien. Von dort geht es zur Hethiterhauptstadt Hattuscha mit Löwentor und Felsheiligtum Yazılıkaya. In der Variante Südost fliegen Sie von Antalya nach Şanlıurfa und sehen die Pfeileranlagen von Göbekli Tepe und die Kolossalstatuen auf dem Nemrut Dağı.
Beste Reisezeit: März bis Mai, Oktober bis November
Die beste Reisezeit für diese Studienreise liegt von März bis Mai und im Oktober und November. Im Juli liegt das Mittel der Tageshöchstwerte in İzmir bei 33 °C, in Antalya sogar bei gut 34 °C, und in Ephesus, Milet oder Perge gibt es kaum Schatten.
| Monat |
İzmir Ø max. / min. |
Regentage İzmir |
Antalya Ø max. |
Regentage Antalya |
| März |
16,4 / 7,7 °C |
9,2 |
18,0 °C |
9 |
| April |
21,0 / 11,2 °C |
7,8 |
21,4 °C |
6 |
| Mai |
26,2 / 15,5 °C |
5,3 |
25,7 °C |
5 |
| Juli |
33,3 / 22,6 °C |
0,5 |
34,2 °C |
1 |
| Oktober |
24,1 / 14,7 °C |
5,3 |
26,6 °C |
5 |
| November |
18,7 / 10,8 °C |
8,8 |
21,4 °C |
7 |
Quellen: Türkischer Wetterdienst MGM, langjährige Mittel: İzmir 1938–2025, Antalya 1930–2025 (Klimatabelle); Regentage Antalya gerundet.
Der März ist ruhig, aber wechselhaft; in Sagalassos auf 1.500 Metern kann es dann deutlich kälter sein als an der Küste. Im April und Mai ist die Landschaft grün. Im Oktober ist das Licht klar und die Küste noch warm, im November werden die Tage kurz und die Stätten schließen im Winterhalbjahr früher, in Laodizea etwa um 17 Uhr. Für Schulen und Lehrkräfte passen Oster- und Herbstferien. Mehr Klimadaten finden Sie im Ratgeber zur besten Reisezeit für die Türkei.
Museumspass: Welche Variante passt?
Für die 14-tägige Route ist die Museum Pass Türkiye die einfachste Lösung. Sie gilt 15 Tage und umfasst über 300 Museen und Stätten des Kulturministeriums. Wer sie am zweiten Tag in den Archäologischen Museen zum ersten Mal nutzt, kommt damit bis zum Rückflug aus.
| Pass |
Gültigkeit |
Deckt auf dieser Route ab |
| Museum Pass Türkiye |
15 Tage |
staatliche Stätten landesweit |
| Museum Pass Istanbul |
5 Tage |
Archäologische Museen, Topkapı u. a. |
| Museum Pass The Aegean |
7 Tage |
Stätten in İzmir, Aydın, Denizli, Muğla, u. a. Ephesus, Priene, Milet, Didyma, Aphrodisias, Sardes |
| Museum Pass The Mediterranean |
7 Tage |
Stätten in Antalya, Adana, Mersin, Denizli, u. a. Aspendos, Termessos |
Prüfen Sie vor der Reise auf muze.gov.tr, ob Troja und die Hanghäuser in Ephesus im gewählten Pass enthalten sind. Das antike Becken in Hierapolis ist laut Turkey Travel Planner nicht im Mittelmeer-Pass eingeschlossen. Die Preise veröffentlicht das Ministerium auf seiner Seite. Bei unserer Reise sind die Eintritte laut Programm ohnehin eingeschlossen.
Studienreise für Gruppen: Studienkreise, VHS und Schulen
Für Studienkreise, Volkshochschulen, altphilologische Vereine, Museumsfreundeskreise und Lehrergruppen organisieren wir die Reise zu Ihrem Wunschtermin. Dazu gehören:
- eigener Reisebus oder Kleinbus mit Fahrer für die ganze Strecke
- deutschsprachige Reiseleitung mit archäologischem Schwerpunkt, auf Wunsch zusätzlich Fachführungen durch Archäologen oder Althistoriker
- Zeit für Referate der Teilnehmenden an den Stätten, mit Plänen und Leseheft
- Seminarraum im Hotel für Abendvorträge, wo verfügbar
- Rücksicht auf Mobilität: Seilbahn in Pergamon, Alternativen zum Aufstieg in Termessos, Pausen
- flexible Termine, etwa in den Oster- und Herbstferien oder außerhalb der Ferienzeiten
Wie eine individuell geplante Reise abläuft, erklärt die Seite Privatreisen in der Türkei.
Lesetipps und Vorbereitung
Zur Vorbereitung eignen sich die antiken Autoren in zweisprachigen Ausgaben: Homers Ilias für Troja, Herodot für Kroisos und Sardes, Strabon für die Städte Westkleinasiens, Vitruv für Didyma und die Apostelgeschichte für Ephesus und Perge. Für den aktuellen Forschungsstand sind die Webseiten und Jahresberichte der Grabungsteams in Troja, Pergamon, Ephesus, Aphrodisias, Hierapolis und Sagalassos hilfreich. Auf Wunsch stellen wir Ihnen ein Leseheft mit Quellentexten und Stadtplänen für Ihre Gruppe zusammen.
Praktisches: Anreise, Kleidung und Hotels
Anreise: Sie fliegen nach Istanbul und ab Antalya zurück, also als Gabelflug. Die Verbindungen buchen wir auf Wunsch mit.
Kleidung und Ausrüstung: Feste, rutschfeste Schuhe sind wichtiger als alles andere, denn das antike Pflaster ist glatt und die Wege in Termessos und Sagalassos sind steil. Dazu Sonnenhut, Wasserflasche, eine Jacke für die Berge und für Moscheen Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt.
Hotels: Sie übernachten an acht Orten: drei Nächte in Selçuk, je zwei in Istanbul, Pamukkale und Antalya, sonst je eine. In Assos und Bergama sind die Hotels kleiner und einfacher als in den Städten.
Wenn Sie die Studienreise für Ihre Gruppe oder für sich planen möchten, schicken Sie uns eine unverbindliche Anfrage für die archäologische Studienreise. Nennen Sie uns Gruppengröße, Wunschmonat und fachlichen Schwerpunkt, dann erhalten Sie einen Vorschlag mit Etappen, Hotels und Reiseleitung.