Für wen ist diese Hethiter-Reise gedacht?
Diese Hethiter-Reise richtet sich an Menschen, die Anatolien vor den Griechen und Römern kennenlernen möchten: die ersten Siedlungen der Jungsteinzeit, die Handelskolonien der Assyrer, das Großreich der Hethiter und das Königreich der Phryger. Im Mittelpunkt steht Hattuscha, die Hauptstadt der Hethiter, mit dem Felsheiligtum Yazılıkaya und der Stätte Alacahöyük. Wie sich diese Orte in die Gesamtgeschichte des Landes einfügen, zeigt unser Überblick über die antiken Stätten der Türkei.
Wir planen die Reise vor allem für vier Gruppen:
- Studienkreise, Volkshochschulen und Vereine: feste Themen je Tag, Einführungen am Abend, auf Wunsch eine Fachbegleitung mit altorientalistischem Hintergrund.
- Lehrkräfte für Geschichte, Latein oder Religion: Keilschrift, Staatsverträge und die Frage, wie aus Tontafeln Geschichte wird.
- Paare und Einzelreisende mit Vorwissen: als Privatreise mit eigenem Fahrer und Reiseleitung, ohne festes Gruppenprogramm.
- Reisende, die Kappadokien schon kennen: Die Route führt dorthin, aber Kappadokien ist hier eine Etappe, kein Schwerpunkt.
Ehrlich gesagt: Wer Marmorsäulen und Theater erwartet, wird an den hethitischen Stätten zunächst überrascht sein. Sie sehen Grundmauern aus Bruchstein, Torreliefs, Erdwälle und Felsbilder, dazu Lehmziegelmauern in Çatalhöyük. Ihren Reiz entfalten diese Orte mit guter Erklärung und nach dem Besuch im Museum in Ankara, deshalb steht es am Anfang.
Was unterscheidet diese Reise von der Archäologie-Studienreise?
Unsere archäologische Studienreise durch die Türkei führt in 14 Tagen von Istanbul über Troja, Pergamon und Ephesus bis Antalya und behandelt vor allem die griechisch-römische Antike Westkleinasiens. Diese Reise ergänzt sie zeitlich und räumlich: Sie bleibt in Zentralanatolien und umfasst die Zeit von etwa 7400 v. Chr. in Çatalhöyük bis zu den Phrygern im 6. Jahrhundert v. Chr.
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Hethiter und Anatolische Zivilisationen |
Archäologie-Studienreise |
| Dauer |
8 Tage (6–10) |
14 Tage (10–18) |
| Region |
Zentralanatolien |
Ägäis, Pisidien, Pamphylien |
| Epochen |
Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit |
Bronzezeit bis Spätantike, Schwerpunkt griechisch-römisch |
| Start / Ende |
Ankara / Ankara oder Konya |
Istanbul / Antalya |
| Leitmotiv |
Schrift, Reiche, frühe Städte |
Stadtplanung, Heiligtümer, Bauforschung |
Wer beide Reisen verbinden möchte, wählt die 18-tägige Variante der Studienreise mit Zentralanatolien oder hängt diese Reise an.
Die Route: Etappen, Entfernungen und Fahrzeiten
Die Reise beginnt und endet in Ankara und beschreibt eine Schleife von rund 1.450 Kilometern. Sie fahren zuerst nach Westen nach Gordion, dann nach Osten ins Kernland der Hethiter, nach Süden über Kayseri nach Kappadokien und zum Schluss nach Konya.
| Etappe |
Entfernung (ca.) |
Fahrzeit (ca.) |
| Flughafen Esenboğa – Ankara Zentrum |
28 km |
40 Min. |
| Ankara – Gordion (Yassıhöyük) |
90 km |
1,5 Std. |
| Ankara – Boğazkale (Hattuscha) |
200 km |
3,5 Std. |
| Boğazkale – Alacahöyük |
36 km |
40 Min. |
| Boğazkale – Kayseri |
230 km |
4 Std. |
| Kayseri – Kültepe |
20 km |
25 Min. |
| Kayseri – Kappadokien (Ürgüp) |
70 km |
1 Std. |
| Ürgüp – Konya |
235 km |
3 Std. |
| Konya – Çatalhöyük |
45–50 km |
45 Min. |
| Konya – Ankara |
260 km |
3 Std. (YHT 1,5–2 Std.) |
Die Zeiten gelten ohne Pausen. Der anstrengendste Tag ist Tag 5 mit rund 340 Kilometern von Boğazkale über Kültepe nach Kappadokien. Wer das vermeiden möchte, übernachtet in Kayseri und fährt erst am nächsten Morgen weiter; dann verkürzt sich der Aufenthalt in Kappadokien. Die Straßen sind durchgehend gut ausgebaut, auf dem Hochland zwischen Yozgat und Kayseri sind die Orte aber weit verstreut, Pausen planen wir deshalb fest ein.
Die Stationen im Einzelnen
Ankara: Museum der Anatolischen Zivilisationen und Anıtkabir
Das Museum der Anatolischen Zivilisationen ist der Schlüssel zur ganzen Reise. Es liegt am Hang des Burgbergs in zwei osmanischen Bauten und ist laut Kulturministerium chronologisch aufgebaut: Altsteinzeit, Kupfersteinzeit, frühe Bronzezeit, assyrische Handelskolonien, Altes Hethitisches Reich, Großreich, Phryger, späthethitische Fürstentümer und Urartu. Sie sehen dort das Originalrelief vom Königstor in Hattuscha, die Goldfunde aus den Fürstengräbern von Alacahöyük, Holzmöbel aus der Grabkammer von Gordion und Nachbildungen der T-Pfeiler von Göbekli Tepe. 1997 wurde es zum Europäischen Museum des Jahres gewählt.
Im Winterhalbjahr ist das Museum laut Kulturministerium bis 17:30 Uhr geöffnet, im Sommer bis in den Abend; die Kasse schließt 45 Minuten vorher. Der Anıtkabir, das Mausoleum Atatürks, ist kostenlos und täglich ab 9 Uhr geöffnet. Er gehört auf diese Reise, weil er zeigt, wie stark die junge Republik die Hethiter als Teil ihrer Geschichte verstand: Die Idee eines Hethiter-Museums ging auf Atatürk zurück. Mehr zu Zitadelle, Augustustempel und Unterkünften steht auf unserer Seite über Ankara. Wer weitere Häuser einplanen möchte, findet sie im Ratgeber Museen in der Türkei.
Gordion: die Hauptstadt der Phryger
Gordion liegt beim Dorf Yassıhöyük im Bezirk Polatlı, laut UNESCO rund 90 Kilometer südwestlich von Ankara, und ist seit 2023 Welterbe. Die Phryger machten den Ort in der Eisenzeit zu ihrem politischen Zentrum; die frühphrygische Zeit wird etwa auf 900 bis 800 v. Chr. datiert, die mittelphrygische auf 800 bis 540 v. Chr. Nach antiker Überlieferung durchschlug oder löste Alexander der Große hier 333 v. Chr. den Gordischen Knoten.
Hauptziel ist der Midas-Tumulus (Tumulus MM), rund 53 Meter hoch. Seine Grabkammer aus Holz entstand um 740 v. Chr. und gilt laut UNESCO als ältestes erhaltenes stehendes Holzgebäude der Welt. Ein Tunnel führt hinein. Das Team des Penn Museum unter Rodney S. Young entdeckte die Kammer 1957; darin lagen über 100 Bronzegefäße, über 180 Gewandnadeln und Möbel aus Holz. Der Name ist irreführend: Heute wird das Grab meist Gordias zugeschrieben, dem Vater des Midas. Rückstandsanalysen ergaben übrigens, was beim Leichenmahl gereicht wurde: ein würziger Eintopf mit Fleisch und Linsen und ein Mischgetränk aus Wein, Bier und Honig.
Auf dem Siedlungshügel steht das Osttor der Zitadelle aus der Zeit um 850 v. Chr., dessen Mauerwerk noch etwa zehn Meter hoch erhalten ist. In der Umgebung liegen über hundert Grabhügel. Das kleine Gordion-Museum von 1963 zeigt Keramik, Siegel und Funde aus einer Brandschicht; im Garten wurde ein Steingrab wieder aufgebaut. Für Winterzeiten und Ruhetage prüfen wir die Angaben vorab, weil die offizielle Seite hier lückenhaft ist.
Hattuscha, Yazılıkaya und Alacahöyük
Hattuscha war von etwa 1650 bis um 1180 v. Chr. die Hauptstadt der Hethiter und ist seit 1986 UNESCO-Welterbe. Sie liegt am Rand von Boğazkale, rund 200 Kilometer östlich von Ankara. Das hier gefundene Keilschriftarchiv mit fast 25.000 Tontafeln steht seit 2001 im Weltdokumentenerbe-Register; aus ihm stammt auch die hethitische Fassung des Friedensvertrags zwischen Hattušili III. und Ramses II. von etwa 1259 v. Chr.
Sie sehen den Großen Tempel aus dem 13. Jahrhundert v. Chr., einen vom Deutschen Archäologischen Institut rekonstruierten Mauerabschnitt, Löwentor, Königstor und Sphinxtor, den 71 Meter langen Tunnel unter dem Erdwall Yerkapı und die Königsburg Büyükkale. Das Gelände steigt von Nord nach Süd um rund 280 Meter an; die Stationen verbindet eine Rundstraße, die wir mit dem Fahrzeug abfahren.
Yazılıkaya liegt laut UNESCO rund zwei Kilometer nordöstlich der Stadt. In zwei Felskammern schreiten Götterprozessionen aufeinander zu; in Kammer B umarmt der Gott Šarruma den Großkönig Tudḫaliya IV. Alacahöyük, 36 Kilometer nördlich, zeigt ein hethitisches Sphinxtor mit Reliefs und die Fürstengräber aus der Zeit um 2500 v. Chr., Jahrhunderte vor den Hethitern. Alle Details zu Toren, Grabungsgeschichte und Zeitbedarf stehen auf unserer Seite über Hattuscha.
Şapinuva: nur nach Absprache
Şapinuva beim Ort Ortaköy, rund 70 Kilometer östlich von Hattuscha, war zeitweise Residenz hethitischer Könige. Seit 1990 gräbt hier die Universität Ankara unter Aygül und Mustafa Süel; in Gebäude A kamen rund 5.000 Tafeln und Fragmente zutage, die meisten auf Hethitisch, einige auf Hurritisch. Sie stammen aus der Zeit Tudḫaliyas II. im 14. Jahrhundert v. Chr. Der Ort ist touristisch kaum erschlossen. Für Fachgruppen fragen wir an, ob ein Besuch möglich ist, und tauschen dafür Alacahöyük oder planen einen zusätzlichen Tag mit Übernachtung in Çorum.
Kültepe-Kaneš: die assyrische Handelskolonie
Kültepe liegt rund 20 Kilometer nordöstlich von Kayseri an der Straße nach Sivas und ist seit 2014 auf der UNESCO-Vorschlagsliste. Der Ort hieß in assyrischen Quellen Kaneš, in hethitischen Neša. Im Händlerviertel am Fuß des Hügels, dem kārum, lebten im frühen 2. Jahrtausend v. Chr. assyrische Kaufleute aus Assur neben einheimischen Händlern. Sie handelten mit Zinn und Textilien gegen Silber und Gold; Kaneš war das Verwaltungszentrum des ganzen assyrischen Handelsnetzes in Anatolien.
Seit 1948 wird hier systematisch gegraben, zuerst unter Tahsin Özgüç, seit 2005 unter Fikri Kulakoğlu. Gefunden wurden laut UNESCO rund 23.500 Tontafeln und Umschläge aus privaten Archiven der Händler, die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Geschichte Anatoliens. Bekannt wurden solche Tafeln schon ab 1871 als „kappadokische Tafeln“. Für die Hethiter ist der Ort zentral, weil König Anitta Neša zu seiner Hauptstadt machte und die Hethiter ihre Sprache später nešili nannten, „die Sprache von Neša“.
Vor Ort sehen Sie den rund 21 Meter hohen Hauptsiedlungshügel mit Palastresten und im Händlerviertel gepflasterte Gassen und Grundmauern von Lehmziegelhäusern. Laut Kulturministerium ist die Stätte derzeit ohne Eintritt zugänglich, von 8:30 bis 17:30 Uhr. Die Tafeln selbst sehen Sie im ersten Saal des Archäologiemuseums Kayseri, das seit Oktober 2019 in einem Neubau in der Burg der Stadt untergebracht ist.
Kappadokien
Kappadokien ist auf dieser Reise eine Ruhe-Etappe mit einem anderen Kapitel der Geschichte. Sie besuchen das Freilichtmuseum Göreme mit Felsenkirchen aus byzantinischer Zeit und eine unterirdische Stadt wie Derinkuyu. Der Name Kappadokien ist für Altorientalisten übrigens kein Zufall: Kültepe liegt in derselben historischen Landschaft. Alles zu Tälern, Höhlenhotels und Ballonfahrten finden Sie auf unserer Seite über Kappadokien.
Konya und Çatalhöyük
Auf dem Weg nach Konya halten Sie an der Karawanserei Sultanhanı aus dem 13. Jahrhundert; mehr zu diesen Bauten steht im Ratgeber Karawansereien an der Seidenstraße. In Konya besuchen Sie das Mevlana-Museum und die Karatay-Medrese.
Çatalhöyük ist seit 2012 UNESCO-Welterbe und liegt etwa 45 bis 50 Kilometer südöstlich von Konya. Der Osthügel umfasst laut UNESCO 18 Siedlungsschichten aus der Zeit von 7400 bis 6200 v. Chr., der Westhügel reicht bis 5200 v. Chr. Die Häuser standen Wand an Wand ohne Gassen und wurden über das Dach betreten; berühmt sind Wandmalereien, Reliefs und Figuren. Heute sehen Sie zwei Siedlungshügel, die bis zu 20 Meter aus der Ebene ragen, und Schutzbauten über den Grabungsflächen. Ehrlich gesagt wirkt das für Laien zunächst unspektakulär. Mit der Vorbereitung im Museum in Ankara, wo Wandmalereien und Figuren aus Çatalhöyük ausgestellt sind, wird der Besuch zum Abschluss der Reise. Mehr zur Stadt steht auf unserer Seite über Konya.
Varianten: 6, 8 oder 10 Tage und Göbekli Tepe
Die acht Tage sind unsere Empfehlung, weil sie alle Epochen von der Jungsteinzeit bis zu den Phrygern abdecken, und nur ein Fahrtag mehr als vier Stunden reine Fahrzeit erfordert. Für knappe Urlaubstage gibt es eine kompakte Fassung, für Fachgruppen eine erweiterte.
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6 Tage / 5 Nächte |
8 Tage / 7 Nächte |
10 Tage / 9 Nächte |
Verlängerung Göbekli Tepe |
| Ankara mit Museum und Anıtkabir |
ja |
ja |
ja |
– |
| Gordion |
nein |
ja |
ja |
– |
| Hattuscha, Yazılıkaya, Alacahöyük |
ja |
ja |
ja |
– |
| Şapinuva |
nein |
nach Absprache |
nach Absprache, eigener Halbtag |
– |
| Amasya, Pontische Königsgräber |
nein |
nein |
ja |
– |
| Kültepe und Kappadokien |
ja |
ja |
ja |
– |
| Konya, Çatalhöyük |
nein |
ja |
ja |
– |
| Ende |
Kayseri (Flughafen ASR) |
Ankara oder Konya |
Ankara oder Konya |
Şanlıurfa |
| Zusätzliche Tage |
– |
– |
– |
2–3 Tage mit Inlandsflug |
Amasya liegt rund 175 Kilometer oder knapp drei Stunden nordöstlich von Boğazkale. Die Stadt war ab 301 v. Chr. Hauptstadt des Königreichs Pontos. In den Kalkfelsen des Harşena-Bergs über der Stadt sind fünf Königsgräber von acht bis 15 Metern Höhe gemeißelt, das größte gehört Pharnakes I. Gräber und Burg stehen seit 2015 auf der UNESCO-Vorschlagsliste. Mit Amasya kommt eine hellenistische Epoche dazu, die zeitlich lange nach den Phrygern liegt.
Göbekli Tepe erreichen Sie mit einem Inlandsflug nach Şanlıurfa, je nach Abflugort und Saison direkt oder mit Umstieg in Istanbul. Die Anlage mit T-förmigen Steinpfeilern entstand laut UNESCO zwischen 9600 und 8200 v. Chr. und ist seit 2018 Welterbe. Damit schließt die Verlängerung den Bogen vom ältesten Monumentalbau bis zur ersten Stadt Çatalhöyük. Details stehen auf unserer Seite über Şanlıurfa und Göbekli Tepe.
Beste Reisezeit: Wann ist das Hochland angenehm?
Die beste Reisezeit für diese Reise sind Mai, Juni, September und Oktober. Die Route verläuft vollständig auf dem anatolischen Hochland; schon Çorum liegt auf rund 800 Metern, Boğazkale und Kayseri liegen höher. Dort sind die Sommer heiß und trocken, die Winter kalt mit Frost und Schnee.
| Monat |
Ankara Tag / Nacht |
Regentage Ankara |
Çorum Tag / Nacht |
Für die Reise |
| Januar |
4,4 / −3,1 °C |
12 |
4,6 / −4,1 °C |
nur Museen, Schnee häufig |
| April |
17,4 / 5,5 °C |
11 |
17,9 / 3,4 °C |
gut, Nächte kalt |
| Mai |
22,4 / 9,7 °C |
12 |
22,9 / 7,4 °C |
sehr gut, Schauer möglich |
| Juni |
26,7 / 13,0 °C |
9 |
– |
sehr gut |
| Juli/August |
30,4–30,6 / 16 °C |
3–4 |
30,2 / 12,8 °C (Juli) |
heiß, Mittagspause |
| September |
26,1 / 11,9 °C |
4 |
– |
sehr gut |
| Oktober |
20,0 / 7,2 °C |
7 |
20,7 / 5,7 °C |
gut, Abende kühl |
Quellen: MGM, Station Ankara, 1927–2025; Çorum: Klimatabelle 1991–2020 nach MGM, über Wikipedia.
Im Winter ist die Reise möglich, aber nicht unsere Empfehlung. In Çorum schneit es im Januar im Mittel an rund zehn Tagen, Boğazkale liegt noch höher, und die Wege in Hattuscha können vereist sein. Die Stätten schließen von Oktober bis März meist um 17 bis 17:30 Uhr, die Tage sind kurz. Wer trotzdem im Winter reisen möchte, findet Hinweise im Ratgeber Türkei im Winter. Im Juli und August liegen die Tageswerte um 30 °C, die Nächte sind aber deutlich kühler als an der Küste.
Reise für Studienkreise und Gruppen
Für Studienkreise, Volkshochschulen, Vereine und Schulen organisieren wir die Reise zu Ihrem Termin und mit Ihrem Schwerpunkt. Dazu gehören:
- eigener Reisebus oder Kleinbus mit Fahrer für die ganze Strecke
- deutschsprachige, staatlich lizenzierte Reiseleitung mit archäologischem Fachwissen, auf Wunsch zusätzlich eine Fachbegleitung für Altorientalistik
- Themenschwerpunkte, etwa Keilschrift und Archive, hethitische Religion mit Yazılıkaya, Forschungsgeschichte des DAI oder der Übergang von Hethitern zu Phrygern
- Anfragen für Şapinuva und, wenn möglich, Gespräche mit Grabungsteams
- Vorträge am Abend und ein Reader mit Zeittafel, Karten und Textauszügen
- flexible Termine, etwa in den Pfingstferien oder im Herbst
Wie eine individuell geplante Reise abläuft, erklärt die Seite Privatreisen in der Türkei.
Was kann inklusive sein?
Den Leistungsumfang stellen wir mit Ihnen zusammen. Üblich sind Übernachtungen mit Frühstück oder Halbpension, alle Fahrten im eigenen Fahrzeug, die Reiseleitung an allen Tagen, Eintrittsgelder laut Programm und die Transfers in Ankara. Optional kommen Schnellzugtickets ab Istanbul, eine Ballonfahrt in Kappadokien, die Sema-Zeremonie in Konya oder Inlandsflüge für die Verlängerung nach Göbekli Tepe hinzu. In Boğazkale sind die Hotels einfach; wer mehr Komfort möchte, übernachtet in Çorum und nimmt längere Fahrten in Kauf. Den Preis bestimmen Saison, Gruppengröße und Hotelkategorie.
Praktisches: Anreise, Kleidung, Einreise
Anreise: Sie fliegen nach Ankara Esenboğa, meist mit Umstieg in Istanbul, oder reisen per Schnellzug aus Istanbul an. Für die Rückreise ab Konya gibt es Schnellzüge nach Ankara, dort mit Anschluss nach Istanbul.
Kleidung: Feste Schuhe mit gutem Profil, Sonnenhut und Wasser für Hattuscha und Kültepe, wo es kaum Schatten gibt. Im Frühjahr und Herbst eine warme Jacke für die Abende. Für das Mevlana-Museum, Moscheen und den Anıtkabir Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt.
Einreise: Deutsche und Schweizer reisen mit Personalausweis oder Reisepass ein, Österreicher mit Reisepass.
Wenn Sie die Reise privat oder für Ihre Gruppe planen möchten, schicken Sie uns eine unverbindliche Anfrage für die Hethiter-Reise. Nennen Sie uns Gruppengröße, Wunschmonat und Schwerpunkt, dann erhalten Sie einen Vorschlag mit Etappen und Hotels.