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Mardin: Altstadt, Klöster des Tur Abdin, Midyat und Dara

Südostanatolien, Türkei

Route: Mardin Mardin
Illustration Mardin Sehenswürdigkeiten: honigfarbene Steinhäuser am Hang mit Minarett über der mesopotamischen Ebene

Kurz & bündig

Mardin ist eine Stadt in Südostanatolien, deren honigfarbene Altstadt terrassenförmig an einem Berghang über der mesopotamischen Ebene liegt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Medresen Zinciriye und Kasımiye, die Ulu Cami, das syrisch-orthodoxe Kloster Deyrulzafaran sowie Ausflüge nach Midyat, zum Kloster Mor Gabriel im Tur Abdin und zur byzantinischen Grenzfestung Dara. Planen Sie zwei bis drei Tage ein und reisen Sie im Frühjahr oder Herbst. Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht zwingend erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Syrien ab und nennt dabei ausdrücklich die Provinz Mardin.

Zuletzt aktualisiert:

Region
Südostanatolien, Provinz Mardin, rund 20 km nördlich der syrischen Grenze
Aufenthalt
2–3 Tage mit Midyat, Mor Gabriel und Dara
Beste Reisezeit
April bis Juni, Mitte September bis Anfang November
Anreise
Flughafen Mardin (MQM), ca. 20 km vom Zentrum; Inlandsflüge ab Istanbul ca. 2 Std.
Ideal für
Architektur, Religionsgeschichte, Kulinarik, zweite oder dritte Türkeireise
Sicherheit
Provinz Mardin vom Auswärtigen Amt genannt (Stand 15.10.2026), vor Reise prüfen

Was macht Mardin so besonders?

Mardin ist eine Stadt in Südostanatolien, deren Altstadt sich auf einem Kalksteinrücken terrassenförmig den Hang hinabzieht. Von fast jeder Dachterrasse blicken Sie nach Süden über die flache, im Frühjahr grüne und im Sommer goldbraune mesopotamische Ebene, die sich bis nach Syrien erstreckt.

Die Häuser, Moscheen, Kirchen und Medresen sind aus dem hellen, honigfarbenen Kalkstein der Umgebung gebaut. Viele Fassaden tragen fein gemeißelte Ornamente, Erker und Spitzbögen. Weil die Stadt am Hang liegt, sind die Dächer der unteren Häuser oft die Terrassen der oberen. Das ergibt ein dichtes, sehr geschlossenes Stadtbild, das in der Türkei kaum Vergleiche hat.

Prägend ist auch die religiöse und sprachliche Vielfalt. In Mardin lebten über Jahrhunderte Muslime, syrisch-orthodoxe, armenische und chaldäische Christen sowie Jesiden nebeneinander. Heute sind die christlichen Gemeinden klein, aber ihre Kirchen und Klöster werden weiter genutzt. Die Kulturlandschaft von Mardin steht auf der Vorschlagsliste der Türkei für das UNESCO-Welterbe, ist aber noch nicht eingeschrieben.

Ist eine Reise nach Mardin derzeit sicher?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort, und wir geben keine Sicherheitsgarantie. Maßgeblich sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts, für Reisende aus Österreich die des BMEIA und aus der Schweiz die des EDA.

Das Auswärtige Amt rät in seinen Hinweisen (Stand: 15. Oktober 2026), alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak zu vermeiden. Für die Grenze zu Syrien nennt es ausdrücklich die Provinzen Şanlıurfa und Mardin. Zudem weist es auf Minengefahr im Grenzgebiet zu Syrien hin. Eine Reisewarnung für die Türkei insgesamt besteht nicht. Die Stadt Mardin liegt rund 20 Kilometer von der Grenze entfernt, Dara und Nusaybin noch näher daran.

Was das für Ihre Reise bedeutet, besprechen wir vor jeder Buchung offen mit Ihnen. Lesen Sie die aktuelle Fassung vor der Buchung und kurz vor Abreise, klären Sie mit Ihrer Reiseversicherung, ob in genannten Gebieten Einschränkungen gelten, und rechnen Sie damit, dass wir Programmpunkte nahe der Grenze je nach Lage streichen oder eine Alternativroute vorschlagen. Hintergründe zur Lage im ganzen Land fasst unser Ratgeber Ist die Türkei sicher? zusammen.

Mardin Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Mardin liegen entlang der Hauptstraße, der Cumhuriyet Caddesi, und in den Gassen darüber und darunter. Für einen ersten Rundgang zu Fuß brauchen Sie einen halben Tag, für Museen, Medresen und Dachterrassen einen ganzen.

Zinciriye Medresesi (Sultan-İsa-Medrese)

Die Medrese wurde 1385 unter den Artukiden gestiftet und ist das bekannteste Bauwerk der Stadt. Sie liegt oberhalb der Hauptstraße und ist über Treppen erreichbar. Zu sehen sind ein prachtvolles Portal mit Steinmetzarbeiten, eine kleine Moschee mit Kuppel, ein Mausoleum und zwei Innenhöfe. Vom Dach haben Sie einen der schönsten Blicke über Altstadt und Ebene.

Kasımiye Medresesi

Die Kasımiye liegt etwas außerhalb, etwa 20 Gehminuten westlich der Altstadt, und wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt. Viele Räume sind geschlossen, aber der große Innenhof mit Wasserbecken, die Steinmetzarbeiten und das Dach lohnen den Weg. Am späten Nachmittag ist es hier meist ruhig.

Ulu Cami und Basar

Die Große Moschee geht auf die Artukidenzeit zurück, ihr kanneliertes Minarett ist von vielen Punkten der Stadt aus zu sehen. Sie ist eine aktive Moschee, außerhalb der Gebetszeiten aber für Besucher zugänglich. Unterhalb liegt der Basar mit Gewürz- und Nussständen, Seifensiedern und Gold- und Silberschmieden, darunter syrisch-orthodoxe Familienbetriebe.

Mardin-Museum und Kirchen

Das Mardin-Museum ist im ehemaligen Sitz des syrisch-katholischen Patriarchats untergebracht, einem Steinbau mit Arkaden. Es zeigt Funde aus der Region von der Frühgeschichte bis in osmanische Zeit. Die syrisch-orthodoxe Kirche der Vierzig Märtyrer (Kırklar Kilisesi) in der Altstadt ist für Besucher geöffnet, sonntags können Sie den Gottesdienst in aramäischer Sprache miterleben.

Die Burg auf dem Gipfel über der Altstadt war in den letzten Jahren für Besucher geschlossen. Ob sie inzwischen zugänglich ist, klären wir vor Ihrer Reise.

Dachterrassen, Gassen und Abendlicht

Fast ebenso wichtig wie die einzelnen Bauten ist das Schlendern selbst. Die überwölbten Gassen (Abbaras), die Treppen zwischen den Häusern und die Terrassencafés gehören zum Reiz der Stadt. Am schönsten ist die Altstadt am späten Nachmittag, wenn das tief stehende Licht den Stein warm färbt, und nach Sonnenuntergang, wenn die Ebene unter Ihnen im Dunst verschwindet.

Kloster Deyrulzafaran: das „Safrankloster” am Stadtrand

Deyrulzafaran (syrisch Mor Hananyo) liegt etwa sechs Kilometer östlich von Mardin am Hang und ist in rund 15 Minuten mit dem Auto erreichbar. Das syrisch-orthodoxe Kloster wurde Ende des 5. Jahrhunderts an der Stelle eines älteren Heiligtums errichtet und war bis 1932 Sitz des syrisch-orthodoxen Patriarchen. Danach zog der Patriarch nach Syrien.

Der Name „Safrankloster” bezieht sich auf die gelbliche Farbe des Steins. Besichtigt wird es in der Regel in kleinen Gruppen mit einer Führung durch Klosterangehörige. Sie sehen einen unterirdischen Raum aus vorchristlicher Zeit, die Kirche mit Patriarchengräbern, alte Handschriften und die Sänften, in denen Patriarchen getragen wurden. Nicht alle Räume sind offen, rechnen Sie mit etwa einer Stunde.

Das Kloster ist ein lebendiger Ort mit Mönchen und Schülern, kein Museum. Mittags kann es geschlossen sein, und an hohen kirchlichen Feiertagen ändern sich die Zeiten. Wir planen den Besuch deshalb am Vormittag oder am frühen Nachmittag.

Tur Abdin: Klöster und Dörfer der syrisch-orthodoxen Christen

Tur Abdin („Berg der Knechte Gottes”) heißt das hügelige Kalksteinplateau östlich von Mardin um Midyat. Es ist eines der ältesten Siedlungsgebiete syrisch-orthodoxer Christen. Hier stehen Dutzende Kirchen und Klöster aus spätantiker und frühmittelalterlicher Zeit, viele davon in kleinen Dörfern zwischen Pistazien- und Weingärten.

Seit dem 20. Jahrhundert sind viele Familien ausgewandert, zahlreiche nach Deutschland, Schweden und in die Schweiz. Ein Teil der Dörfer ist heute dünn besiedelt, einige Familien sind in den letzten Jahrzehnten zurückgekehrt und haben Häuser und Kirchen restauriert. Viele Gäste aus dem deutschsprachigen Raum treffen in Tur Abdin auf Menschen, die Deutsch sprechen und Verwandte in Gütersloh, Augsburg oder Wiesbaden haben.

Kloster Mor Gabriel

Mor Gabriel liegt etwa 23 Kilometer südöstlich von Midyat und wurde 397 gegründet. Es gilt als eines der ältesten noch bewohnten Klöster der Welt und ist Sitz des Metropoliten von Tur Abdin. Die Anlage mit Kirchen aus dem 6. Jahrhundert, Mosaiken und einer ummauerten Klosterfläche ist meist von morgens bis zum Nachmittag für Besucher geöffnet.

Kleiden Sie sich zurückhaltend mit bedeckten Schultern und Knien. Ein Kopftuch ist für Frauen nicht vorgeschrieben, wird in der Kirche aber gern gesehen. Fotografieren ist in den meisten Bereichen erlaubt, fragen Sie in der Kirche trotzdem nach.

Midyat: Steinhäuser, Kirchtürme und Silberschmiede

Midyat liegt rund 60 Kilometer östlich von Mardin, etwa eine gute Stunde Fahrt, und ist der Hauptort des Tur Abdin. Die Stadt besteht aus zwei Teilen: dem modernen Estel und der Altstadt, Eski Midyat. Für Besucher interessant ist vor allem die Altstadt.

Eski Midyat wirkt flacher und weitläufiger als Mardin, die Herrenhäuser aus hellem Kalkstein sind aber nicht weniger fein gearbeitet. Über den Dächern stehen die Glockentürme syrisch-orthodoxer Kirchen wie Mor Barsaumo, Mor Aksonoyo und Mor Sharbel neben Minaretten. Das restaurierte Gästehaus Midyat Konuk Evi ist eine beliebte Kulisse für türkische Fernsehserien und kann besichtigt werden.

Midyat ist bekannt für Telkari, filigranen Silberschmuck aus feinem Draht. In den Werkstätten der Altstadt können Sie oft zusehen, wie er hergestellt wird. Daneben verkaufen Familienbetriebe Wein, Liköre und getrocknete Früchte. Ein Tagesausflug von Mardin nach Midyat und Mor Gabriel ist der Klassiker. Wer eine Nacht in einem der Steinhäuser von Midyat verbringt, erlebt die Altstadt am Abend fast ohne Tagesbesucher.

Dara: die byzantinische Grenzfestung

Dara liegt rund 30 Kilometer südöstlich von Mardin beim Dorf Oğuz, an der Straße nach Nusaybin. Kaiser Anastasios I. ließ die Stadt Anfang des 6. Jahrhunderts als Festung an der Grenze zum persischen Sassanidenreich anlegen. Um sie wurde über Jahrzehnte gekämpft.

Das Ausgrabungsgelände ist weitläufig und nur zum Teil freigelegt. Am eindrucksvollsten sind die unterirdischen Zisternen, ein riesiger, gewölbter Raum, in dem Sie im Halbdunkel zwischen Pfeilern stehen, und die Felsnekropole mit in den Stein gehauenen Grabkammern am Rand eines Steinbruchs. Daneben sind Reste der Stadtmauer, einer Agora und von Wasserkanälen erhalten. Manche Häuser des heutigen Dorfes stehen direkt auf antiken Mauern.

Für Dara genügen ein bis zwei Stunden. Weil der Ort deutlich näher an der syrischen Grenze liegt als Mardin selbst, entscheiden wir über diesen Ausflug jeweils anhand der aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.

Was isst man in Mardin?

Die Küche von Mardin ist von arabischen, kurdischen, armenischen und syrisch-orthodoxen Traditionen geprägt und unterscheidet sich deutlich von dem, was Sie aus Istanbul oder von der Küste kennen. Viele Gerichte sind aufwendig und werden zu Festen gekocht, einige Restaurants der Altstadt bieten sie aber täglich an.

Gericht Was es ist
Kaburga dolması Lammrippen, gefüllt mit gewürztem Reis, lange geschmort
İkbebet Bulgurbällchen mit Hackfleischfüllung, gekocht oder frittiert
Sembusek dünnes Fladenbrot mit Hackfleisch und Gewürzen, ähnlich einer Teigtasche
Lebeniye Joghurtsuppe mit Kichererbsen und Fleisch
Cevizli sucuk „Walnusswurst”: Walnüsse, auf Fäden gezogen und mit Traubensirup überzogen
Süryani-Wein Wein syrisch-orthodoxer Familien aus Mardin und Midyat

Zum Frühstück gibt es oft Fladenbrot aus dem Steinofen, Ziegenkäse, Oliven und Pekmez. Kaffee wird gern als Mırra serviert, ein sehr starker, bitterer Kaffee, der in kleinen Tassen ohne Henkel gereicht wird. Mardiner Seife mit Bıttım (Terebinthe) ist ein beliebtes Mitbringsel.

Wann ist die beste Reisezeit für Mardin?

Die beste Reisezeit für Mardin sind April bis Juni und Mitte September bis Anfang November. Dann ist es tagsüber angenehm warm und abends mild genug für die Dachterrassen. Im April und Mai ist die Ebene grün, im Herbst ist das Licht weicher und die Luft klarer.

Im Juli und August ist es in Mardin sehr heiß, in der Ebene unterhalb der Stadt noch heißer. Besichtigungen sind dann nur früh morgens und am späten Nachmittag sinnvoll. Der Winter ist kühl, im Januar fällt das Thermometer nachts unter null, und gelegentlich schneit es. Die Stadt ist dann sehr ruhig, die Altstadt unter Schnee ist schön, aber die kurzen Tage begrenzen das Programm.

Zeitraum Klima Bewertung
März kühl, wechselhaft, Ebene wird grün gut für Ruhesuchende
April – Juni warm, trocken, lange Tage sehr gut
Juli – August sehr heiß nur mit frühem Start
Mitte September – Anfang November warm bis mild, klares Licht sehr gut
Dezember – Februar kühl, nachts Frost möglich ruhig, eingeschränktes Programm

Einen Monatsvergleich für alle Regionen der Türkei finden Sie im Ratgeber zur besten Reisezeit für die Türkei.

Anreise: Wie kommt man nach Mardin?

Der Flughafen Mardin (MQM) liegt rund 20 Kilometer südlich der Altstadt in der Ebene, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Inlandsflüge von Istanbul dauern rund zwei Stunden. Direktflüge aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es in der Regel nicht, Sie steigen in Istanbul oder Ankara um. Als Alternative bietet sich der Flughafen Diyarbakır an, von dem aus Sie Mardin in gut anderthalb Stunden erreichen.

Auf dem Landweg kommen die meisten Reisenden im Rahmen einer Rundreise. Typische Fahrzeiten mit dem Auto:

Von Fahrzeit (ca.)
Flughafen Mardin 30 Min.
Midyat 1–1,25 Std.
Diyarbakır 1,5–2 Std.
Şanlıurfa 3 Std.
Nemrut Dağı (Gipfel, über Kahta) 4–5 Std.

Wo übernachtet man in Mardin?

Für die meisten Gäste lohnt eine Unterkunft in der Altstadt. Mehrere restaurierte Steinhäuser und Herrenhäuser sind zu Boutiquehotels umgebaut worden, oft mit Terrassen über der Ebene. Rechnen Sie mit Treppen und unterschiedlich großen Zimmern, denn die Häuser wurden nicht als Hotels gebaut.

In der Neustadt (Yenişehir) und an den Ausfallstraßen gibt es größere, modernere Hotels mit Parkplatz und Aufzug. Das ist bequemer, aber Sie fahren für jeden Altstadtbesuch einige Minuten. Bei unseren Reisen wählen wir je nach Mobilität und Wunsch zwischen beiden Varianten.

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Mardin ist eine feste Station unserer Osttürkei-Rundreise, die von Gaziantep über Şanlıurfa und den Nemrut Dağı nach Mardin und weiter an den Vansee führt. Dort übernachten Sie zweimal in Mardin, mit einem Tag für Altstadt und Klöster.

Sehr gut kombinieren lässt sich Mardin mit Şanlıurfa und Göbekli Tepe, drei Fahrstunden westlich, und mit dem Sonnenaufgang auf dem Nemrut Dağı. Wer die Türkei noch nicht kennt, beginnt besser mit einer klassischen Route wie der Türkei Rundreise in 14 Tagen und hebt sich den Südosten für die nächste Reise auf.

Solange das Auswärtige Amt die Provinz Mardin in seinen Hinweisen nennt, besprechen wir mit Ihnen auch Varianten ohne Mardin. Wenn Sie eine Reise in den Südosten planen, schreiben Sie uns über das Anfrageformular, und unser Team in der Türkei schlägt Ihnen eine Route vor, die zu Ihren Interessen und zur aktuellen Lage passt.

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Häufige Fragen

Wie viele Tage sollte man für Mardin einplanen?

Für die Altstadt allein reicht ein voller Tag. Mit Deyrulzafaran, einem Ausflug nach Midyat und Mor Gabriel sowie einem Abstecher nach Dara sind zwei bis drei Nächte sinnvoll. Auf einer Rundreise durch den Südosten übernachten die meisten Gäste zweimal in Mardin.

Kann man in Mardin Alkohol trinken?

Ja, in vielen Restaurants und Hotels der Altstadt wird Alkohol ausgeschenkt, auch wenn die Region insgesamt konservativ ist. In Mardin und Midyat verkaufen syrisch-orthodoxe Familien eigenen Wein, der gern als Mitbringsel gekauft wird. Während des Ramadan sollten Sie in der Öffentlichkeit zurückhaltend sein.

Welche Kleidung ist in Mardin angemessen?

Lange Hosen oder Röcke und bedeckte Schultern sind in Mardin und Midyat angebracht, vor allem in Moscheen und Klöstern. Frauen brauchen in Klöstern kein Kopftuch, in Moscheen schon. Wegen der vielen Treppen und des glatten Kalksteins sind feste Schuhe mit Profil wichtiger als elegante Kleidung.

Ist Mardin für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?

Nur bedingt. Die Altstadt besteht aus steilen Gassen und Treppen, viele Sehenswürdigkeiten liegen auf unterschiedlichen Ebenen am Hang, und Autos kommen nur bis zur Hauptstraße. Ein Hotel direkt an der Hauptstraße und kurze Wege mit Fahrzeug machen den Besuch deutlich leichter.

Welche Sprachen werden in Mardin gesprochen?

Neben Türkisch hört man in Mardin Arabisch und Kurdisch, in den christlichen Gemeinden des Tur Abdin zudem Turoyo, eine neuaramäische Sprache. In den Klöstern wird die Liturgie auf Syrisch-Aramäisch gefeiert. In Hotels und touristischen Restaurants kommen Sie mit Englisch zurecht, ein deutschsprachiger Reiseleiter erleichtert vieles.

Lässt sich Mardin mit Göbekli Tepe verbinden?

Ja, Şanlıurfa liegt rund drei Fahrstunden westlich, Göbekli Tepe ist von dort in einer knappen halben Stunde erreichbar. Auf Rundreisen werden beide Ziele meist hintereinander besucht, oft ergänzt um den Nemrut Dağı. Beide Provinzen werden in den aktuellen Hinweisen des Auswärtigen Amts genannt.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Auswärtiges Amt / Deutsche Vertretungen in der Türkei: Reise- und Sicherheitshinweise (Stand 15.10.2026) (tuerkei.diplo.de)
  2. UNESCO World Heritage Centre, Tentative List: Mardin Cultural Landscape (whc.unesco.org)
  3. Turkey Travel Planner: Mardin (Höhenlage, Midyat, Deyrulzafaran) (turkeytravelplanner.com)
  4. Pegasus City Guide: Mardin (Flughafen, Dara, Küche, Reisezeit) (flypgs.com)
  5. Miss Tourist: Travel Guide to Mardin (Medresen, Museum, Ulu Cami) (misstourist.com)
  6. Turkish Travel Blog: Deyrulzafaran Monastery Mardin (turkishtravelblog.com)
  7. Audiala: Mor Gabriel Monastery (Lage, Besuchszeiten, geprüft August 2026) (audiala.com)
  8. Kupi: Midyat (Altstadt, Kirchen, Telkari) (kupi.com)

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