Warum heißt Kleinasien das „zweite Heilige Land“?
Kleinasien, die heutige Türkei, wird so genannt, weil hier mehr Schauplätze des Neuen Testaments und der frühen Kirche liegen als irgendwo sonst außerhalb von Israel und Palästina. Die Apostelgeschichte führt Paulus auf allen drei Missionsreisen durch Anatolien, die sieben Sendschreiben der Offenbarung (Offb 2–3) richten sich an Gemeinden im Westen des Landes, und der erste Petrusbrief grüßt die Christen „in Pontus, Galatien, Kappadokien, der Provinz Asia und Bithynien“ (1 Petr 1,1).
Dazu kommt die Zeit danach: Die ersten vier ökumenischen Konzilien tagten alle auf heute türkischem Boden, hier entstand das Glaubensbekenntnis von Nicäa und Konstantinopel. Konstantinopel war über tausend Jahre Hauptstadt des christlichen Byzantinischen Reiches, in Kappadokien prägten die Kappadokischen Väter Trinitätslehre und östliches Mönchtum.
Heute finden Sie drei Arten von Orten: archäologische Stätten, deren christliche Schicht man oft erst mit Erklärung erkennt, wie in Ephesus; byzantinische Kirchen, die zu Moscheen oder Museen wurden, wie die Hagia Sophia; und Kirchen und Klöster, in denen bis heute Gottesdienst gefeiert wird, vom Ökumenischen Patriarchat in Istanbul bis Mor Gabriel im Südosten. Die übrigen Ruinen behandelt unser Ratgeber zu den antiken Stätten der Türkei.
Welche Orte des Neuen Testaments liegen in der Türkei?
Die wichtigsten Orte des Neuen Testaments in der Türkei sind Tarsus, Antiochia am Orontes, Antiochia in Pisidien, Ikonion, Lystra und Derbe, Perge und Ephesus. Fast alle gehören zu den Paulusreisen (Apg 13–21).
Tarsus: Geburtsort des Paulus
Tarsus in der heutigen Provinz Mersin war in römischer Zeit eine bedeutende Stadt Kilikiens. In der Apostelgeschichte stellt sich Paulus selbst als „ein Jude aus Tarsus in Kilikien, Bürger einer nicht unbedeutenden Stadt“ vor (Apg 21,39; vgl. Apg 9,11 und 22,3).
Heute sehen Sie in Tarsus vor allem zwei Orte. Die St.-Paulus-Kirche wurde um 1850 von der arabischsprachigen orthodoxen Gemeinde der Stadt erbaut, 1997 bis 2001 restauriert und ist seither ein staatliches Museum. Im Gewölbe sind Christus und die vier Evangelisten mit ihren Symbolen gemalt. Gelegentlich finden hier Gottesdienste statt. Der rund 30 Meter tiefe Paulusbrunnen ist ein Ort der Überlieferung, kein archäologischer Nachweis. Kirche, Brunnen und Umgebung stehen seit 2000 auf der Tentativliste der UNESCO.
Antiochia am Orontes (Antakya): Petrusgrotte nach dem Erdbeben
Antiochia, heute Antakya in der Provinz Hatay, war eine der größten Städte des Römischen Reiches und erstes Zentrum der Heidenmission. „In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt“ (Apg 11,26). Von hier wurden Barnabas und Paulus ausgesandt (Apg 13,1–3), hier stritten Paulus und Petrus über die Tischgemeinschaft mit Heidenchristen (Gal 2,11–14).
Die Petrusgrotte (St.-Pierre-Kirche) ist eine Höhlenkirche am Hang des Berges Staurin. Nach der Überlieferung versammelte sich hier die erste Gemeinde um Petrus, die heutige steinerne Fassade ließen Kapuzinerpatres im 19. Jahrhundert errichten. Papst Paul VI. erklärte die Grotte 1963 zur Pilgerstätte, seit 2011 steht sie auf der Tentativliste der UNESCO.
Die Erdbeben vom 6. Februar 2023 haben Antakya schwer getroffen, große Teile der Altstadt sind zerstört. Die Grotte selbst blieb weitgehend intakt, beschädigt wurde vor allem eine neuere Stützmauer. Sie ist heute ein Museum und wird nur zu seltenen Anlässen für Gottesdienste geöffnet, zuletzt an Heiligabend 2025 mit rund hundert Gläubigen. Die griechisch-orthodoxe Gemeinde der Stadt ist nach Angaben ihres Priesters von rund 350 auf unter 90 Familien geschrumpft. Antakya ist eine Stadt im Wiederaufbau. Prüfen Sie vor der Reise die aktuelle Lage und unsere Hinweise zur Sicherheit in der Türkei.
Antiochia in Pisidien (Yalvaç)
Antiochia in Pisidien liegt rund einen Kilometer nordöstlich der Kleinstadt Yalvaç in der Provinz Isparta, auf gut 1.200 Metern Höhe. Die römische Kolonie (Colonia Caesarea) war Schauplatz der ersten überlieferten Synagogenpredigt des Paulus (Apg 13,14–52); nach seiner Vertreibung kehrte er später zurück (Apg 14,21–23).
Zu sehen sind das in den Fels gearbeitete Augustus-Heiligtum, Bögen des Aquädukts, Reste des Theaters und die große Basilika, die der Ausgräber wegen einer Inschrift „Agios Paulos“ als Paulus-Kirche deutete. Darunter fand man Reste eines Gebäudes aus dem 1. Jahrhundert, das manche Forscher für die Synagoge halten. Das ist eine Hypothese. Das Museum von Yalvaç zeigt Funde, darunter frühchristliche Kreuze.
Ikonion (Konya) und die Kirche in Sille
Ikonion, das heutige Konya, war nächste Station der ersten Reise. Paulus und Barnabas predigten „lange Zeit“ in der Synagoge, bis die Stadt sich spaltete und sie nach Lystra und Derbe flohen (Apg 14,1–7). Die apokryphe Thekla-Legende, die in der Ostkirche große Bedeutung hat, spielt ebenfalls in Ikonion.
Aus der Zeit des Paulus ist in Konya nichts erhalten, die Stadt ist heute vor allem als Ort des Mystikers Rumi (Mevlana) bekannt. Lohnend ist ein Abstecher in das Dorf Sille am Stadtrand. Die dortige Aya-Elena-Kirche geht nach örtlicher Überlieferung auf eine Stiftung der Kaiserin Helena im Jahr 327 zurück, der heutige Bau ist deutlich jünger. Bis 1924 wurde sie als Kirche genutzt, seit 2021 ist sie nach langer Restaurierung ein Museum.
Perge und Attalia
Perge, rund 18 Kilometer östlich von Antalya, war für Paulus Ankunfts- und Abreiseort in Pamphylien. Hier trennte sich Johannes Markus von der Gruppe (Apg 13,13), und auf dem Rückweg predigten Paulus und Barnabas in Perge, bevor sie von Attalia, dem heutigen Antalya, nach Antiochia zurücksegelten (Apg 14,25–26). Zu sehen sind Stadion, Säulenstraße und Tore einer gut erhaltenen römischen Stadt. Für Gäste an der Türkischen Riviera ist Perge ein naheliegender Ausflug.
Ephesus: Johannesbasilika, Marienkirche und Haus der Maria
Ephesus ist die wichtigste biblische Stätte der Türkei. Paulus wirkte hier laut Apostelgeschichte über zwei Jahre (Apg 19,8–10), der Aufruhr der Silberschmiede („Groß ist die Artemis der Epheser!“, Apg 19,23–40) spielte sich im großen Theater ab, das Sie heute noch betreten können. In Milet verabschiedete er sich von den Ältesten (Apg 20,17–38). An Ephesus richtet sich das erste der sieben Sendschreiben (Offb 2,1–7). Seit 2015 ist Ephesus samt Ayasuluk-Hügel UNESCO-Welterbe.
Drei christliche Orte gehören zu einem Besuch:
Marienkirche: Im Ruinengelände liegt die Marienkirche, in der 431 das Konzil von Ephesus tagte. Erhalten sind Grundmauern, Säulenstümpfe und das Baptisterium.
Johannesbasilika: Auf dem Ayasuluk-Hügel in Selçuk ließ Kaiser Justinian im 6. Jahrhundert über dem überlieferten Grab des Apostels Johannes eine große Kuppelbasilika errichten, die einen Vorgängerbau des 4. Jahrhunderts ersetzte. Heute sehen Sie den Grundriss, wieder aufgerichtete Säulen, das Taufbecken und die Grabstelle. Gleich daneben steht die İsa-Bey-Moschee aus dem 14. Jahrhundert.
Haus der Maria (Meryem Ana Evi): Rund sieben Kilometer von Selçuk entfernt liegt auf dem Bülbüldağı eine kleine Kapelle. Nach der Überlieferung, die sich auf Joh 19,26–27 („Siehe, deine Mutter“) und die Tradition beruft, Johannes habe in Ephesus gelebt, verbrachte Maria hier ihre letzten Jahre. Lazaristen fanden den Ort 1891 anhand der Visionen der Augustinerin Anna Katharina Emmerick. Papst Leo XIII. segnete 1896 die erste Wallfahrt, Paul VI. (1967), Johannes Paul II. (1979) und Benedikt XVI. (2006) besuchten den Ort. Die katholische Kirche hat über die Echtheit nie entschieden, Historiker weisen darauf hin, dass die Ephesus-Tradition erst spät belegt ist. Am 15. August wird hier Mariä Himmelfahrt gefeiert; auch Muslime besuchen das Haus.
Mehr zur Besuchsplanung im Porträt Ephesus.
Die sieben Gemeinden der Offenbarung
Die sieben Gemeinden, an die der Seher Johannes auf Patmos seine Sendschreiben richtete (Offb 1,9–11; 2–3), lagen alle in der römischen Provinz Asia, also im Westen der heutigen Türkei. Es sind Ephesus (bei Selçuk), Smyrna (İzmir), Pergamon (Bergama), Thyatira (Akhisar), Sardes (Sart), Philadelphia (Alaşehir) und Laodizea (bei Denizli).
Die Orte liegen auf einer Rundstrecke durch die Ägäisregion und lassen sich in fünf bis sieben Tagen besuchen. Pergamon und Laodizea sind große Ausgrabungsstätten, in Akhisar und Alaşehir sieht man nur Reste mitten in der heutigen Stadt. Was in jedem Sendschreiben steht und was Sie vor Ort finden, erklärt unser ausführlicher Ratgeber Sieben Gemeinden der Offenbarung.
Wo fanden die ersten Konzilien statt?
Die ersten vier ökumenischen Konzilien tagten in Nicäa (heute İznik), Konstantinopel (Istanbul), Ephesus (bei Selçuk) und Chalcedon (Kadıköy, Istanbul). Auch das siebte Konzil, das den Bilderstreit beendete, fand 787 in Nicäa statt.
| Konzil | Jahr | Ort heute | Wichtigstes Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Nicäa I | 325 | İznik | Sohn „wesensgleich“ mit dem Vater, gegen Arius |
| Konstantinopel I | 381 | Istanbul (Hagia Irene) | Bekenntnis zum Heiligen Geist |
| Ephesus | 431 | Selçuk (Marienkirche) | Maria als „Gottesgebärerin“ (Theotokos) |
| Chalcedon | 451 | Kadıköy | Christus in zwei Naturen, eine Person |
| Nicäa II | 787 | İznik (Hagia Sophia) | Ende des ersten Bilderstreits |
Nicäa (İznik) und das Jubiläum 2025
İznik liegt am Ostufer des gleichnamigen Sees in der Provinz Bursa, als Tagesausflug von Istanbul erreichbar. Kaiser Konstantin berief 325 die Bischöfe in seinen Palast; überliefert sind 318 Teilnehmer, die Unterschriftenlisten nennen rund 200 bis 220. Das Konzil verurteilte die Lehre des Arius und hielt fest, dass der Sohn mit dem Vater „wesensgleich“ (homoousios) sei.
Die Stadtmauern sind gut erhalten, im Zentrum steht die Hagia Sophia von İznik, in der 787 das zweite Konzil von Nicäa tagte. Sie wurde nach der osmanischen Eroberung 1331 Moschee, war ab 1935 Museum und ist seit 2011 wieder Moschee; Reste von Fresken sind erhalten.
Ein neuer Anziehungspunkt liegt im Wasser: 2014 wurden wenige Dutzend Meter vor dem Ufer in geringer Tiefe die Grundmauern einer Basilika entdeckt, die nach 390 errichtet wurde. Sie gilt als Kirche des Märtyrers Neophytos. Zum 1700-jährigen Jubiläum des Konzils kamen Papst Leo XIV. und der Ökumenische Patriarch Bartholomäus am 28. November 2025 an den Ausgrabungen dieser Basilika zu einem ökumenischen Gebet zusammen, gemeinsam mit Oberhäuptern und Vertretern weiterer Kirchen. Der Papst betonte, das Bekenntnis zu Christus als „wesensgleich mit dem Vater“ verbinde alle Christen. In Istanbul besuchte er danach unter anderem die syrisch-orthodoxe Kirche Mor Ephrem, die armenisch-apostolische Kathedrale und die Patriarchatskirche St. Georg.
Konstantinopel 381 und die Hagia Irene
Das zweite ökumenische Konzil tagte 381 unter Kaiser Theodosius I. in der Hagia Irene. Es erweiterte das Bekenntnis von Nicäa um den Abschnitt über den Heiligen Geist, „der Herr ist und lebendig macht“. Die heutige Hagia Irene steht im ersten Hof des Topkapı-Palastes. Justinian ließ sie nach 532 neu bauen; sie wurde nie Moschee, sondern diente den Osmanen als Arsenal. In der Apsis sehen Sie ein schlichtes Kreuz auf Goldgrund aus der Zeit des Bilderstreits. Seit 2014 ist der Bau als Museum zugänglich und dient wegen seiner Akustik auch als Konzertsaal.
Chalcedon 451 (Kadıköy)
Chalcedon lag auf der asiatischen Seite des Bosporus, gegenüber Konstantinopel, im heutigen Stadtteil Kadıköy. Das Konzil tagte 451 in der Kirche der heiligen Euphemia und definierte Christus als wahren Gott und wahren Menschen in zwei Naturen. Die orientalisch-orthodoxen Kirchen, darunter die syrisch-orthodoxe, die armenisch-apostolische und die koptische Kirche, lehnten diese Formel ab; die Trennung besteht bis heute. Eine besichtigungsfähige Ruine der Konzilskirche gibt es nicht. Kadıköy erreichen Sie am schönsten mit der Fähre.
Welche Kirchen in Istanbul sollte man besuchen?
Die wichtigsten Kirchen in Istanbul sind die Hagia Sophia, die Chora-Kirche (Kariye-Moschee), die Hagia Irene und die Patriarchatskirche St. Georg im Stadtteil Fener. Planen Sie dafür mindestens zwei Tage in Istanbul ein.
Hagia Sophia
Die Hagia Sophia wurde 532 bis 537 unter Kaiser Justinian von Anthemios von Tralleis und Isidor von Milet errichtet und war fast tausend Jahre die Hauptkirche der Ostkirche. 1453 wurde sie Moschee, 1935 Museum und im Juli 2020 wieder Moschee. Seit dem 15. Januar 2024 betreten ausländische Besucher den Bau über einen eigenen Eingang und einen kostenpflichtigen Rundgang, der über eine Rampe auf die Galerie führt. Von dort sehen Sie den Kuppelraum und die byzantinischen Mosaiken der Emporen, etwa die Deesis. Frauen tragen ein Kopftuch, freitags mittags ist der Besucherbereich geschlossen. Alles Weitere lesen Sie im Porträt der Hagia Sophia.
Chora-Kirche (Kariye-Moschee)
Die Chora-Kirche nahe der Theodosianischen Landmauer besitzt den bedeutendsten Zyklus spätbyzantinischer Mosaiken und Fresken. Theodoros Metochites ließ sie Anfang des 14. Jahrhunderts ausstatten: In der äußeren Vorhalle wird das Leben Christi erzählt, in der inneren das Leben Marias nach dem Protevangelium des Jakobus, in der Grabkapelle (Parekklesion) zeigt das Fresko der Anastasis Christus, der Adam und Eva aus dem Totenreich zieht.
Nach Jahrzehnten als Museum wurde die Kirche 2020 per Präsidialerlass wieder Moschee und nach langer Restaurierung am 6. Mai 2024 für das Gebet geöffnet. Die Mosaiken der Vorhallen sind sichtbar, im Gebetsraum sind einige verhängt. Seit August 2024 zahlen ausländische Besucher Eintritt, die Museumskarte gilt nicht. Zu den Gebetszeiten wird der Zugang für Touristen unterbrochen, und laut Besucherregelung ist die Moschee freitags für Besucher geschlossen. Prüfen Sie die aktuellen Zeiten vor dem Besuch.
Ökumenisches Patriarchat und St. Georg im Fener
Im Stadtteil Fener am Goldenen Horn residiert seit etwa 1600 der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, der Ehrenprimas der orthodoxen Kirchen. Die Patriarchatskirche St. Georg birgt eine geschnitzte Ikonostase und Reliquien, darunter Gebeine des Gregor von Nazianz und des Johannes Chrysostomos, die Papst Johannes Paul II. 2004 zurückgab, nachdem sie 1204 von Kreuzfahrern geraubt worden waren. Die Kirche ist in der Regel tagsüber geöffnet, am Eingang gibt es Sicherheitskontrollen. Orthodoxe Liturgie wird am Sonntagmorgen gefeiert.
Katholische und evangelische Kirchen in Istanbul
Die größte katholische Kirche Istanbuls ist St. Antonius von Padua an der İstiklal-Straße, ein neogotischer Bau von Giulio Mongeri (1906–1912). Hier predigte Angelo Roncalli, der spätere Johannes XXIII., als Apostolischer Delegat. Messen werden unter anderem auf Italienisch, Englisch, Polnisch und Türkisch gefeiert. Die Kathedrale des Heiligen Geistes in Harbiye ist Sitz des Apostolischen Vikars.
Deutschsprachige Christen finden in der evangelischen Kreuzkirche in Aynalıçeşme (Beyoğlu) ihre Gemeinde: Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei wurde 1861 gegründet und feiert ihren Gottesdienst laut Gemeinde-Website derzeit sonntags um 11 Uhr (Stand Okt. 2026). Die katholische Kirche St. Georg in Galata gehört seit 1882 zu den österreichischen Lazaristen, die dort auch das St.-Georgs-Kolleg führen. Ob dort Messen auf Deutsch stattfinden, erfragen Sie bitte direkt.
Was macht Kappadokien für Christen so bedeutend?
Kappadokien ist die Landschaft der Kappadokischen Väter und eines der großen Zentren des byzantinischen Mönchtums, mit Hunderten in den Tuff gehauenen Kirchen. Schon an Pfingsten waren laut Apostelgeschichte Juden aus Kappadokien in Jerusalem (Apg 2,9).
Im 4. Jahrhundert prägten drei Theologen die Region: Basilius der Große, Bischof von Caesarea (heute Kayseri), sein jüngerer Bruder Gregor von Nyssa und ihr Freund Gregor von Nazianz, später Patriarch von Konstantinopel. Sie entwickelten die Formel von dem einen Wesen in drei Personen und trugen wesentlich zum Bekenntnis von 381 bei. Nach dem Vorbild des Basilius lebten Mönche in Felsenzellen, daraus wuchsen Klöster und Höhlendörfer.
Freilichtmuseum Göreme
Der Nationalpark Göreme und die Felsstätten Kappadokiens stehen seit 1985 auf der Welterbeliste der UNESCO, verzeichnet sind mehr als 200 Felsenkirchen. Herausragend sind die Tokalı-Kirche (10. Jahrhundert) und die Dunkle Kirche (Karanlık Kilise, um 1200) mit leuchtenden Farben. An manchen Kirchen erkennen Sie den Bilderstreit (725–842): Aus dieser Zeit stammen nur Kreuze und geometrische Muster, danach kehrten figürliche Szenen zurück.
Ihlara-Tal
Das Ihlara-Tal im Südwesten Kappadokiens ist eine rund 15 Kilometer lange und bis zu 150 Meter tiefe Schlucht des Melendiz-Flusses. In den Wänden liegen etwa 50 Felsenkirchen, einige älter als der Bilderstreit, etwa die Ağaçaltı-Kirche mit einer Himmelfahrtsdarstellung in der Kuppel. Die Yılanlı-Kirche zeigt Höllenszenen des 9. Jahrhunderts.
Die unterirdischen Städte wie Derinkuyu und Kaymaklı dienten der Bevölkerung, darunter vielen Christen, in byzantinischer Zeit als Zuflucht vor Überfällen. Mehr zur Region, zu Tälern und Übernachtung lesen Sie im Porträt Kappadokien.
Welche Kirchen und Klöster gibt es im Osten der Türkei?
Im Osten liegen die armenische Kirche auf der Insel Akdamar im Vansee, die Ruinenstadt Ani an der armenischen Grenze und das Kloster Sumela bei Trabzon. Alle drei sind heute Museen.
Akdamar: Heilig-Kreuz-Kirche im Vansee
Die Heilig-Kreuz-Kirche auf der Insel Akdamar ließ König Gagik I. Artsruni von Vaspurakan 915 bis 921 errichten, Baumeister war der Mönch Manuel. Berühmt sind die Reliefs an den Außenwänden mit biblischen Szenen wie Adam und Eva im Paradies. Nach der Restaurierung wurde die Kirche 2007 Museum, am 19. September 2010 fand die erste Liturgie seit 1915 statt. Seitdem ist einmal jährlich ein Gottesdienst gestattet; im September 2025 leitete ihn zum 13. Mal der armenische Patriarch von Istanbul, Sahak Maşalyan. Die Insel erreichen Sie per Boot vom Südufer. Mehr zur Region im Porträt Vansee.
Ani: Hauptstadt der armenischen Bagratiden
Ani liegt rund 45 Kilometer östlich von Kars direkt an der Grenze zu Armenien. Im 10. und 11. Jahrhundert war es Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden, Seit 2016 ist Ani UNESCO-Welterbe. Auf dem weiten, unbewohnten Plateau stehen die Kathedrale, die Palastkirche, die Kirche mit den sechs Apsiden und weitere Kirchen aus dem 7. bis 13. Jahrhundert, dazu Stadtmauern, Palastreste und eine Brücke der Seidenstraße. Viele Bauten sind statisch gefährdet. Details im Porträt Kars und Ani.
Sumela: Kloster in der Felswand
Das Kloster Sumela hängt auf rund 1.200 Metern Höhe in einer Felswand über dem Altındere-Tal bei Maçka, etwa eine Stunde südlich von Trabzon. Das Kulturministerium datiert die Gründung auf um 386; nach der Überlieferung verehrten die Gründer Barnabas und Sophronios eine dem Lukas zugeschriebene Marienikone. Nach dem Bevölkerungsaustausch von 1923 wurde das Kloster aufgegeben. Nach Felsstürzen war es von 2015 bis Mai 2019 zur Sicherung geschlossen. Am 15. August, dem Fest Mariä Entschlafung, ist seit 2010 eine orthodoxe Liturgie erlaubt, für die das Ökumenische Patriarchat Einlasskarten vergibt. Mehr dazu im Porträt Trabzon und Schwarzmeerküste.
Wo leben die syrisch-orthodoxen Christen im Südosten?
Das Kerngebiet der syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei ist der Tur Abdin, ein Hochplateau im Osten der Provinz Mardin um die Stadt Midyat. Der Name ist aramäisch und bedeutet „Berg der Knechte Gottes“. Gesprochen wird Turoyo, ein neuaramäischer Dialekt.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert war die Region überwiegend christlich. Im Ersten Weltkrieg wurden im Osmanischen Reich nach Schätzungen bis zu 300.000 aramäische bzw. assyrische Christen getötet, auf Aramäisch spricht man vom „Sayfo“ (Schwert); die Bewertung dieser Ereignisse ist bis heute politisch umstritten. Danach und vor allem ab den 1960er-Jahren wanderten die meisten aus, viele nach Deutschland, Schweden und in die Schweiz. Schätzungen für 2019 nennen nur noch 2.000 bis 3.000 Christen im Tur Abdin. Einige Familien sind aus Europa zurückgekehrt.
Mor Gabriel und Deyrulzafaran
Das Kloster Mor Gabriel, rund 20 Kilometer südöstlich von Midyat, wurde 397 gegründet und gilt als eines der ältesten durchgehend bewohnten Klöster der Welt. Es ist Sitz des Metropoliten des Tur Abdin, hier leben Mönche, Nonnen und Schüler. Um Grundstücke des Klosters wurde ab 2008 vor Gericht gestritten, 2013 gab der Staat einen Teil zurück. Besucher sind tagsüber willkommen, mit einer Mittagspause; respektvolle Kleidung und Zurückhaltung beim Fotografieren werden erwartet.
Das Kloster Mor Hananyo, bekannt als Deyrulzafaran („Safrankloster“), liegt etwa sechs Kilometer südöstlich von Mardin. Es wurde 493 gegründet und war von 1160 bis 1932 Sitz des syrisch-orthodoxen Patriarchen. Midyats Altstadt prägen Kirchen und Steinhäuser. Wie Sie den Südosten mit Şanlıurfa, Mardin und Vansee verbinden, zeigt unsere Osttürkei-Rundreise.
Übersicht: Christliche Stätten der Türkei
| Stätte | Bedeutung | Bibelstelle / Überlieferung | Konfession heute | Region |
|---|---|---|---|---|
| Tarsus, Paulus-Kirche | Heimatstadt des Paulus | Apg 9,11; 21,39; 22,3 | Museum, gelegentlich Gottesdienste | Mittelmeer (Mersin) |
| Antakya, Petrusgrotte | erste Heidenchristen-Gemeinde | Apg 11,26; Gal 2,11 | Museum; Liturgie zu Anlässen (orthodox) | Hatay |
| Antiochia in Pisidien | Synagogenpredigt des Paulus | Apg 13,14–52 | Ausgrabungsstätte | Isparta (Yalvaç) |
| Konya / Sille | Ikonion; Aya-Elena-Kirche | Apg 14,1–7 | Museum | Zentralanatolien |
| Perge | Station der 1. Missionsreise | Apg 13,13; 14,25 | Ausgrabungsstätte | Antalya |
| Ephesus, Johannesbasilika | Grab des Johannes (Überlieferung) | Apg 19; Offb 2,1–7 | Ruine | Ägäis (Selçuk) |
| Haus der Maria | Wohnort Marias (Überlieferung) | Joh 19,26–27 | römisch-katholisch betreut | Ägäis (Selçuk) |
| Sieben Gemeinden | Sendschreiben | Offb 2–3 | Ausgrabungsstätten | Ägäis / Westanatolien |
| İznik | Konzilien 325 und 787 | Glaubensbekenntnis | Moschee, Ausgrabung | Marmara (Bursa) |
| Hagia Sophia | Hauptkirche von Byzanz | – | Moschee | Istanbul |
| Chora (Kariye) | spätbyzantinische Mosaiken | Protevangelium, Evangelien | Moschee | Istanbul |
| Hagia Irene | Konzil 381 | Glaubensbekenntnis | Museum | Istanbul |
| St. Georg im Fener | Sitz des Ökumenischen Patriarchen | – | griechisch-orthodox | Istanbul |
| Göreme, Ihlara | Felsenkirchen, Mönchtum | Apg 2,9; 1 Petr 1,1 | Museum, Ausgrabung | Kappadokien |
| Akdamar | armenische Kirche, Reliefs | Altes Testament | Museum, jährliche Liturgie (armenisch-apostolisch) | Vansee |
| Ani | armenische Hauptstadt | – | Ausgrabungsstätte | Kars |
| Sumela | Marienkloster | Lukas-Ikone (Überlieferung) | Museum, Liturgie am 15. August | Schwarzmeer (Trabzon) |
| Mor Gabriel | ältestes aktives Kloster der Region | – | syrisch-orthodox | Südosten (Mardin) |
Wie lebt man heute als Christ in der Türkei?
Christen sind in der Türkei eine kleine Minderheit: Schätzungen sprechen von rund 100.000 Gläubigen bei über 85 Millionen Einwohnern. Die meisten leben in Istanbul, wo armenisch-apostolische, griechisch-orthodoxe, syrisch-orthodoxe, römisch-katholische, armenisch-katholische und evangelische Gemeinden nebeneinander bestehen.
Politisch, kurz gefasst: Die Kirchen ringen seit Jahrzehnten um Eigentumsrechte, Priesterausbildung und den Rechtsstatus; das Priesterseminar des Ökumenischen Patriarchats auf der Insel Heybeliada ist seit 1971 geschlossen. Zugleich gab es Schritte der Öffnung: Liturgien in Sumela und Akdamar sind wieder erlaubt, Grundstücke wurden an Stiftungen zurückgegeben, und am 8. Oktober 2023 wurde in Istanbul-Yeşilköy mit Mor Ephrem die erste neu gebaute Kirche seit Gründung der Republik eröffnet.
Gottesdienst besuchen: Etikette
Gäste sind in Gottesdiensten fast aller Gemeinden willkommen:
- Kleidung: Schultern und Knie bedeckt. In orthodoxen und syrischen Kirchen tragen viele Frauen ein Kopftuch, es wird von Besucherinnen meist nicht verlangt, aber geschätzt.
- Ablauf: Orthodoxe Liturgien dauern oft zwei Stunden; Kommen und Gehen ist üblich, nur nicht während Lesungen und Eucharistie.
- Kommunion: In orthodoxen und orientalischen Kirchen empfangen nur Mitglieder der eigenen Kirche die Kommunion. Das gesegnete Brot (Antidoron) am Ende dürfen Gäste annehmen.
- Fotografieren: Während des Gottesdienstes nicht, danach nur mit Erlaubnis.
- Sicherheit: Viele Kirchen haben Einlasskontrollen, halten Sie einen Ausweis bereit.
In Moscheen, die früher Kirchen waren, gelten die Regeln für Moscheebesuche: Schuhe aus, Frauen mit Kopftuch, keine Besichtigung während der Gebete. Christliche Andachten sollten Gruppen dort unterlassen.
Pilger- und Gemeindereisen in die Türkei
Für Kirchengemeinden, Studienkreise, Volkshochschulen und Vereine lassen sich biblische Orte, Kirchengeschichte und Ökumene gut auf einer Reise verbinden. Bewährt haben sich zwei Routen:
Auf den Spuren des Paulus: Von Antalya und Perge über Antiochia in Pisidien und Konya nach Kappadokien, auf Wunsch mit Tarsus. Unsere Paulus-Reise durch die Türkei zeigt einen Ablauf, der sich verlängern oder um Ephesus ergänzen lässt.
Die sieben Gemeinden der Offenbarung: Ab İzmir in einer Woche zu allen sieben Orten, mit Zeit für die Lesung der Sendschreiben vor Ort. Den Reiseablauf finden Sie bei der Reise zu den sieben Gemeinden.
Beide lassen sich mit Istanbul und İznik oder mit dem Tur Abdin verbinden.
Was wir für Gruppen organisieren
- Eigener Bus und Fahrer für die gesamte Strecke, Tempo passend zur Gruppe.
- Deutschsprachige Reiseleitung mit Fachwissen: Reiseleiter mit archäologischem oder theologischem Hintergrund, die Bibelstellen, Kirchengeschichte und Konfessionen sicher erklären und Überlieferung von Forschung trennen.
- Andachten und Gottesdienste: Kurze Andachten im Freien, etwa im Theater von Ephesus oder in Laodizea, lassen sich meist gut einplanen. Gottesdienste in aktiven Kirchen, etwa im Haus der Maria oder bei Gemeinden in Istanbul, fragen wir für Sie an. In Museen ist eine Andacht nur mit Genehmigung oder gar nicht möglich, darauf weisen wir offen hin.
- Flexible Termine: Reisen außerhalb der Ferien, um Ostern oder in den ruhigeren Herbstwochen, mit Hotels, die zu Gruppen passen.
Der Preis hängt von Gruppengröße, Saison, Hotelkategorie und Reisedauer ab. Schreiben Sie uns über das Anfrageformular, wie viele Personen reisen, welche Schwerpunkte Ihnen wichtig sind und ob Andachten oder Fachführungen gewünscht sind.
Praktische Hinweise für eine Bibelreise
Reisezeit: Für Westanatolien und Kappadokien sind April bis Juni und September bis Oktober am angenehmsten. Im Hochsommer sind die schattenlosen Ausgrabungen sehr heiß. Für Sumela, Ani und Akdamar ist der Sommer die beste Zeit, für den Tur Abdin Frühling und Herbst.
Eintritt: Die meisten Stätten sind staatliche Museen mit Eintritt, die Museumskarte gilt für viele, aber nicht für die Hagia Sophia und die Chora-Kirche. Aktuelle Preise finden Sie auf den offiziellen Seiten des Kulturministeriums.
Entfernungen: Zwischen Ephesus und Kappadokien liegen rund 700 Kilometer. Wer alle Regionen verbinden will, braucht zwei bis drei Wochen oder Inlandsflüge.
Passende Rundreisen
Sieben Gemeinden der Offenbarung: Studien- und Pilgerreise ab İzmir in 8 Tagen
İzmir – Pergamon – Thyatira – Sardes – Philadelphia – Laodizea – Hierapolis – Ephesus
8 Tage ab İzmir zu allen sieben Gemeinden der Offenbarung, mit Hierapolis, Johannesbasilika und Haus der Maria – privat oder als Gemeindegruppe.
Paulus-Reise Türkei: auf den Spuren des Apostels Paulus von Tarsus bis Troas
Tarsus – Antakya – Derbe – Konya – Lystra – Antiochia in Pisidien – Eğirdir – Perge – Antalya – Laodizea – Ephesus – Milet – Assos – Troas
11 Tage auf den Spuren des Apostels Paulus: Tarsus, Antiochia, Lystra, Ikonion, Antiochia in Pisidien, Perge, Ephesus, Milet, Troas und Assos.
Gemeindereise Türkei: Pilger- und Studienreisen für Kirchengemeinden planen
İzmir – Pergamon – Thyatira – Sardes – Philadelphia – Laodizea – Hierapolis – Ephesus
Gemeindereise in die Türkei: drei Programme zu den sieben Gemeinden, auf Paulus' Spuren und nach Istanbul und Nicäa, mit Andachten, eigenem Bus und Planung für Gruppen.
Häufige Fragen
Welche biblischen Stätten gibt es in der Türkei?
Laut Apostelgeschichte wirkte Paulus in Tarsus, Antiochia am Orontes (Antakya), Antiochia in Pisidien (bei Yalvaç), Ikonion (Konya), Lystra, Derbe, Perge, Ephesus, Troas und Milet. Dazu kommen die sieben Gemeinden der Offenbarung (Offb 2–3) von Ephesus bis Laodizea sowie Orte, an die Briefe des Neuen Testaments gerichtet sind, etwa Kolossä und die Gemeinden in Galatien.
Wo liegt das Haus der Maria in der Türkei?
Das Haus der Maria (Meryem Ana Evi) liegt auf dem Bülbüldağı, rund sieben Kilometer von Selçuk und nahe der Ruinen von Ephesus. Nach einer Überlieferung lebte Maria hier mit dem Apostel Johannes. Die katholische Kirche hat sich zur Echtheit nie verbindlich geäußert, doch Paul VI. (1967), Johannes Paul II. (1979) und Benedikt XVI. (2006) haben den Ort besucht.
Kann man die Hagia Sophia und die Chora-Kirche noch besichtigen?
Ja. Beide sind seit 2020 wieder Moscheen, Touristen haben aber außerhalb der Gebetszeiten Zutritt. In der Hagia Sophia führt seit Januar 2024 ein eigener Besucherweg für ausländische Gäste über die Galerie, in der Chora-Kirche (Kariye-Moschee) sind seit Mai 2024 die Mosaiken der Vorhallen wieder zu sehen. Für ausländische Besucher ist der Eintritt in beiden Bauten kostenpflichtig.
Ist die Petrusgrotte in Antakya nach dem Erdbeben geöffnet?
Die Felsenkirche des Petrus hat die Erdbeben vom Februar 2023 weitgehend unbeschädigt überstanden, beschädigt wurde vor allem eine neuere Stützmauer. Sie ist heute ein Museum und wird nur zu seltenen Anlässen für Gottesdienste geöffnet, zuletzt an Heiligabend 2025. Die Stadt ist weiterhin vom Wiederaufbau geprägt.
Gibt es in Istanbul deutschsprachige Gottesdienste?
Ja. Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei feiert ihren Gottesdienst laut Gemeinde-Website derzeit sonntags um 11 Uhr (Stand Okt. 2026) in der Kreuzkirche in Beyoğlu (Aynalıçeşme). Für katholische Messen auf Deutsch erkundigen Sie sich am besten vorab bei der Gemeinde St. Georg in Galata, die von österreichischen Lazaristen betreut wird, da wir die aktuellen Termine nicht unabhängig bestätigen konnten.
Kann man mit einer Kirchengemeinde eine Bibelreise in die Türkei machen?
Ja, Gemeinde- und Studienreisen sind gut möglich. Bewährt haben sich Routen entlang der Paulusreisen oder der sieben Gemeinden der Offenbarung, mit eigenem Bus, einer deutschsprachigen Reiseleitung mit theologischem Hintergrund und Zeit für Andachten. Gottesdienste in historischen Kirchen, die heute Museen sind, sind nur mit Sondergenehmigung oder gar nicht möglich, in aktiven Kirchen oder im Freien lassen sich Andachten meist gut einrichten.
Quellen & weiterführende Informationen
- Vatikan: Programm der Apostolischen Reise von Papst Leo XIV. in die Türkei und den Libanon (27.11.–2.12.2025) (vatican.va)
- Vatikan: Ansprache von Papst Leo XIV. beim ökumenischen Gebet in İznik (28.11.2025) (vatican.va)
- Hürriyet Daily News: Works continue in ancient underwater basilica (İznik-See) (hurriyetdailynews.com)
- TRT World: World's first cathedral in Hatay still intact after major quakes (trtworld.com)
- Turkish Minute/AFP: Antakya's remaining Christians mark Christmas Eve in Saint Peter's cave church (25.12.2025) (turkishminute.com)
- UNESCO World Heritage Centre: Ephesus (whc.unesco.org)
- Wikipedia: House of the Virgin Mary (Überlieferung, Papstbesuche) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Chora Church (Baugeschichte, Moschee seit 2020, Wiedereröffnung 2024) (en.wikipedia.org)
- Müze İstanbul: Kariye-Moschee – Besuchszeiten und Besucherregelung (muze.gen.tr)
- Wikipedia: Hagia Irene (Geschichte und heutige Nutzung) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Church of St. George, Istanbul (Sitz des Ökumenischen Patriarchats) (en.wikipedia.org)
- UNESCO World Heritage Centre: Göreme National Park and the Rock Sites of Cappadocia (whc.unesco.org)
- UNESCO World Heritage Centre: Archaeological Site of Ani (whc.unesco.org)
- Wikipedia: Cathedral of the Holy Cross, Aghtamar (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Sumela Monastery (Restaurierung, Liturgie am 15. August) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Mor Gabriel Monastery (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Tur Abdin (Geschichte und Bevölkerung) (en.wikipedia.org)
- Deutsche im Ausland: Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei, Istanbul (deutsche-im-ausland.org)
- Wikipedia: Hagia Sophia (Bau, Moschee seit 2020, Besucherregelung 2024) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Hagia Sophia, İznik (Zweites Konzil von Nicäa 787) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: First Council of Constantinople (381) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Council of Chalcedon (451) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Council of Ephesus (431) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: First Council of Nicaea (325) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Basilica of St. John (Selçuk) (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Antioch of Pisidia (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Ihlara Valley (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Cappadocian Fathers (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: Church of Saint Anthony of Padua, Istanbul (en.wikipedia.org)
- Wikipedia: St. George's Catholic Church, Istanbul (Galata, österreichische Lazaristen) (en.wikipedia.org)
- Küre Ansiklopedi: St. Paul Anıt Müzesi (Tarsus) (kureansiklopedi.com)
- NTV: Dünyanın ayakta duran en eski kilisesi müze olarak ziyaretçilerini ağırlıyor (Aya Elena, Sille) (ntv.com.tr)
- DHA: Tarihi Akdamar Kilisesi'nde 13'üncü ayin (2025) (dha.com.tr)
- Rudaw: Eröffnung der Mor-Efrem-Kirche in Istanbul (8.10.2023) (rudaw.net)
- Hispanatolia: Pope Leo XIV celebrates in İznik the 1700th anniversary of the Council of Nicaea (hispanatolia.com)
- Al-Monitor/AFP: Last Christians gather in ruins of Turkey's quake-hit Antakya (Dezember 2025) (al-monitor.com)
- Vatican News: Interview mit P. Alexander Jernej CM, St. Georg Istanbul (November 2025) (vaticannews.va)
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