Kostenlos Reise anfragen

Bodrum: Kastell St. Peter, Halbinsel, Buchten und Ausflüge

Ägäis, Türkei

Route: Bodrum Bodrum
Illustration Bodrum: Kastell St. Peter am Hafen, Gulets in der Bucht und Windmühlen auf dem Hügel der Halbinsel Bodrum

Kurz & bündig

Bodrum ist eine Hafenstadt an der südlichen Ägäisküste der Türkei, rund 35 Kilometer vom Flughafen Milas-Bodrum entfernt, gebaut auf den Resten des antiken Halikarnassos. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Kastell St. Peter der Johanniter mit dem Museum für Unterwasserarchäologie, die Reste des Mausoleums, eines der sieben antiken Weltwunder, und das antike Theater. Die Halbinsel Bodrum bietet mit Gümüşlük, Yalıkavak, Türkbükü und Bitez sehr unterschiedliche Badeorte, dazu Bootsausflüge, Gulet-Törns und Tagesausflüge nach Didyma, Milet und auf die griechische Insel Kos. Ideal sind fünf bis sieben Tage von Mai bis Juni oder September bis Mitte Oktober.

Zuletzt aktualisiert:

Lage
Südliche Ägäis, Provinz Muğla, gegenüber der griechischen Insel Kos
Anreise
Flughafen Milas-Bodrum (BJV), ca. 35 km, 40–45 Min. ins Zentrum
Highlights
Kastell St. Peter, Mausoleum, Theater, Gümüşlük, Bootsausflüge, Gulet-Törns
Aufenthalt
3–4 Tage für Stadt und Ausflüge, 5–7 Tage mit Badetagen
Beste Reisezeit
Mai bis Juni, September bis Mitte Oktober; Baden Juni bis Oktober
Ideal für
Badeverlängerung nach einer Rundreise, Paare, Familien, Segel- und Bootsfans

Bodrum: Was ist Bodrum und wo liegt es?

Bodrum ist eine Hafenstadt an der südlichen Ägäisküste der Türkei, in der Provinz Muğla, gegenüber der griechischen Insel Kos. Die Stadt liegt an zwei Buchten, die von einer felsigen Landzunge mit dem Kastell St. Peter getrennt werden.

Unter der heutigen Stadt liegt das antike Halikarnassos, Hauptstadt des karischen Herrschers Mausolos im 4. Jahrhundert v. Chr. und Geburtsort des Geschichtsschreibers Herodot. Aus dieser Zeit stammen das Mausoleum, das Theater und die Stadtmauer mit dem Myndos-Tor. Die weißen, würfelförmigen Häuser, die den Ort heute prägen, sind dagegen jüngeren Datums und Folge strenger Bauvorschriften.

Der Name Bodrum steht in Deutschland meist für die ganze Halbinsel, nicht nur für die Stadt. Die Halbinsel Bodrum ist rund 40 Kilometer lang und hat an ihrer zerklüfteten Küste mehr als ein Dutzend Orte, von Fischerdörfern bis zu Marinas mit Luxushotels. Wer einen Bodrum-Urlaub plant, sollte deshalb zuerst entscheiden, wo er wohnen möchte.

Welche Bodrum-Sehenswürdigkeiten sollte man gesehen haben?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Kastell St. Peter mit dem Museum für Unterwasserarchäologie, das Mausoleum, das antike Theater und das Myndos-Tor. Alle liegen nah beieinander und lassen sich an einem Tag besuchen, am besten mit einer Pause zur Mittagshitze.

Kastell St. Peter und Museum für Unterwasserarchäologie

Das Kastell St. Peter wurde ab 1402 vom Johanniterorden errichtet, der damals von Rhodos aus Teile der Ägäis kontrollierte. Die Bauleitung hatte der deutsche Ordensritter Heinrich Schlegelholt. Jede der „Zungen“, also Nationen des Ordens, baute und unterhielt einen eigenen Turm: Es gibt einen Englischen, Französischen, Deutschen und Italienischen Turm, dazu den Spanischen oder Schlangenturm. Am Englischen Turm ist das Wappen des englischen Königs Heinrich IV. zu sehen.

Für den Bau und die Verstärkung der Burg nutzten die Ritter Steine des Mausoleums, besonders 1494 und noch einmal 1522. Nach dem Fall von Rhodos übergaben die Johanniter die Burg 1523 an die Osmanen. Später diente sie als Garnison, ab 1895 auch als Gefängnis. 1962 beschloss die türkische Regierung, hier ein Museum für Unterwasserarchäologie einzurichten. Das Kastell steht seit 2016 auf der Tentativliste der UNESCO für das Welterbe.

Das Museum ist nach eigener Darstellung das einzige seiner Art in der Türkei. Herzstück ist das Wrack von Uluburun aus dem 14. Jahrhundert v. Chr., eines der ältesten bekannten Schiffswracks. Es wurde zwischen 1982 und 1995 bei Kaş ausgegraben und trug rund zehn Tonnen Kupferbarren aus Zypern, Glas, Elfenbein und Schmuck, darunter einen Skarabäus mit dem Namen der ägyptischen Königin Nofretete. Dazu kommen das sogenannte Glaswrack aus dem 11. Jahrhundert mit einer großen Sammlung islamischen Glases und eine der umfangreichsten Amphorensammlungen der Welt.

Planen Sie zwei bis drei Stunden ein. Laut dem Kulturministerium ist das Museum im Sommer (1. Juni bis 1. Oktober) täglich von 8:30 bis 22:00 Uhr geöffnet, im Winter bis 17:30 Uhr, Kassenschluss jeweils eine halbe Stunde vorher. Der Eintritt wird wie an den meisten staatlichen Museen in Euro berechnet und liegt im mittleren Bereich der türkischen Museumspreise; den tagesaktuellen Betrag finden Sie auf muze.gov.tr. Ob sich die Museum Pass Türkiye für Ihre Reise lohnt, hängt davon ab, wie viele staatliche Museen und Stätten Sie insgesamt besuchen. Viele Wege führen über Treppen und unebenes Pflaster, festes Schuhwerk ist sinnvoll.

Das Mausoleum von Halikarnassos

Das Mausoleum war das Grabmal des Mausolos, der 353 v. Chr. starb, und seiner Schwester und Gattin Artemisia II. Es zählte zu den sieben Weltwundern der Antike und gab allen späteren Grabbauten den Namen „Mausoleum“. Der Bau war rund 45 Meter hoch, vier berühmte Bildhauer, darunter Skopas und Leochares, gestalteten je eine Seite.

Erdbeben zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert brachten das Monument zum Einsturz, den Rest verbauten die Johanniter in ihrer Burg. Ein Teil des Marmors wurde zu Kalk gebrannt. Der britische Archäologe Charles Newton grub die Fundamente in den 1850er-Jahren aus; Statuen und Friesplatten mit dem Kampf gegen die Amazonen befinden sich heute im British Museum in London.

Vor Ort sehen Sie deshalb vor allem die große Grube der Fundamente, verstreute Säulentrommeln und Bauteile sowie eine kleine Ausstellung mit Modellen und Abgüssen. Ohne Vorwissen wirkt das unscheinbar, mit einem Reiseleiter wird der Ort lebendig. Eine Stunde genügt.

Antikes Theater, Myndos-Tor und Windmühlen

Das antike Theater liegt am Hang oberhalb der Stadt an der Ausfallstraße Richtung Turgutreis. Es stammt aus der Zeit des Mausolos, wurde in römischer Zeit umgebaut und wird im Sommer wieder für Konzerte genutzt. Von den oberen Rängen überblicken Sie Hafen, Kastell und die Bucht bis nach Kos.

Das Myndos-Tor im Westen der Stadt war Teil der Stadtmauer aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Hier griff Alexander der Große 334 v. Chr. die Stadt an. Erhalten sind Reste von Türmen, Mauern und dem vorgelagerten Graben.

Auf dem Hügelkamm zwischen Bodrum und Gümbet stehen mehrere historische Windmühlen, die heute verfallen sind. Wegen der Aussicht über beide Buchten lohnt der kurze Abstecher, vor allem am späten Nachmittag.

Marina, Hafen und Altstadt

Die Marina liegt in der westlichen Bucht, gesäumt von Restaurants, Cafés und Holzbooten. Hier legen auch viele Gulets für Tagesfahrten und mehrtägige Törns ab. Östlich des Kastells beginnt die Barstraße, die sich bis in die frühen Morgenstunden füllt.

Dazwischen liegen Gassen mit Basaren, kleinen Läden und dem Fischmarkt, an dem Sie Fisch aussuchen und in einem der umliegenden Lokale zubereiten lassen. Ein Wochenmarkt, auf dem Bauern der Halbinsel Obst, Kräuter und Olivenöl verkaufen, findet ebenfalls statt.

Halbinsel Bodrum: Welcher Ort passt zu wem?

Jeder Ort der Halbinsel Bodrum hat einen eigenen Charakter, und die Unterschiede sind größer, als es die kurzen Entfernungen vermuten lassen. Die Südküste ist eher familiär mit längeren Stränden, die Nordküste exklusiver mit Badestegen, der Westen bekannt für Sonnenuntergänge.

Ort Charakter Baden Fahrzeit ab Bodrum (ca.)
Bodrum-Stadt Kultur, Hafen, Nachtleben kleine Stadtstrände –
Gümbet Partyort mit großen Hotels Sandstrand, flach 10 Min.
Bitez entspannt, Familien, Surfen Sandstrand mit Promenade 15 Min.
Ortakent ruhig, lange Bucht Sand- und Kiesstrand 20 Min.
Turgutreis größerer Ort, Hafen, Markt Strand, Sonnenuntergang 30 Min.
Gümüşlük Fischerdorf, antikes Myndos kleine Strände, Restaurants am Wasser 35 Min.
Yalıkavak Marina, gehobene Hotels Badestege, Beach Clubs 30 Min.
Göltürkbükü exklusiv, Szenetreff im Sommer Holzstege, ruhiges Wasser 30 Min.

Gümüşlük: Fischrestaurants über den Resten von Myndos

Gümüşlük liegt an der Westspitze der Halbinsel an der Stelle der antiken Stadt Myndos. Im klaren Wasser der Bucht erkennen Sie Reste von Mauern und Hafenanlagen. Weil das Gebiet archäologisch geschützt ist, blieb der Ort von großen Neubauten weitgehend verschont.

Bekannt ist Gümüşlük für seine Fischrestaurants, deren Tische direkt am Ufer stehen. Gegenüber liegt die kleine Kanincheninsel (Tavşan Adası), die bei ruhigem Wasser über eine flache Sandbank zu Fuß erreichbar ist. Kommen Sie am späten Nachmittag, bleiben Sie zum Sonnenuntergang und reservieren Sie im Sommer einen Tisch.

Yalıkavak und Göltürkbükü: Marinas und Badestege

Yalıkavak im Nordwesten war ein Dorf der Schwammtaucher und ist heute für seine große Yachtmarina mit Boutiquen und Restaurants bekannt. Rund um den alten Ortskern gibt es noch Gassen und einen Wochenmarkt.

Göltürkbükü, meist kurz Türkbükü genannt, liegt an einer geschützten Bucht im Norden. Statt Strände gibt es hölzerne Badestege mit Liegen, das Wasser ist meist ruhig. Im Juli und August treffen sich hier Istanbuler Prominenz und internationales Publikum; Preise und Lautstärke sind entsprechend. In der Vor- und Nachsaison wirkt der Ort fast verschlafen.

Bitez und Turgutreis: entspannt und familienfreundlich

Bitez liegt an einer Bucht westlich von Gümbet, mit einem Sandstrand und einer Promenade, die nur zu Fuß begehbar ist. Durch den gleichmäßigen Wind ist die Bucht bei Windsurfern beliebt. Hinter dem Ort liegen Mandarinengärten.

Turgutreis ist der zweitgrößte Ort der Halbinsel, mit einer Marina, einem Fährhafen und einem großen Wochenmarkt. Hier wohnen Sie günstiger als im Norden, mit längeren Stränden und Blick auf die vorgelagerten Inseln.

Welche Strände und Bootsausflüge lohnen sich?

Die schönsten Badeplätze der Halbinsel erreichen Sie oft am besten vom Wasser aus. Klassisch ist eine Tagesfahrt mit einem Ausflugsboot ab dem Hafen von Bodrum, die mehrere Badestopps in Buchten und an kleinen Inseln einlegt.

Ein häufiges Ziel ist die Insel Kara Ada vor Bodrum, wo eine Grotte mit warmem, mineralhaltigem Wasser angefahren wird. Andere Routen führen zur Orak-Insel mit sehr klarem Wasser oder entlang der Südküste zu Buchten, die nur per Boot erreichbar sind. Die großen Ausflugsboote nehmen viele Gäste mit, oft mit Musik an Bord. Wer es ruhiger möchte, chartert ein kleines Boot für einen halben oder ganzen Tag.

An Land gehören die Buchten von Bitez und Ortakent sowie die Strände bei Turgutreis zu den beliebtesten. An der Südküste liegen zudem kleine Buchten wie Bağla und Kargı, die mit dem Auto über kurvige Straßen zu erreichen sind. Im Norden baden Sie meist von Stegen oder Beach Clubs aus, die eine Tagesgebühr oder einen Mindestverzehr verlangen.

Bodrum als Ausgangspunkt für die Blaue Reise

Bodrum ist neben Fethiye und Marmaris einer der klassischen Häfen für Gulet-Törns. Der Begriff „Blaue Reise“ entstand sogar hier: Ab den 1950er-Jahren fuhren Schriftsteller um Cevat Şakir Kabaağaçlı, den „Fischer von Halikarnassos“, mit Schwammtaucherbooten von Bodrum aus die Küste entlang.

Die typische Route ab Bodrum führt eine Woche durch den Golf von Gökova, mit Pinienwäldern bis ans Wasser, geschützten Buchten und der Kleopatra-Insel mit ihrem hellen Sandstrand. Das Wasser im Golf ist meist ruhiger als an der offenen Küste, was die Route auch für Gäste ohne Segelerfahrung angenehm macht. Kürzere Törns von drei oder vier Nächten sind ab Bodrum ebenfalls üblich, längere verbinden Bodrum mit Fethiye.

Alles zu Booten, Kabinen, Routen und Reisezeit finden Sie auf unserer Seite zur Blauen Reise. Wer die lykische Küste vorzieht, startet in Fethiye.

Welche Tagesausflüge kann man von Bodrum aus machen?

Die lohnendsten Ausflüge führen zu den antiken Städten Didyma, Milet und Priene im Norden sowie per Fähre auf die griechische Insel Kos. Ephesus ist erreichbar, aber für einen Tagesausflug weit.

Didyma, Milet und Priene

Die drei antiken Stätten liegen nördlich des Golfs von Güllük und lassen sich an einem langen Tag verbinden. Die Anfahrt bis Priene dauert rund zwei Stunden, zwischen den Orten sind es jeweils 15 bis 30 Minuten.

Didyma war eines der bedeutendsten Orakelheiligtümer der griechischen Welt. Der Apollontempel ist gewaltig, seine erhaltenen Säulen und die Cella vermitteln die Dimensionen besser als fast jede andere Tempelruine der Türkei. Milet war eine der großen Handelsstädte Ioniens und Heimat früher Philosophen wie Thales. Das große Theater ragt heute aus der Schwemmebene des Mäander, die das Meer kilometerweit zurückgedrängt hat. Priene liegt auf Terrassen am Hang und gilt als Musterbeispiel eines antiken Schachbrett-Stadtplans.

Rechnen Sie mit etwa einer Stunde pro Stätte. Wer nicht an einem Tag zurück möchte, übernachtet bei Didyma oder fährt weiter nach Ephesus, das rund zweieinhalb Stunden von Bodrum entfernt ist.

Mit der Fähre nach Kos

Von Bodrum und Turgutreis fahren Schnellfähren in etwa 30 bis 45 Minuten nach Kos-Stadt. In der Saison gibt es in der Regel täglich Verbindungen, außerhalb der Saison seltener. Die Fähren nehmen nur Fußpassagiere mit, bei starkem Wind können Fahrten ausfallen.

Mit der Überfahrt verlassen Sie die Türkei und reisen in den Schengen-Raum ein. Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen dafür einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Bei der Rückkehr reisen Sie erneut in die Türkei ein; was dabei zu beachten ist, steht in unserem Ratgeber zur Einreise in die Türkei. Planen Sie den Ausflug nicht auf den letzten Tag vor Ihrem Rückflug.

Wie viele Tage sollte man in Bodrum bleiben?

Drei bis vier Tage reichen für die Sehenswürdigkeiten der Stadt, einen Bootsausflug und einen Ausflug nach Didyma und Milet. Mit fünf bis sieben Tagen bleibt Zeit für Badetage, Gümüşlük und vielleicht Kos.

Ein Vorschlag für vier volle Tage: Am ersten Tag besuchen Sie vormittags das Kastell und das Museum, nach der Mittagspause das Mausoleum und am späten Nachmittag das Theater. Am zweiten Tag fahren Sie mit dem Boot zu den Buchten und Inseln vor der Küste. Der dritte Tag gehört Priene, Milet und Didyma. Am vierten Tag baden Sie in Bitez oder Ortakent und fahren am Abend nach Gümüşlük.

Für einen reinen Badeurlaub bleiben viele Gäste eine Woche oder länger. Dann empfiehlt es sich, nicht in der Stadt, sondern in einem der ruhigeren Orte der Halbinsel zu wohnen.

Wann ist die beste Reisezeit für Bodrum?

Die angenehmsten Monate sind Mai, Juni, September und die erste Oktoberhälfte. Dann ist es warm, im Juni und ab September auch zum Baden, aber nicht so heiß und voll wie im Juli und August.

Monat Luft Tag / Nacht Wasser (Ägäis, MGM) Regentage Geeignet für
Januar–Februar 15–16 / 7 °C 13–14 °C 9–13 Kultur, Ruhe; viel Regen
März–April 18–22 / 8–10 °C 14–16 °C 7–8 Kultur, Wandern, Blüte
Mai 26 / 14 °C 19 °C 4 Kultur, erste Badetage
Juni 30 / 18 °C 22 °C 2 Baden, Bootstouren
Juli–August 33 / 21 °C 24–25 °C 0–1 Baden; heiß und voll
September 30 / 18 °C 23 °C 2 Baden, Gulet-Törns
Oktober 26 / 14 °C 21 °C 5 Baden bis Mitte Oktober, Kultur
November–Dezember 17–22 / 8–10 °C 16–18 °C 8–12 Kultur; viele Hotels geschlossen

Die Lufttemperaturen und Regentage sind gerundete Mittelwerte der staatlichen Wetterbehörde für die Provinz Muğla (2001–2025), die Wassertemperaturen gerundete Monatsmittel der Ägäis laut MGM (1970–2025). Charakteristisch ist der Meltemi, ein kräftiger Nordwind im Sommer, der die Hitze erträglich macht, das Meer an der Nordküste aber unruhiger werden lässt. Mehr zum Vergleich der Regionen finden Sie im Ratgeber zur besten Reisezeit für die Türkei.

Bodrum als Badeverlängerung nach einer Rundreise

Bodrum eignet sich sehr gut als Abschluss einer Kulturreise an der Ägäis, weil es nahe an den antiken Stätten liegt und einen eigenen internationalen Flughafen hat. Sie fliegen dann direkt von Bodrum nach Hause und sparen sich die Rückfahrt.

Besonders naheliegend ist die Kombination mit unserer Rundreise an der Westküste mit Ephesus und Troja: Nach Troja, Pergamon und Ephesus führt der Weg über Priene, Milet und Didyma in den Süden, und die letzten Tage verbringen Sie am Meer. Auch nach Pamukkale ist Bodrum mit rund vier Stunden Fahrt ein gut erreichbares Ziel.

Wie wir Kulturteil und Strandtage grundsätzlich aufbauen, zeigt die Türkei-Rundreise mit Badeurlaub. Wer nach Istanbul und Kappadokien noch ans Meer möchte, fliegt über Istanbul nach Bodrum. Welche Hotels und welcher Ort der Halbinsel passen, besprechen wir mit Ihnen, der Preis hängt von Saison, Hotels und Reisedauer ab.

Wie kommt man nach Bodrum?

Der Flughafen Milas-Bodrum (BJV) liegt rund 35 Kilometer nordöstlich der Stadt, die Fahrt ins Zentrum dauert etwa 40 bis 45 Minuten, in die Orte im Westen und Norden der Halbinsel eine Stunde. In der Saison gibt es Direktflüge aus vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, im Winter meist nur Umsteigeverbindungen über Istanbul.

Von / nach Entfernung Fahrzeit (ca.)
Flughafen Milas-Bodrum ca. 35 km 40–45 Min.
Yalıkavak / Turgutreis ca. 20 km 30 Min.
Priene ca. 150 km 2 Std.
Ephesus (Selçuk) ca. 160 km 2,5 Std.
Pamukkale ca. 250 km 3,5–4 Std.
Fethiye ca. 260 km 3,5–4 Std.

Über Land erreichen Sie Bodrum über Milas, die Straßen sind gut ausgebaut. Im Sommer verkehren zudem Fähren über den Golf von Gökova zur Datça-Halbinsel. Auf unseren Reisen holt Sie ein privater Fahrer am Flughafen oder am letzten Etappenort ab.

Bodrum: Praktische Tipps

Unterkunft: In der Stadt wohnen Sie zentral und können abends zu Fuß essen gehen, müssen aber mit Lärm aus der Barstraße rechnen, wenn das Hotel nah am Hafen liegt. Für Ruhe und Baden ist die Halbinsel besser. Große Hotelanlagen finden Sie vor allem bei Torba, Gümbet und an der Südküste, kleinere Häuser in Gümüşlük und Bitez.

Essen: Bodrum ist für Fisch, Meze und die Mandarinen der Halbinsel bekannt. Neben teuren Restaurants an den Marinas gibt es im Zentrum einfache Lokantas mit Tagesgerichten. Fragen Sie in Fischrestaurants vor der Bestellung nach dem Kilopreis.

Bezahlen: Karten werden fast überall akzeptiert, für Dolmuş, Märkte und kleine Kioske brauchen Sie Bargeld. Tipps dazu im Ratgeber Währung und Geld in der Türkei.

Mobilität: Dolmuş-Minibusse verbinden den Busbahnhof von Bodrum mit allen Orten der Halbinsel. Für Ausflüge nach Didyma und Milet ist ein Fahrzeug mit Fahrer am bequemsten.

Wenn Sie Bodrum mit einer Rundreise oder einem Gulet-Törn verbinden möchten, stellt Ihnen unser Team einen passenden Vorschlag zusammen. Schreiben Sie uns über das Anfrageformular.

Rundreisen mit Bodrum

Häufige Fragen

Ist Bodrum eher ein Partyort oder auch für ruhigen Urlaub geeignet?

Beides, je nach Ort auf der Halbinsel. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Barstraße in Bodrum-Stadt und auf Gümbet. Gümüşlük, Bitez, die Buchten im Norden und kleinere Hotels an der Südküste sind deutlich ruhiger, sodass Sie Ihre Unterkunft nach dem gewünschten Tempo auswählen sollten.

Braucht man in Bodrum einen Mietwagen?

Für einen reinen Hotelurlaub nicht, zwischen Bodrum und den Orten der Halbinsel fahren regelmäßig Dolmuş-Minibusse. Wer mehrere Buchten, Gümüşlük zum Sonnenuntergang und Ausflüge nach Didyma oder Milet verbinden möchte, ist mit einem Fahrzeug oder einem gebuchten Fahrer deutlich flexibler. Im Hochsommer sind Parkplätze in den Orten knapp.

Gibt es in Bodrum Sandstrände?

Ja, aber meist schmal und oft mit grobem Sand oder Kies gemischt. Längere Sandabschnitte finden Sie etwa in Bitez, Ortakent und Turgutreis, im Norden liegen viele Badestege statt Strände. Wer feinen, breiten Sandstrand sucht, ist an der Riviera um Antalya besser aufgehoben.

Ist Bodrum im Winter einen Besuch wert?

Für Kultur ja, für Badeurlaub nein. Kastell, Museum und Mausoleum sind ganzjährig geöffnet, die Stadt hat ganzjährig Einwohner und ist dann angenehm ruhig. Viele Strandhotels, Beach Clubs und Restaurants auf der Halbinsel schließen aber von etwa November bis April, und zwischen Dezember und Februar regnet es häufig.

Wie weit ist Ephesus von Bodrum entfernt?

Ephesus liegt rund 160 Kilometer nördlich, die Fahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden. Ein Tagesausflug ist möglich, aber lang. Angenehmer ist es, Ephesus auf einer Rundreise zu besuchen und Bodrum danach als Badeziel anzuschließen.

Ist Bodrum teuer?

Bodrum gehört zu den teureren Urlaubsorten der Türkei, vor allem in Yalıkavak, Türkbükü und rund um die Marinas. In Bitez, Turgutreis oder Ortakent sowie in einfachen Lokantas im Stadtzentrum essen und wohnen Sie günstiger. Im Mai, Juni und ab Mitte September sinken die Preise für Unterkünfte spürbar.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Türkischer Wetterdienst (MGM): Meerwassertemperaturen Ägäis 1970–2025 (mgm.gov.tr)
  2. Türkiye Müzeleri (Ministerium für Kultur und Tourismus): Muğla Bodrum Sualtı Arkeoloji Müzesi – Öffnungszeiten (turkishmuseums.com)
  3. UNESCO World Heritage Centre, Tentative List: The Bodrum Castle (whc.unesco.org)
  4. Wikipedia: Bodrum Castle (Baugeschichte, Uluburun-Wrack, Museum seit 1962) (en.wikipedia.org)
  5. Wikipedia: Mausoleum at Halicarnassus (Bau, Zerstörung, Funde im British Museum) (en.wikipedia.org)
  6. Meteoroloji Genel Müdürlüğü: Resmi İstatistikler Muğla (2001–2025) (mgm.gov.tr)
  7. Turkey Travel Planner: Bodrum Transport (Flughafen, Entfernungen, Fähren) (turkeytravelplanner.com)
  8. Turkey Travel Planner: Priene, Miletus, Didyma (turkeytravelplanner.com)
  9. Ferryscanner: Fähre Bodrum – Kos (Fahrzeit, Häfen, Reedereien) (ferryscanner.com)

Angaben zu Einreise, Preisen und Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte prüfen Sie vor Reiseantritt die offiziellen Stellen.

Ihre Türkei-Reise, persönlich geplant

Sagen Sie uns, was Sie sehen möchten und wie Sie reisen wollen. Sie erhalten einen ausgearbeiteten Vorschlag mit Route, Hotels und Preis – kostenlos und unverbindlich, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Reise anfragen