Kostenlos Reise anfragen

Kulinarische Reise Türkei: Regionen, Spezialitäten und Genussreisen von Istanbul bis Gaziantep

Illustration kulinarische Reise Türkei: türkisches Frühstück mit Tee, Wein und Trauben

Kurz & bündig

Kulinarische Reise Türkei: Eine solche Rundreise folgt den Regionalküchen des Landes, denn fast jedes bekannte Gericht stammt aus einer bestimmten Stadt oder Landschaft: Istanbul steht für Meze, Fisch und Street Food, die Ägäis für Olivenöl, Kräuter und Wein, Kappadokien für Testi-Kebab und Weinproben, die Schwarzmeerküste für Hamsi, Mais und Tee, Gaziantep (UNESCO-Stadt der Gastronomie seit 2015) für Baklava, Katmer und Kebab, Hatay mit Antakya (seit 2017) für Künefe und levantinische Meze. Für drei Regionen sollten Sie neun bis zehn Tage einplanen, mit dem Südosten zwei Wochen. Die besten Monate sind April bis Juni und September bis Oktober, wenn Weinlese ist und der Südosten nicht zu heiß. Sinnvoll ist ein privater Fahrer, weil Weingüter und Dörfer verstreut liegen und niemand nach der Weinprobe selbst fahren sollte.

Zuletzt aktualisiert:

Kulinarische Regionen
Istanbul, Ägäis, Kappadokien, Schwarzmeer, Gaziantep, Hatay/Antakya, Şanlıurfa, Mardin und Van
UNESCO-Städte der Gastronomie
Gaziantep (2015), Hatay (2017), Afyonkarahisar (2019)
UNESCO-Kulturerbe
Türkischer Kaffee (2013), Teekultur gemeinsam mit Aserbaidschan (2022)
Beste Reisezeit
April bis Juni, September bis Oktober; Weinlese im September, Hamsi im Winter
Dauer
9 bis 10 Tage für drei Regionen, rund 2 Wochen mit dem Südosten
Ramadan 2027
8. Februar bis 8. März, Zuckerfest 9. bis 11. März; in Touristenorten tagsüber normal essen

Reiseziele zum Thema

Reiseziele

Gaziantep

Römische Mosaiken aus Zeugma, Baklava mit Pistazien, Kupferschmiede und Euphrat-Landschaften: Gaziantep ist das kulinarische Tor zum Südosten – mit Stand nach dem Erdbeben.

Reiseziele

Antakya (Antiochia am Orontes)

Antiochia am Orontes, wo die Jünger zuerst Christen genannt wurden: Petrusgrotte, Mosaiken und Künefe – und ein ehrlicher Blick auf die Stadt nach dem Erdbeben 2023.

Rundreisen und Ausflüge

Rundreisen

Weinreise Türkei

9 Tage Weinreise durch die Türkei: Meyhane und Märkte in Istanbul, Weinproben in Kappadokien, Urla-Weinstraße, Olivenöl und Fisch-Meze an der Ägäis.

Ratgeber

Ratgeber

Türkische Küche

Kahvaltı, Menemen und Simit, Meze in der Meyhane, Baklava aus Gaziantep und Testi-Kebap aus Kappadokien: die türkische Küche Region für Region, mit Etikette und Trinkgeld.

Ratgeber

Türkische Gerichte

Von Ezme und Muhammara über Adana-Kebab, Mantı und Hamsi bis Künefe und Maraş-Eis: türkische Gerichte nach Kategorien, mit Herkunftsregion und vegetarischen Optionen.

Ratgeber

Street Food in Istanbul

Simit, Balık ekmek, Midye dolma, Kokoreç und Kumpir: Street Food in Istanbul nach Vierteln, mit Hygiene-Tipps, Rundgang für einen halben Tag, Boza und Ramadan-Hinweisen.

Ratgeber

Türkischer Wein

Türkischer Wein: Öküzgözü, Boğazkere, Emir und Co., Weinregionen von Thrakien bis Kappadokien, Rakı, Alkoholgesetze und was Sie nach Hause mitnehmen dürfen.

Ratgeber

Lebensmittel aus der Türkei mitbringen

Käse und Sucuk verboten, Honig bis 2 kg, Oliven, Olivenöl, Gewürze, Nüsse, Baklava erlaubt: Lebensmittel aus der Türkei mitbringen, Produkt für Produkt.

Ratgeber

Tee aus der Türkei mitbringen

Wie viel Tee darf man aus der Türkei mitbringen? Kleinmengen bis 2 kg, keine eigene Freimenge, Kräutertee, Rize-Tee, Teegläser und Tipps fürs Gepäck.

Eine kulinarische Reise durch die Türkei ist eine Rundreise, die den Regionalküchen des Landes folgt: Fast jedes bekannte Gericht hat eine Stadt oder Landschaft, aus der es stammt und in der es bis heute am besten schmeckt, und genau diese Orte verbindet die Route. Mantı isst man in Kayseri, Testi-Kebab in Kappadokien, Hamsi an der Schwarzmeerküste, Künefe in Hatay und Baklava in Gaziantep. Dazwischen liegen Märkte, Weingüter, Teehänge und Lokale, in denen vor allem Einheimische sitzen.

Diese Themenseite ordnet ein, welche Region wofür steht, und führt zu unseren ausführlichen Ratgebern. Die Esskultur mit Frühstück, Meyhane und Etikette erklärt der Ratgeber zur türkischen Küche, einzelne Gerichte mit Herkunft und Zubereitung das Nachschlagewerk türkische Gerichte. Für Istanbul gibt es einen eigenen Wegweiser zu Street Food in Istanbul, für Rebsorten, Weinregionen und Rakı den Ratgeber türkischer Wein. Hier geht es darum, wie Sie aus all dem eine Reise machen.

Kulinarische Reise Türkei: welche Region steht für welche Küche?

Die türkische Küche ist keine einheitliche Nationalküche, sondern eine Reihe regionaler Küchen, die sich in Zutaten, Würzung und Fettgehalt deutlich unterscheiden. Gemeinsam sind ihnen Brot zu jeder Mahlzeit, Joghurt, Hülsenfrüchte, Bulgur und saisonales Gemüse. Die folgende Übersicht zeigt die Regionen, die sich für eine Genussreise am meisten lohnen.

Region Spezialitäten Wo probieren Mehr dazu
Istanbul Meze und Fisch in der Meyhane, Balık ekmek, Simit, Börek, Midye dolma, Palastküche wie Hünkâr beğendi Meyhanes in Beyoğlu und Kumkapı, Ufer von Eminönü, Gewürzbasar, Markt von Kadıköy, Kadınlar Pazarı in Fatih Istanbul, Street Food Istanbul
Ägäis und Olivenöl Zeytinyağlılar (Gemüse in Olivenöl), Wildkräuter, Fava, Fisch, in Izmir Boyoz und Kumru, Wein aus Urla Kemeraltı-Basar und Meyhanes in Alsancak (Izmir), Urla, Alaçatı, Ayvalık, Wochenmarkt in Sığacık Izmir, Region Ägäis
Kappadokien und Wein Testi-Kebab aus dem Tonkrug, Weißwein aus Emir, in Kayseri Mantı und Pastırma Restaurants in Ürgüp und Uçhisar, Weingüter um Ürgüp und Uçhisar, Töpfereien in Avanos Kappadokien, türkischer Wein
Schwarzmeerküste Hamsi (Sardellen), Kuymak und Muhlama, Maisbrot, Schwarzkohlsuppe, Akçaabat-Köfte, Tee aus Rize, Haselnüsse Fischlokale in Trabzon, Frühstück auf den Yaylas, Teegarten in Rize Trabzon und Schwarzmeer, Region Schwarzmeer
Gaziantep Baklava mit Pistazien, Katmer, Lahmacun, Beyran, Yuvalama, Fıstıklı Kebap, Menengiç-Kaffee Baklava-Konditoreien am Vormittag, Kupferbasar, Küchenmuseum Emine Göğüş Gaziantep
Antakya und Hatay Künefe, Humus, Mütebbel, Muhammara, Zahter-Salat, Granatapfelsirup Ersatzmärkte und neu eröffnete Lokale in Antakya, landesweit Lokale mit Hatay-Küche Antakya
Şanlıurfa, Mardin, Van Urfa-Kebab, Çiğ köfte, Lahmacun mit Isot, Van-Frühstück mit Kräuterkäse Basar von Şanlıurfa, Altstadt von Mardin, Kahvaltıcılar Sokağı in Van Region Ost- und Südostanatolien
Türkische Riviera vor allem Hotelküche; Forelle und Gözleme am Fluss, Orangen aus Finike, Fisch nach Kilopreis Flussrestaurants am Dim Çayı bei Alanya, Lokantas und Wochenmarkt in Manavgat, Kaleiçi in Antalya Region Türkische Riviera

Istanbul: die Tafel der Großstadt

In Istanbul treffen alle Regionalküchen des Landes aufeinander, Zuwanderer aus Siirt, Mardin oder Gaziantep haben ihre Gerichte mitgebracht. Typisch für die Stadt selbst sind Meze und Fisch in der Meyhane, gegrillter Fisch im Brot am Ufer von Eminönü, Börek-Bäckereien und Gerichte der früheren Palastküche. Für eine Genussreise ist Istanbul der natürliche Anfang, weil Sie hier in zwei Tagen Basar, Markt, Lokanta und Meyhane kennenlernen. Einen Überblick über die ganze Region mit Bursa, der Heimat des İskender-Kebabs, gibt die Seite Istanbul und Marmararegion.

Ägäis: Olivenöl, Kräuter und Wein

Die Ägäisküste rund um Izmir ist das Olivenland der Türkei, rund drei Viertel der türkischen Oliven stammen aus dieser Region; allein um Ayvalık stehen mehr als 2,5 Millionen Olivenbäume. Entsprechend prägen die Zeytinyağlılar die Küche: Artischocken, grüne Bohnen, Sellerie oder Lauch, in Olivenöl geschmort und lauwarm oder kalt serviert, dazu Wildkräuter wie Meerfenchel und Portulak. In Izmir gehören Boyoz, ein Blätterteiggebäck sephardischer Herkunft, und das Sandwich Kumru zum Straßenessen.

Für Genießer ist Urla westlich von Izmir das Ziel, mit der 2016 gegründeten Weinroute Urla Bağ Yolu und dem 2017 eröffneten Olivenöl-Museum Köstem im Dorf Uzunkuyu, das die Ölgewinnung von der Antike bis heute zeigt. Auf der Çeşme-Halbinsel und in Alaçatı spielen Wildkräuter eine besonders große Rolle, Sığacık gehört zur ersten Cittaslow-Gemeinde der Türkei und hat einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten. Alle Orte der Küste beschreibt die Seite zur Region Ägäis.

Kappadokien: Testi-Kebab und Wein auf Vulkanboden

In Kappadokien ist Testi-Kebab das Gericht, das fast jeder Besucher probiert: Fleisch und Gemüse kommen roh in einen Tonkrug, der mit Teig verschlossen, rund zwei Stunden im Ofen gegart und am Tisch aufgeschlagen wird. „Nevşehir Testi Kebabı“ ist seit 2021 als Herkunftsangabe geschützt, die Krüge stammen traditionell aus Avanos. Viele Testi-Kebab-Lokale sind allerdings auf große Gruppen zugeschnitten.

Daneben ist Kappadokien die bekannteste Weinregion im Landesinneren. Die Reben stehen auf rund 800 bis 1.200 Metern Höhe auf Tuff- und Sandböden, die typische Sorte ist der weiße Emir. Bekannte Betriebe sind Turasan in Ürgüp, dessen Geschichte bis 1943 zurückreicht, und Kocabağ in Uçhisar, das seinen Wein in Tuffsteinhöhlen lagert. Im nahen Kayseri sind Mantı, winzige Teigtaschen mit Knoblauchjoghurt, und das luftgetrocknete Rindfleisch Pastırma zu Hause. Mehr zur Region steht auf der Seite Kappadokien und Zentralanatolien.

Schwarzmeerküste: Hamsi, Mais und Tee

Die Küche der Schwarzmeerküste beruht auf Fisch, Mais, Butter, Käse und Kohl und unterscheidet sich deutlich von der Mittelmeerküche. Das bekannteste Produkt ist Hamsi, die Schwarzmeersardelle, gebraten, gegrillt oder mit Reis gebacken. Die Fangsaison beginnt am 1. September, am besten sind die Sardellen von Ende November bis Februar; im Sommer bekommen Sie oft Tiefkühlware. Zum Frühstück auf den Hochalmen gibt es Kuymak oder Muhlama aus Maismehl, Butter und geschmolzenem Käse.

In der Provinz Rize wächst fast der gesamte türkische Tee, gepflückt wird zwischen Mai und September. Die Türkei ist zudem der größte Haselnussproduzent der Welt, die besten Nüsse kommen aus Ordu und Giresun, und die Yayla Anzer ist für ihren Honig bekannt. Die Region stellt die Seite Trabzon und die Schwarzmeerküste vor.

Gaziantep: UNESCO-Stadt der Gastronomie

Gaziantep wurde im Dezember 2015 als erste türkische Stadt in das UNESCO-Netzwerk der Kreativstädte in der Kategorie Gastronomie aufgenommen. Laut UNESCO arbeiten rund 60 Prozent der Erwerbstätigen der Stadt in der Gastronomie, und rund 80 Prozent der türkischen Pistazien werden hier verarbeitet. Gaziantep-Baklava wurde mit der EU-Durchführungsverordnung Nr. 1399/2013 als erstes türkisches Produkt in der EU als geschützte geografische Angabe eingetragen; laut EU-Delegation folgten 2024 der Menengiç-Kaffee und 2025 die Pistazienpaste.

Zum Frühstück isst man hier Katmer, einen hauchdünnen Teig mit Pistazien und Kaymak, oder die Lammbrühe Beyran. Bei den Kebabs ist die Auswahl größer als fast überall sonst, vom Fıstıklı Kebap mit Pistazien bis zum Lammfilet Küşleme. Im Küchenmuseum Emine Göğüş, 2008 eröffnet und nach eigenen Angaben das erste Küchenmuseum der Türkei, sehen Sie Kupfergeschirr und Vorratshaltung. Viele Lokale schenken keinen Alkohol aus.

Antakya und Hatay: levantinische Küche im Wiederaufbau

Hatay mit der Hauptstadt Antakya wurde 2017 UNESCO-Stadt der Gastronomie. Nach Angaben des örtlichen Tourismusverbands lassen sich rund 600 Gerichte eindeutig der Region zuordnen, die Küche ist eng mit der syrischen und libanesischen verwandt. Das bekannteste Gericht ist Künefe, feine Teigfäden mit ungesalzenem Käse, in Butter gebacken und mit Sirup übergossen; „Antakya Künefesi“ ist seit 2008 als geografische Angabe eingetragen. Seit 2024 ist auch „Hatay Muhammarası“ geschützt, die Paste aus Paprika und Walnüssen.

Ehrlich gesagt ist Antakya heute kein klassisches Genussziel. Die Erdbeben vom 6. Februar 2023 haben die Stadt schwer zerstört, viele traditionsreiche Lokale der Altstadt gibt es nicht mehr, der Lange Basar wurde 2025 abgerissen und wird neu gebaut. Einige Betriebe haben in Ersatzmärkten oder am Stadtrand neu angefangen. Sinnvoll ist ein Tagesausflug ab Adana, rund drei Stunden Fahrt, wo Sie abends Adana-Kebab mit Şalgam essen.

Şanlıurfa, Mardin und Van

Die Küche des Südostens ist kräftiger gewürzt als die der Westtürkei. In Şanlıurfa gehören Urfa-Kebab, Lahmacun mit dem dunklen, rauchigen Paprika Isot und Çiğ köfte, heute meist fleischlos aus Bulgur, zur Alltagsküche. In Mardin ist die Küche von arabischen, kurdischen und aramäischen Traditionen geprägt. Weiter im Osten ist das Frühstück in Van eine eigene Mahlzeit von Rang, mit dem Kräuterkäse otlu peynir, Murtuğa und Kavut; Van Kahvaltısı ist seit 2020 als Herkunftsangabe eingetragen. Für Şanlıurfa und Mardin rät das Auswärtige Amt von nicht zwingend erforderlichen Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Syrien ab (Stand Oktober 2026); lesen Sie vor der Reise die aktuelle Fassung.

Türkische Riviera: Hotelküche und Abstecher ins Echte

An der Türkischen Riviera prägt die Hotelküche den Urlaub, mit All inclusive essen die meisten Gäste am Buffet. Gutes türkisches Essen finden Sie, wenn Sie das Hotel verlassen. In der Altstadt von Side dominieren Restaurants mit internationaler Karte, einfache Lokantas gibt es in Manavgat, wo nach örtlichen Berichten montags und donnerstags großer Wochenmarkt ist. Am Dim Çayı bei Alanya sitzen Sie auf Holzplattformen über dem Fluss und essen Forelle oder Gözleme, an der lykischen Küste ist Finike für seine Orangen bekannt. In Fischrestaurants fragen Sie vor der Bestellung nach dem Kilopreis.

Kahvaltı: Frühstück als Teil der Reise

Das türkische Frühstück, Kahvaltı, ist eine Mahlzeit aus vielen kleinen Tellern, die gemeinsam auf den Tisch kommen: Käse, Oliven, Tomaten und Gurken, Honig mit Kaymak, Marmeladen, ein Eiergericht wie Menemen, Brot oder Simit und dazu Schwarztee. Auf einer kulinarischen Reise lohnt es, mindestens einmal bewusst außerhalb des Hotels zu frühstücken, denn das Frühstück zeigt die regionalen Unterschiede besonders deutlich.

  • Istanbul: In Beşiktaş reihen sich in der Şair Veysi Sokağı und der Çelebioğlu Sokağı rund 35 Lokale, die Serpme Kahvaltı servieren, das „ausgebreitete“ Frühstück in Dutzenden Schälchen. Am Wochenende sitzen hier Familien stundenlang.
  • Izmir: Boyoz mit hartgekochtem Ei und Tee.
  • Gaziantep: Katmer mit Pistazien und Kaymak, warm gegessen, oder Beyran-Suppe.
  • Schwarzmeerküste: Kuymak oder Muhlama, dazu Maisbrot und sehr viel Tee.
  • Van: das Van-Frühstück mit Kräuterkäse in der Kahvaltıcılar Sokağı; planen Sie mindestens eine Stunde und wenig Hunger fürs Mittagessen ein.

Auf Rundreisen frühstücken Sie meist im Hotel, in Kappadokien nach einer frühen Ballonfahrt oft im Höhlenhotel. Ein Frühstück im Lokal ersetzt gut das Mittagessen.

Türkei essen: welche Gerichte gehören auf die Liste?

Für eine erste Reise ist eine einfache Liste hilfreicher als ein Lexikon. Diese Gerichte zeigen die Bandbreite der Küche und lassen sich gut den Stationen einer Rundreise zuordnen.

Kategorie Probieren Am besten in
Meze Haydari, Acılı ezme, Muhammara, Fava, Şakşuka Meyhane in Istanbul oder Izmir, Hatay
Suppen Mercimek, Ezogelin, Beyran Lokanta landesweit, Gaziantep
Grill Adana-, Urfa- und Fıstıklı Kebap, Köfte Adana, Şanlıurfa, Gaziantep, Akçaabat
Geschmortes Testi-Kebab, İskender Kappadokien, Bursa
Teig Mantı, Lahmacun, Pide, Gözleme, Börek Kayseri, Gaziantep, Konya, Istanbul
Gemüse İmam bayıldı, Dolma und Sarma mit Reis Ägäis, Istanbul
Fisch Hamsi tava, Balık ekmek Schwarzmeerküste, Eminönü
Süßes Baklava, Künefe, Sütlaç, Lokum, Maraş-Eis Gaziantep, Hatay, Istanbul

Was die einzelnen Gerichte sind, wie sie zubereitet werden und welche Varianten es gibt, steht im Ratgeber türkische Gerichte. Zwei Hinweise für unterwegs: Scharfe Gerichte sind meist als „acılı“ gekennzeichnet, mild heißt „acısız“, und im Westen wird deutlich weniger scharf gewürzt als im Südosten. Döner mit Salat und Soße wie in Deutschland ist in der Türkei selten, dort steht das Fleisch im Mittelpunkt.

Am authentischsten essen Sie dort, wo Einheimische essen: mittags in der Esnaf Lokantası mit Tagesgerichten aus der Vitrine, im Kebapçı oder Ocakbaşı am Holzkohlegrill und abends in der Meyhane. Spezialisierte Lokale sind fast immer besser als Restaurants, die alles anbieten.

Street Food und Foodtour: Istanbul und die Regionen

Das Street Food der Türkei erleben Sie am dichtesten in Istanbul: Simit an jedem Fähranleger, Balık ekmek am Ufer von Eminönü, Midye dolma abends in Beyoğlu, Kokoreç, Kumpir in Ortaköy und im Winter geröstete Maronen und Boza. Für einen guten Eindruck reicht ein halber Tag, wenn Sie Eminönü und den Markt von Kadıköy mit der Fähre verbinden, rund 20 Minuten über den Bosporus. Viertel, Uhrzeiten und einen Rundgang beschreibt der Ratgeber Street Food in Istanbul.

Außerhalb Istanbuls ist Straßenessen stärker regional: Boyoz und Kumru in Izmir, Lahmacun und Çiğ köfte in Şanlıurfa, Gözleme auf den Märkten und in den Dörfern, Tantuni aus Mersin.

Für die Hygiene gilt: Kaufen Sie an Ständen mit hohem Umsatz, essen Sie Gegrilltes heiß vom Feuer und meiden Sie Muscheln und Innereien, die ungekühlt in der Sonne stehen, besonders im Sommer. An Ständen zahlen Sie meist bar in Lira.

Lohnt sich eine Foodtour?

Eine geführte Foodtour lohnt sich vor allem beim ersten Besuch, weil ein ortskundiger Begleiter weiß, welcher Stand gerade frisch ist, und Gerichte bestellt, die auf keiner Karte stehen. Auf unserer Städtereise Istanbul in 4 Tagen ist ein Nachmittag mit Kadıköy und Moda eingeplant, den wir auf Wunsch zu einem kulinarischen Rundgang mit Ihrer Reiseleitung machen. In Gaziantep übernimmt das ein halber Tag mit Basar, Baklava-Konditorei und Küchenmuseum.

Wein und Rakı auf einer Genussreise

Wein gehört in der Türkei zu den großen Überraschungen für Besucher: Anatolien zählt zu den Regionen, in denen die Weinrebe domestiziert wurde, und das Land hat eine der größten Rebflächen der Welt, auch wenn nur ein kleiner Teil der Trauben zu Wein wird. Die wichtigsten Weinregionen für Reisende sind Thrakien zwischen Istanbul und der griechischen Grenze, die Ägäis mit Urla und der Insel Bozcaada sowie Kappadokien. Typisch sind heimische Rebsorten wie Öküzgözü, Boğazkere und Kalecik Karası bei den Roten, Emir und Narince bei den Weißen. Alles zu Sorten, Regionen und Weingütern steht im Ratgeber türkischer Wein.

Rakı ist der türkische Anisbrand auf Traubenbasis. Er wird mit Wasser und oft Eis verdünnt, wird dadurch milchig, daher der Beiname „Löwenmilch“, und gehört zu Meze und Fisch in der Meyhane. Pur trinkt ihn kaum jemand, und man trinkt ihn nicht in einem Zug.

Für die Planung sind drei Regeln wichtig. Geschäfte dürfen zwischen 22 und 6 Uhr keinen Alkohol verkaufen, Restaurants und Hotels mit Ausschankerlaubnis servieren auch später. In konservativen Städten wie Konya, Şanlıurfa oder Gaziantep und in vielen einfachen Lokantas gibt es keinen Alkohol. Und wer Weingüter besucht, sollte nicht selbst fahren: Die Betriebe in Urla oder Thrakien liegen verstreut, öffentliche Verbindungen fehlen. Wie viel Wein Sie nach Deutschland mitnehmen dürfen, erklärt der Ratgeber Was darf man aus der Türkei mitnehmen?.

Tee und Kaffee: Çay, Türk kahvesi und Menengiç

Das wichtigste Getränk der Türkei ist Schwarztee, und die Türkei hat den höchsten Pro-Kopf-Teeverbrauch der Welt, gut drei Kilogramm pro Person und Jahr. Der Tee wird in der Çaydanlık gekocht, einer doppelstöckigen Kanne, in der oben ein starkes Konzentrat zieht, das im Tulpenglas mit heißem Wasser verdünnt wird. Sie bestellen ihn stark (koyu) oder hell (açık), Milch ist unüblich. Die Teekultur der Türkei und Aserbaidschans steht seit Dezember 2022 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Wer die Teehänge sehen möchte, fährt nach Rize, wo der Botanische Teegarten oberhalb der Stadt Verkostungen bietet.

Die Kultur des türkischen Kaffees ist seit 2013 immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Fein gemahlener Kaffee wird mit kaltem Wasser im kleinen Kännchen langsam erhitzt, bis sich Schaum bildet, und ungefiltert mit einem Glas Wasser serviert. Den Zucker bestimmen Sie bei der Bestellung: sade (ohne), az şekerli (wenig), orta (mittel) oder şekerli (süß). In Gaziantep lohnt Menengiç, ein koffeinfreies Getränk aus gerösteten Samen der wilden Pistazie, etwa in den alten Kaffeehäusern am Kupferbasar.

Zum Essen trinkt man außerdem Ayran, das gesalzene Joghurtgetränk, oder Şalgam, einen sauren Saft aus schwarzen Karotten; im Winter kommen in Istanbul Boza und Salep dazu.

Essen im Ramadan: Was Reisende wissen sollten

Im Fastenmonat Ramadan können Sie in der Türkei normal essen: In Touristenorten, Großstädten und Hotels sind Restaurants tagsüber geöffnet, und als Besucher müssen Sie nicht fasten. 2027 dauert der Ramadan nach dem Kalender des Präsidiums für Religionsangelegenheiten vom 8. Februar bis 8. März, das Zuckerfest folgt vom 9. bis 11. März. In konservativen Städten und auf dem Land im Osten haben manche Lokale tagsüber geschlossen; essen und trinken Sie dort und in traditionellen Vierteln nicht demonstrativ in der Öffentlichkeit.

Kulinarisch ist der Ramadan eine besondere Zeit. Mit Sonnenuntergang beginnt das Fastenbrechen (İftar), viele Restaurants bieten dann ein festes Menü an. Bäcker backen nur in diesen Wochen das runde, mit Sesam und Schwarzkümmel bestreute Ramazan pidesi, dazu gibt es Güllaç, ein Dessert aus dünnen Stärkeblättern in Milch. Kurz vor Sonnenuntergang sind Restaurants voll und Taxis knapp, reservieren Sie oder kommen Sie 45 bis 60 Minuten früher. Für den Alkohol gelten im Ramadan keine eigenen Vorschriften. Rund um das Zuckerfest reisen viele Türken, Inlandsflüge und Hotels sind dann stärker gefragt; die Feiertage 2027 stehen im Ratgeber zur besten Reisezeit für die Türkei.

Essen mit Kindern und vegetarisch

Mit Kindern

Die türkische Küche ist für Kinder unkompliziert: Linsensuppe, Köfte, Reis, Pide, Fladenbrot, Joghurt und viel Obst mögen die meisten. In der Lokanta können Kinder an der Vitrine selbst zeigen, was sie möchten, und Kellner bringen in der Regel ungefragt einen Hochstuhl. Bei scharf gewürzten Gerichten im Südosten bestellen Sie „acısız“, also ohne Schärfe. Gefüllte Muscheln vom Straßenstand lassen Sie bei kleinen Kindern besser weg, ebenso Kokoreç. Trinken Sie Wasser aus Flaschen und verwenden Sie für Fläschchen abgekochtes Flaschenwasser. Weitere Tipps stehen in den Ratgebern Familienurlaub in der Türkei und Istanbul mit Kindern.

Mit Familien planen wir statt langer Meyhane-Abende eher Märkte, eine Töpferwerkstatt in Avanos, Simit auf der Fähre oder frisch gebackene Gözleme.

Vegetarisch und vegan

Vegetarisch zu essen ist in der Türkei gut möglich, weil viele traditionelle Gerichte ohne Fleisch auskommen: Meze, Zeytinyağlılar, Salate, Börek, Gözleme, Linsen- und Bohnengerichte, Menemen und das komplette Frühstück. Die häufigste Falle ist Brühe, denn Suppen, Schmorgerichte und Pilav sind oft mit Fleischbrühe gekocht, und gefülltes Gemüse gibt es mit Reis oder mit Hackfleisch. Hilfreich sind die Sätze „Et yemiyorum“ (Ich esse kein Fleisch) und „Etsiz mi?“ (Ist es ohne Fleisch?).

Vegan zu essen erfordert mehr Aufmerksamkeit, weil Butter, Joghurt, Käse und Eier sehr verbreitet sind. Gut geeignet sind Acılı ezme, Muhammara, Fava, Humus, die Gemüsegerichte in Olivenöl und Çiğ köfte. Ehrlich gesagt ist der Südosten mit seiner Fleisch- und Kebab-Kultur für Vegetarier anspruchsvoller als die Ägäis. Wenn Sie uns Ihre Ernährung bei der Anfrage nennen, wählen wir Lokale und Kochkurse entsprechend aus. Bei Allergien oder Unverträglichkeiten sollten Sie sich nicht allein auf mündliche Auskünfte im Restaurant verlassen.

Kochkurse, Märkte und Basare

Märkte sind auf einer kulinarischen Reise oft lehrreicher als Restaurants, weil Sie sehen, was gerade Saison hat, und an fast jedem Stand probieren dürfen. Die wichtigsten Adressen liegen in den Städten, die ohnehin auf einer Rundreise liegen:

  • Istanbul: der Gewürzbasar (Mısır Çarşısı) in Eminönü, um 1660 gebaut, mit 85 Läden und den Händlergassen dahinter; der Markt von Kadıköy rund um die Güneşlibahçe Sokak, täglich etwa von 9 bis 20 Uhr; dienstags der große Wochenmarkt in Hasanpaşa; der Kadınlar Pazarı in Fatih mit Produkten aus Siirt und dem Südosten.
  • Izmir: der Kemeraltı-Basar, ein offenes Gewirr aus Gassen und alten Karawansereien mit Gewürzen, Oliven, Garküchen und Konditoreien; sonntags sind viele Läden geschlossen.
  • Gaziantep: der Kupferschmiede-Basar mit Gewürzen, getrockneter Paprika und Pistazien und die Markthalle Zincirli Bedesten von 1718.
  • Riviera und Ägäis: die Wochenmärkte (Pazar) der Kleinstädte, etwa in Manavgat oder Sığacık, mit Obst, Gemüse, Olivenöl und im Winter Zitrusfrüchten und Granatäpfeln.

Kaufen Sie gezielt bei Händlern, die probieren lassen, und fragen Sie bei Fisch und Nüssen vorher nach dem Preis.

Ein Kochkurs dauert typischerweise drei bis vier Stunden: Sie bereiten mehrere Meze und ein Hauptgericht zu und essen anschließend gemeinsam. Das Angebot ist in Istanbul am größten, in Kappadokien und im Südosten organisieren wir Kurse auf Anfrage, auf Wunsch vegetarisch. Konkrete Anbieter nennen wir bewusst nicht, weil sich das Angebot häufig ändert und wir Kurse vor der Buchung selbst prüfen.

Wann ist die beste Zeit für eine kulinarische Reise?

Die beste Zeit für eine kulinarische Reise durch die Türkei sind April bis Juni und September bis Oktober. Dann sind die Temperaturen im Landesinneren und im Südosten angenehm, und die Märkte sind voll. Einzelne Spezialitäten haben aber ihre eigene Saison:

Zeitraum Kulinarisch interessant Hinweis
April bis Juni Frühjahrsgemüse, Kräuter an der Ägäis, erste Teeernte in Rize ab Mai gute Zeit für Gaziantep und den Südosten
Juli und August Obst und Gemüse in Fülle, Fisch-Meze an der Küste Südosten sehr heiß, in Gaziantep im Mittel 36 °C am Tag; Alaçatı voll und teuer
September Weinlese in den meisten Regionen, Weinlesefeste auf Bozcaada und in Ürgüp Höhepunkt für Weinreisen
Oktober bis Anfang November Lese im Osten bis Mitte Oktober, Granatäpfel, angenehme Temperaturen im Südosten sehr gute Zeit für Gaziantep und Antakya
Ende November bis Februar Hamsi an der Schwarzmeerküste, Boza, Salep und Maronen in Istanbul im Hochland kalt; Ramadan 2027 ab 8. Februar

Weinreisen planen Sie am besten zwischen Ende August und Mitte Oktober, Reisen in den Südosten im Frühjahr oder Herbst. Wer Hamsi in Trabzon essen möchte, reist zwischen Ende November und Februar. Klimawerte für alle Regionen finden Sie im Ratgeber zur besten Reisezeit für die Türkei und im Überblick Türkei-Wetter.

Trinkgeld und Etikette am Tisch

In Restaurants mit Bedienung sind rund 10 Prozent Trinkgeld üblich, in einfachen Lokantas und Teehäusern wird aufgerundet, an Straßenständen gibt man normalerweise nichts. Geben Sie Trinkgeld möglichst bar, weil es sich bei Kartenzahlung meist nicht aufschlagen lässt. Seit Januar 2026 dürfen Restaurants und Cafés keine Pflichtzuschläge wie Service-, Tisch- oder Gedeckgebühr mehr berechnen; taucht ein solcher Posten auf der Rechnung auf, dürfen Sie freundlich nachfragen. Mehr dazu im Ratgeber Währung und Geld in der Türkei.

Brot steht fast immer kostenlos auf dem Tisch, es wegzuwerfen gilt als respektlos. Die Rechnung bestellen Sie mit „Hesap, lütfen“, und wer einlädt, zahlt für alle. Weitere Hinweise stehen in unseren Türkei-Reisetipps.

Genussreise Türkei: Routen und Reisevorschläge

Eine Genussreise folgt am besten drei sehr unterschiedlichen Regionen, statt möglichst viele Orte abzuhaken. Bewährt hat sich die Kombination aus Istanbul, Kappadokien und der Ägäis, weil sie Stadt, Hochland und Küste verbindet und die Wege mit zwei Inlandsflügen kurz bleiben.

Unsere Wein- und Genussreise durch die Türkei ist genau so aufgebaut: neun Tage mit zwei Nächten in Istanbul mit Meyhane-Abend, Gewürzbasar, Kadıköy und optionalem Kochkurs, drei Nächten in Kappadokien mit zwei Weinproben und Testi-Kebab und drei Nächten in Urla mit der Weinroute, dem Olivenöl-Museum Köstem und Fisch-Meze in Alaçatı. Zwischen Kayseri und Izmir gibt es Direktflüge von rund anderthalb Stunden, allerdings nicht täglich. Die Reise lässt sich um zwei Nächte in Gaziantep oder um Bozcaada und Troja auf elf Tage verlängern, und sie eignet sich auch für Gäste, die wenig Alkohol trinken.

Weitere Bausteine nach Ihren Interessen:

  • Kurz und städtisch: die Städtereise Istanbul in 4 Tagen mit Marktnachmittag in Kadıköy, ergänzbar um einen Food-Rundgang.
  • Klassiker mit Genuss: Istanbul und Kappadokien, ergänzt um ein bis zwei Weingutbesuche und einen Testi-Kebab-Abend.
  • Südosten: die Osttürkei-Rundreise beginnt in Gaziantep und führt über Şanlıurfa und Mardin bis an den Vansee, mit Baklava, Katmer, Çiğ köfte und dem Van-Frühstück unterwegs.
  • Wein und Antike: den Urla-Teil um einen Halbtag in Ephesus ergänzen, rund anderthalb bis zwei Stunden entfernt.

Ihre kulinarische Reise privat planen

Wir planen kulinarische Reisen durch die Türkei als private Rundreisen nach Ihren Interessen. Sie reisen im eigenen Fahrzeug mit lizenziertem Fahrer, sodass niemand nach einer Weinprobe selbst fahren muss, und werden von einer deutschsprachigen, staatlich lizenzierten Reiseleitung begleitet, die Märkte, Gerichte und Etikette erklärt. Weinproben stimmen wir direkt mit den Weingütern ab, weil viele kleinere Betriebe nur nach Voranmeldung empfangen, und Lokale wählen wir so aus, dass Sie dort essen, wo Einheimische essen. TürkeiReisen ist ein TÜRSAB-lizenziertes Reisebüro (Lizenz Nr. 14817).

Für Kochclubs, Weinvereine, Volkshochschulkurse, Studienkreise und Freundeskreise organisieren wir eigene Programme: einen privaten Bus, eine deutschsprachige Reiseleitung mit kulinarischem Hintergrund, Marktbesuche, Verkostungen und Kochkurse, zu flexiblen Terminen. Wie eine Gruppenreise aufgebaut ist, zeigt unsere Seite zur Gruppenreise in die Türkei. Preise berechnen wir nach Gruppengröße, Saison und Programm.

Für ein Angebot brauchen wir: Ihren Reisezeitraum, die Zahl der Personen und gegebenenfalls das Alter der Kinder, gewünschte Regionen oder Gerichte, Ihre Ernährung (vegetarisch, vegan, Allergien), ob Wein eine Rolle spielt und welches Hotelniveau Sie sich wünschen. Schreiben Sie uns über das Anfrageformular, wir stellen Ihnen einen Vorschlag zusammen.

Häufige Fragen

Was ist eine kulinarische Reise durch die Türkei?

Eine kulinarische Reise ist eine Rundreise, deren Route sich nach den Herkunftsorten der Gerichte richtet statt nur nach Sehenswürdigkeiten. Typisch sind Istanbul mit Meyhane, Basar und Markt, Kappadokien mit Testi-Kebab und Weinproben, die Ägäis um Urla mit Olivenöl und Wein und der Südosten mit Gaziantep. Dazu kommen Marktbesuche, ein Kochkurs und Lokale, in denen Einheimische essen.

Welche Region der Türkei hat das beste Essen?

Eine beste Region gibt es nicht, aber als kulinarisch stärkste gelten der Südosten und Hatay. Gaziantep ist seit 2015, Hatay seit 2017 UNESCO-Stadt der Gastronomie. Wer leichte Gemüseküche mit Olivenöl mag, ist an der Ägäis richtig, wer Fisch und Meze sucht, in Istanbul. Die Schwarzmeerküste hat mit Hamsi, Mais und Butter eine ganz eigene Küche.

Wie viele Tage braucht man für eine kulinarische Reise in die Türkei?

Für drei Regionen wie Istanbul, Kappadokien und die Ägäis reichen neun bis zehn Tage, so ist auch unsere Wein- und Genussreise aufgebaut. Mit Gaziantep oder dem ganzen Südosten sollten Sie rund zwei Wochen einplanen, weil die Wege weit sind und Sie zusätzlich einen Inlandsflug brauchen.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Genussreise in die Türkei?

Am besten sind April bis Juni und September bis Oktober. Im September ist in den meisten Weinregionen Lese, der Südosten ist im Frühjahr und Herbst angenehm, im Juli und August dagegen sehr heiß. Wer Hamsi von der Schwarzmeerküste oder Boza in Istanbul probieren möchte, reist im Spätherbst oder Winter.

Ist eine Foodtour in der Türkei sinnvoll?

Ja, vor allem beim ersten Besuch in Istanbul. Ein ortskundiger Begleiter weiß, welcher Stand gerade frisch ist, bestellt Gerichte, die auf keiner Karte stehen, und erklärt, was auf dem Teller liegt. Für Eminönü und Kadıköy mit der Fähre dazwischen genügt ein halber Tag. Auf unseren privaten Reisen bauen wir solche Rundgänge auf Wunsch ein.

Kann man in der Türkei vegetarisch essen?

Ja, gut sogar, denn Meze, Gemüse in Olivenöl, Börek, Gözleme, Linsen- und Bohnengerichte und das ganze Frühstück kommen ohne Fleisch aus. Vorsicht ist bei Suppen, Schmorgerichten und Pilav geboten, die oft mit Fleischbrühe gekocht werden. Vegan ist schwieriger, weil Butter, Joghurt und Käse sehr verbreitet sind.

Bekommt man auf einer Türkei-Reise überall Alkohol?

Nein. In Touristenorten, Großstädten, Hotels und Meyhanes ist Alkohol normal erhältlich, in vielen einfachen Lokantas, Kebab-Häusern und in konservativen Städten wie Konya, Şanlıurfa oder Gaziantep wird dagegen oft keiner ausgeschenkt. Geschäfte dürfen zwischen 22 und 6 Uhr keinen Alkohol verkaufen.

Kann man in der Türkei einen Kochkurs machen?

Ja, vor allem in Istanbul, aber auch in Kappadokien und im Südosten. Ein typischer Kurs dauert drei bis vier Stunden: Sie bereiten mehrere Meze und ein Hauptgericht zu und essen anschließend gemeinsam. Auf unseren Reisen buchen wir kleine Kurse nach Ihren Wünschen, auf Wunsch auch vegetarisch.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. UNESCO Creative Cities Network: Gaziantep (Gastronomy, 2015) (unesco.org)
  2. Daily Sabah: Hatay – City of Gastronomy offers dishes galore (November 2017) (dailysabah.com)
  3. GoTürkiye (Ministerium für Kultur und Tourismus): UNESCO Gastronomy City Afyonkarahisar (goturkiye.com)
  4. EUR-Lex: Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1399/2013 – Antep Baklavası/Gaziantep Baklavası (g. g. A.) (eur-lex.europa.eu)
  5. EU-Delegation in der Türkei (EEAS): Gaziantep's iconic tastes secure EU protection (eeas.europa.eu)
  6. UNESCO Intangible Cultural Heritage: Turkish coffee culture and tradition (2013) (ich.unesco.org)
  7. The New Arab: Tea culture of Azerbaijan and Turkiye enters UNESCO list (Dezember 2022) (newarab.com)
  8. GoTürkiye: An Epicurean Journey into Anatolia – regionale Küchen (goturkiye.com)
  9. Küre Ansiklopedi: Nevşehir Testi Kebabı (Herkunftsangabe Nr. 836) (kureansiklopedi.com)
  10. Küre Ansiklopedi: Antakya Künefesi (geografische Angabe Nr. 101, 2008) (kureansiklopedi.com)
  11. Küre Ansiklopedi: Van Kahvaltısı (Herkunftsangabe Nr. 504) (kureansiklopedi.com)
  12. Küre Ansiklopedi: Köstem Zeytinyağı Müzesi (kureansiklopedi.com)
  13. Gesetz Nr. 6487 vom 24.5.2013 (Änderung des Alkoholgesetzes Nr. 4250), Volltext bei Alomaliye (alomaliye.com)
  14. Habertürk: Ramazan 2027 – Beginn und Ende laut Diyanet-Kalender (haberturk.com)
  15. Diken: Handelsministerium – Pflicht-Servicegebühr verboten, Trinkgeld freiwillig (30.1.2026) (diken.com.tr)
  16. Wikipedia: Tea in Turkey (Rize, Pro-Kopf-Verbrauch, Çaydanlık) (en.wikipedia.org)

Angaben zu Einreise, Preisen und Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte prüfen Sie vor Reiseantritt die offiziellen Stellen.

Ihre Türkei-Reise, persönlich geplant

Sagen Sie uns, was Sie sehen möchten und wie Sie reisen wollen. Sie erhalten einen ausgearbeiteten Vorschlag mit Route, Hotels und Preis – kostenlos und unverbindlich, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Reise anfragen